{"id":23415,"date":"2021-05-03T14:14:31","date_gmt":"2021-05-03T12:14:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=23415"},"modified":"2021-05-04T08:04:08","modified_gmt":"2021-05-04T06:04:08","slug":"agiles-projektmanagement-fuer-einsteiger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/agiles-projektmanagement-fuer-einsteiger\/","title":{"rendered":"Agiles Projektmanagement f\u00fcr Einsteiger"},"content":{"rendered":"<p>Viele Arbeitnehmende im Home Office kennen das zurzeit: Das zehnte Online-Meeting die Woche, das viel l\u00e4nger dauert, als geplant. Elemente aus dem agilen Projektmanagement k\u00f6nnen dabei helfen, virtuelle Treffen effektiver zu gestalten. Denn eine agile Vorgehensweise f\u00f6rdert stark das Selbstmanagement. Im agilen Projektmanagement ist es ein ganz wesentlicher Bestandteil, dass sich das Team selbst organisiert.<\/p>\n<p>\u201eDie ein oder andere Methode davon kann man auch sehr gut nutzen, wenn man im Home Office ist, um seinen Tagesablauf ein bisschen besser zu strukturieren und die Remote-Teamarbeit zu verbessern\u201c, erkl\u00e4rt Juliana Kleffner. Sie ist im Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Siegen zusammen mit ihrer Kollegin Dr. Irene Teich f\u00fcr agiles Projektmanagement zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Ein hilfreiches Element kann zum Beispiel ein t\u00e4gliches Meeting sein, das sehr kurz gehalten wird. \u201eDieses Meeting dauert immer nur 15 Minuten und jeder sollte nur das sagen, was auf eine DIN A 6 Karte passt, damit die Zeit wirklich eingehalten wird\u201c, erkl\u00e4rt Irene Teich.<\/p>\n<p>Zur besseren Strukturierung eines solchen Meetings beantwortet jeder Teilnehmende kurz die drei Fragen: Was habe ich gestern gemacht? Was nehme ich mir heute vor? Wo gab es Hindernisse? \u201eUnd so werden alle im Team auf einen gemeinsamen Wissenstand gehoben. Fragen oder Probleme werden nach dem Meeting gekl\u00e4rt und nur mit den Leuten, die es direkt betrifft\u201c, erkl\u00e4rt Juliana Kleffner.<\/p>\n<p>Irene Teich empfiehlt f\u00fcr die Arbeit im Home Office au\u00dferdem noch das Time-Boxing. Dabei geht es darum, bestimmte Zeiten am Tag f\u00fcr festgelegte T\u00e4tigkeiten zu reservieren und zeitlich zu begrenzen. \u201eUnd in dieser halben Stunde dann das Mail-Programm auszuschalten und sich wirklich nur darauf zu konzentrieren\u201c, sagt sie.<\/p>\n<p>Das t\u00e4gliche Meeting und das Time-Boxing sind agile Techniken, die auch in Scrum Anwendung finden. Scrum ist eines der bekanntesten Rahmenwerke im agilen Projektmanagement. Urspr\u00fcnglich kommt es aus der Software-Industrie. Ein Projektteam in Scrum besteht aus maximal zehn Teilnehmenden. \u201eDen klassischen Projektleiter gibt es dabei nicht\u201c, erkl\u00e4rt Juliana Kleffner.<\/p>\n<p>Ein Entwicklungszyklus in Scrum dauert in der Regel maximal vier Wochen, in denen immer ein Teilziel erreicht werden soll. Der Unterschied zu klassischem Projektmanagement liegt darin, dass es so viel besser m\u00f6glich ist, die Anforderungen dynamisch zu \u00e4ndern. \u201eBeim klassischen Projektmanagement plane ich vorher alles bis ins Detail durch, schreibe ein Lastenheft, wo alles genau drin steht was gemacht werden muss und dann wird das abgearbeitet\u201c, erkl\u00e4rt Irene Teich. Beim agilen Projektmanagement kann das Team zwischendurch immer wieder neue Erkenntnisse in die Planung mit einflie\u00dfen lassen und die Anforderungen anpassen.<\/p>\n<p>In mehreren Projekten haben Irene Teich und Juliana Kleffner sowohl Scrum, als auch einzelne agile Elemente schon bei kleinen und mittleren Unternehmen eingesetzt. Ein Unternehmen aus der Baubranche wollte zum Beispiel mehrere agile Techniken f\u00fcr sich nutzen. \u201eVorher gab es ganz gro\u00dfe Kommunikationsprobleme zwischen den Mitarbeitenden, die auf die Baustelle gefahren sind und den F\u00fchrungskr\u00e4ften, weil sie zu wenig von der Arbeit der anderen wussten. Jetzt treffen sich alle jeden Montag in der Zentrale zu einem Meeting. Dann wissen alle Bescheid, wer wo arbeitet und die F\u00fchrungskr\u00e4fte haben einen guten \u00dcberblick\u201c, erkl\u00e4rt Irene Teich. Das Unternehmen konnte dadurch sogar Geld einsparen, weil die Baustellen-Teams jetzt wissen, bei welchem anderen Projekt sie helfen k\u00f6nnen, wenn ihre Baustelle gerade stillsteht.<\/p>\n<p><a name=\"_GoBack\"><\/a> W\u00e4hrend der Corona-Pandemie zeigt sich im Kompetenzzentrum eine verst\u00e4rkte Nachfrage nach agilem Projektmanagement. Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind sicherlich, dass die Pandemie noch einmal gezeigt hat, wie wichtig Agilit\u00e4t in unsicheren und unbest\u00e4ndigen Zeiten ist. Gerade im Homeoffice bekommen Themen wie Kommunikation und Selbstmanagement eine ganz neue Bedeutung. Wer agiles Projektmanagement kennen lernen will, kann verschiedene kostenfreie Schulungsmodule des Kompetenzzentrums dazu besuchen. Es gibt Online-Seminare f\u00fcr Einsteiger und eine mehrt\u00e4gige Seminarreihe speziell zum Thema Scrum. \u201eAgiles Projektmanagement ist keine Wunderpille und damit l\u00f6st man auch nicht alle Probleme. Es kann aber eine tolle Unterst\u00fctzung sein\u201c, erkl\u00e4rt Juliana Kleffner.<\/p>\n<p>Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Kompetenzzentrums: <span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/kompetenzzentrum-siegen.digital\/agiles-projektmanagement\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/kompetenzzentrum-siegen.digital\/agiles-projektmanagement\/<\/a><\/u><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Arbeitnehmende im Home Office kennen das zurzeit: Das zehnte Online-Meeting die Woche, das viel l\u00e4nger dauert, als geplant. 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