{"id":2333,"date":"2015-02-10T09:51:39","date_gmt":"2015-02-10T08:51:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=2333"},"modified":"2015-02-10T09:52:37","modified_gmt":"2015-02-10T08:52:37","slug":"heimische-wirtschaft-geht-gedaempft-positiv-ins-neue-jahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/heimische-wirtschaft-geht-gedaempft-positiv-ins-neue-jahr\/","title":{"rendered":"Heimische Wirtschaft geht ged\u00e4mpft positiv ins neue Jahr"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_2334\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/015-15-Konjunktur-Industrie.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2334\" class=\"size-medium wp-image-2334\" src=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/015-15-Konjunktur-Industrie-300x210.jpg\" alt=\"In der regionalen Wirtschaft herrscht zu Jahresbeginn ein besseres Klima als noch im vergangenen Herbst. (Foto: IHK)\" width=\"300\" height=\"210\" srcset=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/015-15-Konjunktur-Industrie-300x210.jpg 300w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/015-15-Konjunktur-Industrie.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2334\" class=\"wp-caption-text\">In der regionalen Wirtschaft herrscht zu Jahresbeginn ein besseres Klima als noch im vergangenen Herbst. (Foto: IHK)<\/p><\/div>\n<p>\u201eDie Lage ist unver\u00e4ndert, die Erwartungen werden besser und der Konjunkturklimaindex steigt, wenn auch nicht kr\u00e4ftig. Das Gesamtbild hellt sich also leicht auf. Allerdings erzeugen die vielf\u00e4ltigen internationalen Krisen und Kriege enorme Unsicherheiten, die auch durch den schwachen Au\u00dfenwert des Euros nicht ausgeglichen werden.\u201c Mit diesen Worten fasste IHK-Pr\u00e4sident Felix G. Hensel die Ergebnisse der neuesten Konjunkturumfrage zusammen, die das aktuelle Stimmungsbild von rund 500 Unternehmen aus Siegen-Wittgenstein und Olpe einf\u00e4ngt. In der regionalen Wirtschaft herrscht zu Jahresbeginn ein besseres Klima als noch im vergangenen Herbst. Die Zuversicht w\u00e4chst offenbar wieder. Nachdem die Erwartungen Ende des vergangenen Jahres deutlich abgesackt waren, setzt nun wieder fast ein Viertel der Betriebe auf einen besseren Verlauf. Im September 2014 meinten das nur 20 Prozent. Zudem ist der Anteil der Pessimisten von 22 Prozent auf 17 Prozent gesunken. Felix G. Hensel: \u201eDie aktuelle Lage wird fast genauso gut eingestuft wie zuvor: Knapp ein Drittel der befragten Unternehmen bewertet sie als gut und nur 16 Prozent als schlecht. Auch das macht Mut.\u201c<\/p>\n<p>Im Ergebnis steigt der regionale Konjunkturklimaindex, als Zusammenfassung von Lagebeurteilung und k\u00fcnftigen Erwartungen, von 106 auf 111 Punkte an. Das Niveau des letzten Hochs vom Januar 2014 mit 122 Punkten wird aber nicht erreicht. IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Klaus Gr\u00e4bener: \u201eEs ist gewisserma\u00dfen ein ,Auf\u2019 ohne richtigen Schwung. Der Kurs stimmt, wenn wir uns auch noch mehr Dynamik gew\u00fcnscht h\u00e4tten. Immerhin: Zu Jahresbeginn f\u00e4llt die Stimmung in fast allen Wirtschaftszweigen etwas freundlicher aus. Die einzige Ausnahme bildet der regionale Einzelhandel.\u201c Dieser habe sich mehr vom Weihnachtsgesch\u00e4ft erhofft. Bei den hiesigen Einzelh\u00e4ndlern herrsche Skepsis, ob der zus\u00e4tzliche finanzielle Spielraum durch steigende L\u00f6hne und gesunkene Benzinpreise bei ihnen in den n\u00e4chsten Monaten tats\u00e4chlich ankomme.<\/p>\n<p>Die Industrie setzt trotz schwieriger internationaler Bedingungen in naher Zukunft vor allem wieder auf eine Besserung der Exportgesch\u00e4fte. Hierbei hilft in etlichen Sparten der aktuell geringe Au\u00dfenwert des Euros, allerdings nicht in allen. Obwohl sich die Erwartungen der Unternehmen insgesamt verbessern, bestehen nach wie vor noch gro\u00dfe Unsicherheiten innerhalb der Wirtschaft. Die anhaltende Investitionszur\u00fcckhaltung im Inland ist Ausdruck dieser Verunsicherung. Felix G. Hensel: \u201eWeniger als ein Viertel der Industriebetriebe m\u00f6chte mehr investieren als zuvor. Im Herbst sagten das noch 26 Prozent. Diese Investitionsbremse muss sich lockern, damit die Konjunktur besser durchstarten kann.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr die Industrie gibt es weitere Wermutstropfen: Zwar werden die Inlands- und Auslandsorders besser beurteilt als im Herbst, die Einsch\u00e4tzungen bleiben im Saldo aber negativ. Besonders die Inlandsnachfrage wird noch zu schwach eingestuft. Auch der Export f\u00e4llt bisher als nachhaltiger Konjunkturmotor noch zu gering aus. Besonders die Betriebe der Metallerzeugung melden zu geringe Auftragseing\u00e4nge. Ebenso sorgt man sich bei einigen gro\u00dfen Anlagen- und Maschinenbauern, die in der N\u00e4he zur Stahlindustrie Investitionsg\u00fcter produzieren, um Nachfolgeauftr\u00e4ge.