{"id":25013,"date":"2021-08-25T15:41:09","date_gmt":"2021-08-25T13:41:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=25013"},"modified":"2021-08-25T15:41:47","modified_gmt":"2021-08-25T13:41:47","slug":"schlafwagentempo-reicht-nicht-ausbau-der-ruhr-sieg-strecke-thema-in-ihk-verkehrsausschuss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/schlafwagentempo-reicht-nicht-ausbau-der-ruhr-sieg-strecke-thema-in-ihk-verkehrsausschuss\/","title":{"rendered":"Ausbau der Ruhr-Sieg-Strecke Thema in IHK-Verkehrsausschuss"},"content":{"rendered":"<p>\u201eJede Woche, die ungenutzt verstreicht, vergr\u00f6\u00dfert den wirtschaftlichen Schaden. Der Wiederaufbau muss schnell und unb\u00fcrokratisch kommen.\u201c Walter Viegener (Viega Holding GmbH &amp; Co. KG), Vorsitzender des Industrie- und Verkehrsausschusses der IHK Siegen, lie\u00df in der j\u00fcngsten Sitzung des Gremiums keinen Zweifel am bestehenden Zeitdruck bei der Behebung der Flutsch\u00e4den an den Verkehrswegen in NRW und Rheinland-Pfalz.<\/p>\n<p>Zuvor hatte Ludger Siebert, Leiter der Regionalniederlassung S\u00fcdwestfalen von Stra\u00dfen.NRW, einen \u00dcberblick \u00fcber die Sch\u00e4den und den Stand der Arbeiten am Stra\u00dfennetz in S\u00fcdwestfalen und NRW gegeben. Demnach waren mehr als 70 Stellen vom Starkregen betroffen. Es sei unmittelbar nach dem Wetterereignis eine umfassende Bauwerkspr\u00fcfung durchgef\u00fchrt worden, um ein genaues Bild \u00fcber das Ausma\u00df der Sch\u00e4den zu ermitteln. \u201eAlleine im Zust\u00e4ndigkeitsbereich der Regionalniederlassung S\u00fcdwestfalen mussten 35 Vollsperrungen eingerichtet werden, von denen mittlerweile 28 wieder aufgehoben werden konnten. Bis Ende September werden voraussichtlich bis auf drei auch die restlichen Vollsperrungen der Vergangenheit angeh\u00f6ren\u201c, machte Ludger Siebert den Ausschussmitgliedern Mut.<\/p>\n<p>Landesweit waren es mehr als 300 Stellen im Stra\u00dfenverkehrsnetz mit Sch\u00e4den. Besonders dramatisch sei es dort, wo die Flut ganze Br\u00fccken mitgerissen h\u00e4tte, die nun wieder neu aufzubauen seien. \u201ePrognosen f\u00fcr den Zeitpunkt der Wiederherstellung sind verl\u00e4sslich erst nach weiteren Pr\u00fcfungen von Strecken und Bauwerken m\u00f6glich. Aber: Es wird nach und nach immer mehr Durchfahrtsm\u00f6glichkeiten geben.\u201c Von gro\u00dfem Vorteil sei gewesen, dass das Verkehrs- und das Umweltministerium mit einem gemeinsamen Runderlass schnell geeignete rechtliche Voraussetzungen daf\u00fcr geschaffen h\u00e4tten, dass keine Zeit verloren ging. Auch vergaberechtliche Vereinfachungen h\u00e4tten sich positiv ausgewirkt, betonte Ludger Siebert.<\/p>\n<p>Problematisch ist die Lage nach wie vor beim Schienenverkehr. Alleine sieben Strecken des Regionalverkehrs seien durch die Wassermassen so stark zerst\u00f6rt worden, dass sie durch die Deutsche Bahn saniert oder neu gebaut werden m\u00fcssten, berichtete IHK-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Hans-Peter Langer: \u201eEtliche Br\u00fccken, Oberleitungsmasten und Stellwerke sind zerst\u00f6rt oder stark besch\u00e4digt worden. F\u00fcr letztere ist es dem Vernehmen nach nicht einfach, Ersatzkomponenten zu beschaffen. Es handelt sich um spezielle Technik. Das betrifft leider auch die Ruhr-Sieg-Strecke zwischen Hagen und Werdohl und das Stellwerk in Hohenlimburg.\u201c Zwischen dem Hagener Hauptbahnhof und Werdohl waren die Gleise in erheblichem Ma\u00dfe \u00fcber- und untersp\u00fclt worden.<\/p>\n<p>Die Deutsche Bahn lie\u00df zur Sitzung mitteilen, dass der Zugverkehr voraussichtlich erst zum Fahrplanwechsel im Dezember wieder aufgenommen werde. Zu sp\u00e4t, fand Ausschussvorsitzender Walter Viegener. Die Folgen der Katastrophe bek\u00e4me auch die heimische Industrie zu sp\u00fcren, vor allem in Form von Lieferproblemen. Es m\u00fcsse alles daf\u00fcr getan werden, dass diese Schienenverbindung so schnell wie m\u00f6glich wieder funktioniert, betonte der IHK-Vizepr\u00e4sident: \u201eHier hei\u00dft es jetzt: \u201aDampf machen!\u2018 Je fr\u00fcher die Strecke wieder durchg\u00e4ngig befahrbar wird, desto geringer werden am Ende die volkswirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Sch\u00e4den sein. Jeder Tag hilft!\u201c<\/p>\n<p>Walter Viegener erinnerte an den geplanten Ausbau der Ruhr-Sieg-Strecke f\u00fcr den G\u00fcterverkehr, der l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig sei. Wenn mehr G\u00fcter \u00fcber die Schiene transportiert werden sollen, m\u00fcsse hierf\u00fcr auch die M\u00f6glichkeit geschaffen werden. Der Ausbau der Strecke zwischen Hagen und Siegen werde politisch seit langem gefordert. Getan habe sich bislang nur wenig. Aus dem Bundesministerium f\u00fcr Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) war zu erfahren, dass derzeit die Vorplanungen f\u00fcr die umfangreichen Ausbauma\u00dfnahmen auf der Ruhr-Sieg-Strecke durchgef\u00fchrt werden und diese im kommenden Jahr abgeschlossen w\u00fcrden. Auch hier dr\u00e4ngt der Ausschuss auf mehr Tempo. Walter Viegener: \u201eIm Schlafwagentempo verpassen wir den Anschluss!\u201c<\/p>\n<p>Weitere Themen im Industrie- und Verkehrsausschuss waren unter anderem die digitale Erfassung von Baustellen zur besseren Koordinierung und die Route 57.<\/p>\n<p>Text und Foto: <a href=\"https:\/\/www.ihk-siegen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IHK Siegen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eJede Woche, die ungenutzt verstreicht, vergr\u00f6\u00dfert den wirtschaftlichen Schaden. Der Wiederaufbau muss schnell und unb\u00fcrokratisch kommen.\u201c Walter Viegener (Viega Holding GmbH &amp; Co. 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