{"id":25135,"date":"2021-09-03T08:17:29","date_gmt":"2021-09-03T06:17:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=25135"},"modified":"2021-09-03T08:17:29","modified_gmt":"2021-09-03T06:17:29","slug":"3g-oder-2g-das-ist-hier-die-frage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/3g-oder-2g-das-ist-hier-die-frage\/","title":{"rendered":"3G oder 2G &#8211; das ist hier die Frage"},"content":{"rendered":"<p>3G oder 2G, das wird derzeit heftig diskutiert, auch in der Wirtschaft. Und dabei geht es nicht um einen Mobilfunkstandard, sondern um die R\u00fccknahme von Einschr\u00e4nkungen im Rahmen der Corona-Pandemiebek\u00e4mpfung. Wer darf was, wieviel und wo? 3G bedeutet hierbei: geimpft, genesen oder negativ getestet. 2G beschr\u00e4nkt sich auf geimpft und genesen. W\u00e4hrend Bayern seine Corona-Strategie komplett auf 3G umgestellt hat, empfiehlt Hamburg beispielsweise der Gastronomie die 2G-Regel, also den Zugang nur noch f\u00fcr Geimpfte oder Genesene.<\/p>\n<p>Da inzwischen jeder, der sich in Deutschland gegen das Corona-Virus impfen lassen m\u00f6chte, dies auch tun kann, ist eine dauerhafte Einschr\u00e4nkung der Grundrechte f\u00fcr alle B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger kaum mehr aufrecht zu erhalten. Die 3G-Regel wird bereits in vielen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen angewandt. Bei der 2G-Regel m\u00fcssten Ungeimpfte und negativ Getestete deutlich mehr Einschr\u00e4nkungen in Kauf nehmen.<\/p>\n<p>NRW-Arbeitgeberpr\u00e4sident Arndt G. Kirchhoff \u00e4u\u00dferte sich dazu k\u00fcrzlich in einem Interview im K\u00f6lner Stadt-Anzeiger wie folgt: \u201eRechtlich k\u00f6nnen wir als Unternehmen niemanden zwingen. Wir empfehlen aber allen Besch\u00e4ftigten dringend, sich impfen zu lassen. Wir haben als Arbeitgeberverb\u00e4nde mit den Gewerkschaften einen gemeinsamen Appell an alle Mitarbeiter gerichtet. Ich bin auch \u00fcberzeugt, dass sich das 2G-Prinzip in vielen Bereichen des t\u00e4glichen Lebens durchsetzen wird. Wer sich nicht impfen lassen will, wird auf Dauer Einschr\u00e4nkungen in Kauf nehmen m\u00fcssen, auch am Arbeitsplatz. Klar ist, dass die Impfverweigerung Einzelner nicht zum Schaden von Kollegen, Arbeitgebern und Kunden sein darf.\u201c<\/p>\n<p>Und wie sehen das die Mitglieder der Arbeitgeberverb\u00e4nde Siegen-Wittgenstein? In einer Schnellumfrage haben sich 57 Prozent der Befragten, die an der Umfrage teilgenommen haben, der Meinung von Arndt G. Kirchhoff angeschlossen und bef\u00fcrworten eine 2G-Regelung. F\u00fcr rund 40 Prozent w\u00e4re die 3G-Regelung die richtige Vorgehensweise im weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie. Es gab dabei auch kritische Stimmen, die darauf hinwiesen, dass sich ja nicht jeder impfen lassen kann. Eine Spaltung der Gesellschaft durch eine 2G-Regelung wurde ebenfalls bef\u00fcrchtet. Auf der anderen Seite w\u00e4re 2G eine Erleichterung f\u00fcr die Belegschaft und die Vorgesetzten, so eine weitere Meinung.<\/p>\n<p>Dass es nach wie vor an klaren und eindeutigen Regelungen mangelt, macht folgende Stellungnahme deutlich: \u201eAls Arbeitgeberin w\u00fcnsche ich mir klare Vorgaben. Mir fehlen die Kontrollm\u00f6glichkeiten \u2013 ich bin komplett abh\u00e4ngig von der Offenheit der Mitarbeiter. Ich muss Test anbieten \u2013 darf aber nicht kontrollieren. Ich w\u00fcnsche mir f\u00fcr die Betriebsst\u00e4tten die M\u00f6glichkeit offizielle Test in Verbindung mit testiertem Negativ Nachweis ab zu verlangen. Besser w\u00e4re es sicherlich, wenn es eine Impfpflicht gibt, wie sie es auch f\u00fcr Masern gibt. Die vagen derzeitigen Regelungen gehen zu Lasten von Eltern, insbesondere M\u00fcttern, des Betriebsklimas und der Arbeitgeber.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>3G oder 2G, das wird derzeit heftig diskutiert, auch in der Wirtschaft. 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