{"id":24813,"date":"2021-08-16T16:14:39","date_gmt":"2021-08-16T14:14:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=24813"},"modified":"2021-08-16T16:14:39","modified_gmt":"2021-08-16T14:14:39","slug":"volksbank-nach-bundlaender-gipfel-politik-darf-sorgen-des-mittelstands-nicht-aus-dem-blickwinkel-verlieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/volksbank-nach-bundlaender-gipfel-politik-darf-sorgen-des-mittelstands-nicht-aus-dem-blickwinkel-verlieren\/","title":{"rendered":"Volksbank nach Bund\/L\u00e4nder-Gipfel: Politik darf Sorgen des Mittelstands nicht aus dem Blickwinkel verlieren"},"content":{"rendered":"<div class=\"module module-headline-with-media ym-clearfix\">\n<div class=\"text\">\n<p>Die Volksbank in S\u00fcdwestfalen begr\u00fc\u00dft die Verl\u00e4ngerung der Corona-Wirtschaftshilfen bis zum Jahresende 2021. Auch der erleichterte Zugang zum Kurzarbeitergeld m\u00fcsse nun verl\u00e4ngert werden, fordert Firmenkundenvorstand Roland Krebs. Den Mittelstand plagen aber l\u00e4ngst nicht nur die Sorgen um das Corona-Virus.<\/p>\n<p>Die Corona-Wirtschaftshilfen werden um drei Monate bis zum Jahresende 2021 verl\u00e4ngert \u2013 so lautet der j\u00fcngste Beschluss der Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz zum Coronagipfel. F\u00fcr Volksbank-Vorstand Roland Krebs sollte das nur der Anfang sein: \u201eDie Verl\u00e4ngerung etwa der \u00dcberbr\u00fcckungshilfen f\u00fcr den Mittelstand ist richtig und wichtig, damit besonders stark von der Pandemie getroffene Unternehmen Planungssicherheit haben. Jetzt sollte der Bund nachziehen und auch den erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld verl\u00e4ngern.\u201c Insgesamt war die Stimmung in den Unternehmen zuletzt eingetr\u00fcbt. Im Juli war der Ifo-Gesch\u00e4ftsklimaindex gesunken. Die Gr\u00fcnde: Die befragten Unternehmen plagten Sorgen vor der Ausbreitung der Deltavirus-Variante und Lieferengp\u00e4sse. \u201eF\u00fcr die wirtschaftliche Erholung bleibt das Impfen der zentrale Schl\u00fcssel. Aber auch dar\u00fcber hinaus darf die Politik die Sorgen des Mittelstandes nicht aus dem Blickwinkel verlieren\u201c, fordert deshalb Firmenkundenvorstand Krebs.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Denn laut einer repr\u00e4sentativen Umfrage von DZ BANK und dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) unter 1.000 mittelst\u00e4ndischen Unternehmen bereiteten den Firmenkunden aktuell vor allem die stark gestiegenen Rohstoff- und Materialkosten Kopfzerbrechen. Mit rund 60 Prozent der Befragten identifizieren so viele wie nie zuvor Rohstoff- und Materialkosten als akutes Problem f\u00fcr ihr Gesch\u00e4ft. Auch die steigenden Energiekosten beobachten mehr als die H\u00e4lfte der Mittelst\u00e4ndler mit Sorge. Das betrifft insbesondere die Ern\u00e4hrungs-, Agrar- und Chemiebranche. \u201eDie coronabedingte Schlie\u00dfung chinesischer Frachth\u00e4fen, wie etwa in Shenzhen, hat den weltweiten Warenverkehr bis hin nach S\u00fcdwestfalen negativ beeintr\u00e4chtigt\u201c, erkl\u00e4rt Roland Krebs. \u201eUnsere Firmenkunden sind sehr besorgt, denn neben dem Chipmangel in der Elektronik sind die Preise f\u00fcr G\u00fcter wie Container, Paletten, Kunststoffe bis hin zu Pappkartons nahezu explodiert\u201c, so Krebs. Laut statistischem Bundesamt sind die Verkaufspreise im Gro\u00dfhandel im Juli 2021 um 11,3 Prozent gegen\u00fcber Juli 2020 gestiegen. \u201eEine h\u00f6here Vorjahresver\u00e4nderung hat es laut Statistik zuletzt im Oktober 1974 im Rahmen der ersten \u00d6lkrise gegeben, das veranschaulicht die drastische Entwicklung\u201c, sagt Roland Krebs. Die hohen Einkaufskosten bleiben nicht ohne Folgen f\u00fcr die Absatzpreise der Unternehmen. In den kommenden Monaten wollen laut Umfrage von DZ BANK und BVR knapp 36 Prozent der Befragten ihre Preise erh\u00f6hen. Im Herbst war das lediglich bei jedem F\u00fcnften der Fall. Nur 6 Prozent rechnen aktuell hingegen mit Preissenkungen \u2013 davon waren vor sechs Monaten noch mehr als 11 Prozent ausgegangen.