{"id":23419,"date":"2021-05-04T10:02:48","date_gmt":"2021-05-04T08:02:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=23419"},"modified":"2021-05-04T10:03:43","modified_gmt":"2021-05-04T08:03:43","slug":"nicht-die-geschwindigkeit-entscheidet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/nicht-die-geschwindigkeit-entscheidet\/","title":{"rendered":"&#8222;Nicht die Geschwindigkeit entscheidet&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"Default\">Seit nunmehr 25 Jahren wird in der Medizin verst\u00e4rkt versucht, besonders schonende Untersuchungs- und Behand\u00adlungsmethoden zu kombinieren. Diese als \u201eMinimal-Invasive\u201c- und \u201eEnhanced Recovery\u201c-Eingriffe bezeichneten Verfahren ver\u00adsuchten jedoch meist nur, einzelne ausge\u00adw\u00e4hlte Parameter zu verbessern. Bei \u201eRapid Recovery\u201c- oder \u201eFast Track\u201c-Operationen, die vollumf\u00e4nglich eigentlich nur bei Maximalversorgern der Endoprothetik geleistet werden k\u00f6nnen, steht nun der Patient als aktiver Partner im Behandlungsprozess im Fokus. Mit diesem Programm werden alle verschiedenen Behandlungss\u00e4ulen bei einer Therapie so geb\u00fcndelt, dass sich da\u00adraus bestm\u00f6gliche Synergieeffekte ergeben.<\/p>\n<p class=\"Default\">\u201eNicht das \u201aFast\u2018, also die Schnelligkeit beziehungsweise die Dauer der Behandlung, sondern die Qualit\u00e4t der Behandlung ist entscheidend\u201c, sagt Chefarzt Dr. Alois Franz, der dem \u00fcberregionalen Gelenkzentrum der Maximalversorgung im St. Marien-Krankenhaus Siegen vorsteht; sein Zentrum ist als einziges der Region von Fachgesellschaften der h\u00f6chsten Versorgungsstufe, der Maximalversorgung, zugeordnet worden. Auch die L\u00e4nge der Rehabilitationsbehandlung sei nicht gleichzusetzen mit der Qualit\u00e4t der Reha\u00adbilitation der Patienten.<\/p>\n<p class=\"Default\">\u201eTats\u00e4chlich lassen sich we\u00adsentliche Teile eines Konzepts wie Rapid Recovery sehr gut in einem Zentrum ver\u00adwirklichen, welches von der Diagnostik \u00fcber Vorgespr\u00e4ch, Eingriff und Nach\u00adbehandlung den Patienten aus einer Hand betreut. So kann eine zeitnahe und enge Abstimmung der behandeln\u00adden Fachbereiche auch wirklich erfolgen\u201c, so der Chefarzt weiter. Die Umsetzung von Rapid Recovery er\u00adfordert, dass ein erfahrenes und speziell geschultes interdisziplin\u00e4res Behand\u00adlungsteam nach standardisierten medi\u00adzinischen, pflegerischen und physiothe\u00adrapeutischen Abl\u00e4ufen arbeitet. Dazu geh\u00f6ren neben einem effektiven Schmerz- und Wundmanage\u00adment auch spezielle evidenzbasierte Be\u00adhandlungs- und Mobilisierungskonzepte. \u201eUnsere Arthrose-Patienten verlassen das Gelenkzentrum erst, wenn sie die gemeinschaftlich festgeleg\u00adten interdisziplin\u00e4ren Entlassungskriteri\u00aden erf\u00fcllen, was bei einzelnen Patienten bereits nach 4-5 Tagen m\u00f6glich ist. Daneben ist uns die Abstimmung mit den niedergelassenen weiterbehandelnden Kollegen sehr wich\u00adtig\u201c, so Gelenkspezialist Dr. Alois Franz.<\/p>\n<p>Der Eingriff selbst wird neben einer systemisch, schonenden Narkose kombiniert mit einer\u00a0 Infiltrations\u00adan\u00e4sthesie direkt am Ort ihrer Schmerzentstehung \u2013 also dort, wo Schnitte und Operations\u00adwunden vorliegen. Der Vorteil gegen\u00fcber einer sonst durchgef\u00fchrten Standardmethode besteht darin, dass der Patient die volle motorische Kontrolle \u00fcber seine Muskulatur beh\u00e4lt. So wird eine maximale \u00a0Schmerzreduktion erreicht; gleichzeitig kann dennoch noch am Operationstag mit der Mobilisierung begonnen werden und sogar das Bein voll belas\u00adtet werden. In der Regel k\u00f6nnen dabei \u00a0die \u00fcblichen systemischen \u00a0Schmerzmittel. erheblich reduziert werden und damit auch die dadurch verbundenen Nebenwirkungen. Entscheidend ist dann, dass der Patient aktiv an seiner Genesung mitarbeiten kann. \u201eWir entlassen ihn also nicht nur mit guten Ratschl\u00e4gen nach Hause. Er ist auch anschlie\u00dfend \u00fcber unser spezialisiertes Programm mit uns in Kontakt\u201c, erkl\u00e4rt der Orthop\u00e4de. Das Ergebnis dieses Patienten orientierten Behandlungsprogramm ist \u00a0nicht nur technisch hochwertige innovative \u201eKunstgelenke\u201c einzusetzen sondern insbesondere \u00a0eine hohe Zufriedenheit der Gelenkersatzpatienten zu erreichen.<\/p>\n<p><strong>Interaktiver Informationsabend<\/strong><\/p>\n<p>Zu \u201eRapid Recovery\u201c \u00fcber den gesamten Themenkomplex \u201eArthrose\u201c bietet das Gelenkzentrum im St. Marien-Krankenhaus Siegen am 17. Mai um 18 Uhr einen digitalen Informationsabend \u00fcber marien-kliniken.de, an dem live Fragen gestellt und beantwortet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bild und Info: <a href=\"https:\/\/www.mariengesellschaft.de\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">St. Marien-Krankenhaus Siegen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit nunmehr 25 Jahren wird in der Medizin verst\u00e4rkt versucht, besonders schonende Untersuchungs- und Behand\u00adlungsmethoden zu kombinieren. 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