{"id":25766,"date":"2021-10-15T08:58:19","date_gmt":"2021-10-15T06:58:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=25766"},"modified":"2021-10-15T08:58:19","modified_gmt":"2021-10-15T06:58:19","slug":"wie-digitale-daten-logistikablaeufe-verbessern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wie-digitale-daten-logistikablaeufe-verbessern\/","title":{"rendered":"Wie digitale Daten Logistikabl\u00e4ufe verbessern"},"content":{"rendered":"<p>Wichtig f\u00fcr eine erfolgreiche Logistik sind optimale Abl\u00e4ufe an den Laderampen. Hierzu braucht es eine bestm\u00f6gliche Koordination der Be- und Entladeprozesse. Wie kann Digitalisierung dazu beitragen, die Arbeit an der Rampe nachhaltig zu verbessern? Antworten hierauf lieferte Diplom-Wirtschaftsinformatiker Christian Wicht im Arbeitskreis Verkehrswirtschaft der IHK Siegen. Der Head of Sales der Sixfold GmbH stellte heimischen Unternehmensvertretern die Vorteile der gezielten Nutzung von Echtzeitinformationen und eines Zeitfenster-Managements vor.<\/p>\n<p>Wartezeiten bei der Abfertigung von bis zu 90 Minuten seien keine Seltenheit, erl\u00e4uterte Christian Wicht. Das Ankunftsaufkommen der Lkw sei ungleichm\u00e4\u00dfig verteilt, es komme zu Warteschlangen und Sicherheits- oder Qualit\u00e4tsproblemen. Zudem k\u00f6nne das Verladepersonal nicht gleichm\u00e4\u00dfig eingesetzt werden und es w\u00fcrden viele manuelle Eingriffe f\u00fcr die Mitarbeiter erforderlich. \u201eMit dem Angebot an die Speditionen, digitale Zeitfenster zu buchen, lassen sich die Wartezeiten um bis zu 40 % reduzieren und die Verladeleistung um bis zu 20 % steigern. Die Sicherheit und die Qualit\u00e4t im Verladebereich werden optimiert und es werden Einsparungen m\u00f6glich.\u201c Neben einer besseren Ressourcenverwaltung lie\u00dfen sich auch CO<sub>2<\/sub>-Emissionen reduzieren, die P\u00fcnktlichkeit erh\u00f6hen und die Kundenzufriedenheit steigern.<\/p>\n<p>Grundbaustein f\u00fcr ein solches Zeitfensterbuchungssystem ist die Echtzeit-Datenerfassung (Real Time Visibility), wie sie etwa von der Sixfold GmbH angeboten wird. Zu ihr geh\u00f6ren Telemetriedaten aus den Fahrzeugen ebenso wie Daten aus der Produktion, aber auch aus weiteren Quellen. Ber\u00fccksichtigt werden etwa Wetterdaten sowie Angaben zur Verkehrslage oder zum gewohnten Fahrverhalten. \u201eEs werden Daten von Partnern aus der gesamten Lieferkette zusammengefasst, um Vorhersagen zu treffen. Erst dann wird es m\u00f6glich, Ankunftszeiten zu berechnen und die Planung zu optimieren\u201c, so Christian Wicht.<\/p>\n<p>Der Hauptvorteil solcher Systeme d\u00fcrfte eindeutig beim Verlader liegen, bilanzierte Ferdinand Menn, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Spedition Menn GmbH in Kreuztal, in der anschlie\u00dfenden Diskussion. F\u00fcr die Speditionen bringe die Buchung von Zeitfenstern auch zus\u00e4tzlichen Aufwand. \u201eDie Disponenten haben ohnehin schon viele Termine zu koordinieren. Jetzt m\u00fcssen sie auch noch Zeitfenster unter einen Hut bringen. Wir buchen Fenster zum Teil zwei Tage im Voraus. Ob die am Ende eingehalten werden k\u00f6nnen, ist zu diesem Zeitpunkt h\u00e4ufig sehr unsicher!\u201c Zwar lie\u00dfen sich die Fenster unkompliziert verschieben. Gleichwohl wachse der Aufwand f\u00fcr die Speditionen mit der wachsenden Verbreitung solcher Systeme. Die zus\u00e4tzlichen Belastungen seien den Betreibern der Zeitfenster bekannt, verdeutlichte Christian Wicht. Wom\u00f6glich lie\u00dfen sich mit einer weiteren Flexibilisierung der Zeitfenster L\u00f6sungen finden. Er k\u00f6nne sich nicht vorstellen, dass diese Systeme wieder vom Markt verschw\u00e4nden, betonte Arbeitskreis-Vorsitzender Michael Kr\u00f6hl (Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH &amp; Co. KG). Es sei zwingend notwendig, diese Systeme so zu optimieren, dass der Lkw gleichberechtigt in die Lieferkette eingebunden ist: \u201eWir m\u00fcssen zu einer besseren Auslastung der Lkw kommen.\u201c Auf entsprechende Nachfrage von Christian Betchen, dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der KSW Kreisbahn Siegen-Wittgenstein GmbH, best\u00e4tigte Christian Wicht, dass eine Nutzung der Echtzeitdaten-\u00dcbermittlung losgel\u00f6st von dem Zeitfensterbuchungssystem m\u00f6glich sei. Allerdings gelte: \u201eJe integrierter die Nutzung, desto gr\u00f6\u00dfer der Nutzen!\u201c<\/p>\n<p>Weiteres Thema der Arbeitskreissitzung war die Stra\u00dfenverkehr-Transportbegleitungsverordnung (StTBV). Sie bildet die rechtliche Grundlage f\u00fcr die private Begleitung von Schwertransporten durch \u201eBeliehene\u201c und soll in den kommenden Monaten durch den Bundesrat beschlossen sowie anschlie\u00dfend in jedem Bundesland umgesetzt werden. Anders als die bislang f\u00fcr die private, also nicht-polizeiliche, Transportbegleitung eingesetzten \u201eVerwaltungshelfer\u201c \u00fcbernehmen \u201eBeliehene\u201c hoheitliche Aufgaben und d\u00fcrfen daher beim Transport Ermessenentscheidungen treffen. Fachleute sehen hierin grunds\u00e4tzlich die Chance, den b\u00fcrokratischen Aufwand deutlich zu reduzieren. IHK-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Hans-Peter Langer zeigte allerdings auch Schw\u00e4chen des Verordnungsentwurfs auf. So sei das Anforderungsprofil an die k\u00fcnftigen \u201eBeliehenen\u201c \u00e4u\u00dferst umfangreich und nur schwer zu erf\u00fcllen. \u201eBei der Umsetzung auf Landesebene muss zudem akribisch darauf geachtet werden, dass die Vorgaben der L\u00e4nder m\u00f6glichst wenig voneinander abweichen. Schwertransporte bleiben ja nicht an Landesgrenzen stehen.\u201c<\/p>\n<p>Info: <a href=\"https:\/\/www.ihk-siegen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IHK Siegen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wichtig f\u00fcr eine erfolgreiche Logistik sind optimale Abl\u00e4ufe an den Laderampen. Hierzu braucht es eine bestm\u00f6gliche Koordination der Be- und Entladeprozesse. 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