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die Personalplanung der Unternehmen scheint die Pandemie bereits ad acta gelegt. Die Firmen zeigen sich heute sogar offener f\u00fcr Neueinstellungen als vor der Pandemie. Roland Krebs: \u201eHier zeigt sich die Wirksamkeit des Instruments Kurzarbeitergeld in der Pandemie.\u201c Aktuell plant wieder mehr als jedes vierte Unternehmen, in den n\u00e4chsten sechs Monaten neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzustellen. Ein starker Anstieg: Im Herbst 2020 hatten lediglich 17 Prozent der Mittelst\u00e4ndler solche Pl\u00e4ne. Insbesondere in der sich positiv entwickelnden Elektroindustrie sind die Jobaussichten gut: Rund 44 Prozent wollen dort ihren Personalbestand aufstocken \u2013 doppelt so viele als noch vor 6 Monaten. Abgesehen davon r\u00fccken die altbekannten Sorgen verst\u00e4rkt in den Fokus: Die Probleme mit B\u00fcrokratie sind gr\u00f6\u00dfer denn je. Sie betreffen mittlerweile 80 Prozent der Firmen \u2013 ein neues Allzeit-Hoch. Firmenkundenvorstand Roland Krebs: \u201eWir mahnen: die nun sichtbaren Wachstumsimpulse f\u00fcr den Mittelstand d\u00fcrfen nicht von \u00fcberbordender B\u00fcrokratie gehemmt werden.\u201c Das wiederaufflammende Problem des Fachkr\u00e4ftemangels besch\u00e4ftigt 73 Prozent der Befragten, mehr als die Auswirkungen der Pandemie.<\/p>\n<div class=\"module module-text-with-media ym-clearfix\">\n<div class=\"text\">\n<p><strong>Investitionsbereitschaft steigt: Mehr Unternehmen wollen mehr Gelder aufwenden<\/strong><\/p>\n<p>Auch die Investitionsneigung nimmt zu. 77 Prozent der Befragten wollen in den n\u00e4chsten sechs Monaten Geld f\u00fcr Zukunftsprojekte in die Hand nehmen \u2013 das ist mehr als Vorkrisenniveau. Im Herbst kam das f\u00fcr weniger als 69 Prozent der Firmen in Frage, was im sonst investitionsfreudigen Mittelstand einem Zehn-Jahres-Tief entsprach. Erh\u00f6ht hat sich sowohl der Anteil derjenigen Unternehmen, die generell Investitionen planen, als auch das geplante Investitionsvolumen. Im Herbst wollten nur 22 Prozent der Befragten ihre Investitionsvolumina erh\u00f6hen, mittlerweile tut dies wieder bereits jeder Dritte. Besonders die Mittelst\u00e4ndler aus den gro\u00dfen Industriebranchen wollen dabei mehr Gelder flie\u00dfen lassen.<\/p>\n<p>Die gute Auftragslage wirkt sich auf die Gesch\u00e4ftserwartungen aus, die sich zum zweiten Mal in Folge merklich verbessert haben. Der Saldo aus positiven und negativen Einsch\u00e4tzungen liegt bei 22,5 Punkten und damit nicht nur sehr deutlich \u00fcber Vorkrisenniveau, sondern auch \u00fcber dem langj\u00e4hrigen Mittel. Die aktuelle Gesch\u00e4ftslage bewerten inzwischen schon wieder drei von vier Mittelst\u00e4ndlern mit &#8222;gut&#8220; oder sogar &#8222;sehr gut&#8220;.<\/p>\n<p><strong>\u00dcber die Studie &#8222;Mittelstand im Mittelpunkt&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Die Daten f\u00fcr die VR Mittelstandsumfrage wurden im Rahmen von Telefon- und Onlineinterviews erhoben. Die Stichprobe von 1.000 Unternehmen ist repr\u00e4sentativ; befragt wurden Inhaber und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer mittelst\u00e4ndischer Unternehmen in Deutschland.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Text und Foto: <a href=\"http:\/\/www.vbinswf.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Volksbank in S\u00fcdwestfalen eG<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Volksbank in S\u00fcdwestfalen begr\u00fc\u00dft die Verl\u00e4ngerung der Corona-Wirtschaftshilfen bis zum Jahresende 2021. 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