<\/p>\n<p>Die ambivalente Situation macht sich auch im regionalen Industrieumsatz bemerkbar: Im vergangenen Jahr ist er zwar insgesamt bis einschlie\u00dflich November 2014 gegen\u00fcber dem Vorjahreszeitraum um 2,3 Prozent gestiegen. Sowohl das Inlandsgesch\u00e4ft (plus 2,8 Prozent) als auch der Export (plus 1,7 Prozent) trugen dazu bei. Allerdings ging der Umsatz in der Metallerzeugung um fast zwei Prozent zur\u00fcck. Zudem verzeichnete der Maschinenbau bis dato nur knapp stagnierende Ums\u00e4tze. Das lag am Exportminus von minus 0,8 Prozent. Von den wichtigsten Industriezweigen registrierten allein die Hersteller von Metallerzeugnissen \u2013 hier \u00fcberwiegen die Autozulieferer \u2013 ein Plus von 6,4 Prozent.<\/p>\n<p>F\u00fcr Unsicherheit bei den Betrieben sorgen weiterhin die Krisen im Nahen Osten, die b\u00fcrgerkriegs\u00e4hnlichen Zust\u00e4nde in der Ukraine sowie die sich hochschaukelnden weltpolitischen Spannungen zwischen Russland und \u201edem Westen\u201c. Zudem w\u00e4chst die Sorge um die W\u00e4hrungsunion wieder. Dies alles schm\u00e4lert das unternehmerische Vertrauen in die weitere Entwicklung. Klaus Gr\u00e4bener: \u201eWenn es in derart vielen L\u00e4ndern wie derzeit brennt, kann uns das nicht kalt lassen. Da macht es geradezu Mut, dass dennoch in allen Wirtschaftszweigen wieder mehr Personal eingestellt werden soll. Mehr als ein F\u00fcnftel aller Betriebe plant f\u00fcr die kommenden Monate einen Besch\u00e4ftigungszuwachs. Nur 10 Prozent bef\u00fcrchten einen Stellenabbau. Jedenfalls befindet sich der regionale Arbeitmarkt in ausgesprochen robuster Verfassung.\u201c<\/p>\n<p>Zu den Ergebnissen im Einzelnen:<\/p>\n<p>In etwa wie im vergangenen Herbst meldet knapp jeder dritte Industriebetrieb eine gute Lage und nur 16 Prozent eine schlechte. Die Firmen verzeichnen weiterhin Produktionsauslastungen auf hohem, wenn auch leicht sinkendem Niveau. Mit den Ertr\u00e4gen sind sie eher unzufrieden. Zwar verzeichnet knapp ein Viertel der Unternehmen Steigerungen, mehr als jedes Vierte verzeichnet jedoch Verschlechterungen. Die Auftragseing\u00e4nge werden besser beurteilt als im September 2014. Viele Unternehmen melden aber auch fallende Tendenzen aus dem In- und Ausland (28 Prozent beziehungsweise 22 Prozent). Unter dem Strich steigt indes die Zuversicht in der Industrie wieder: Fast ein Viertel der Betriebe setzt auf k\u00fcnftige Steigerungen, nur 18 Prozent f\u00fcrchten Einbu\u00dfen.<\/p>\n<p>Mehr als jeder dritte Baubetrieb sch\u00e4tzt die Lage als gut ein, nur zw\u00f6lf Prozent als schlecht. Saisonal bedingt sinken die Produktionsauslastungen zwar gegen\u00fcber Herbst 2014, trotzdem ist mehr als ein Drittel zu \u00fcber 85 Prozent ausgelastet. Im vergangenen Jahr erzielten die regionalen Betriebe bis November ein Umsatzplus von zw\u00f6lf Prozent. Mehr als drei Viertel der Bauunternehmen gehen f\u00fcr die kommenden Monate von einem gleich bleibenden Verlauf aus. Zw\u00f6lf Prozent erwarten sogar bessere Gesch\u00e4fte, genauso viele sind aber auch pessimistisch.<\/p>\n<p>Nur noch 15 Prozent der regionalen Einzelh\u00e4ndler geben eine gute Lage an, 30 Prozent stufen sie indes als \u201eschlecht\u201c ein. In allen Einzelhandelsbranchen \u00fcberwiegen die Negativanteile. Das Weihnachtsgesch\u00e4ft fiel f\u00fcr viele H\u00e4ndler nicht so gut aus wie erhofft. F\u00fcr Winterware war die Witterung zudem eher ung\u00fcnstig. Bis jetzt registrieren die regionalen H\u00e4ndler wenig von der laut GfK gestiegenen Verbraucherlaune. Auch f\u00fcr die nahe Zukunft bleiben sie skeptisch: Nur 16 Prozent der Einzelhandelsbetriebe erwarten Besserungen, ein Viertel ist pessimistisch eingestellt.<\/p>\n<p>Die Stimmung der Gro\u00dfh\u00e4ndlern hat sich aufgehellt: 22 Prozent melden eine gute Lage, nur 13 Prozent eine schlechte (September 2014: 24 Prozent). Sowohl konsum- als auch produktionsnahe Betriebe sch\u00e4tzen ihre Ums\u00e4tze besser ein als im Herbst. Gerade von Letzteren kommen wieder mehr positivere Stimmen. Die Zuversicht der gesamten Branche steigt: Ein Drittel der Gro\u00dfh\u00e4ndler setzt k\u00fcnftig auf bessere Gesch\u00e4fte, nur 13 Prozent bef\u00fcrchten Einbu\u00dfen.<\/p>\n<p>Fast jeder zweite Dienstleister stuft seine Lage als gut ein, nur elf Prozent sagen \u201eschlecht\u201c. Vor allem die unternehmensnahen und die Verkehrsdienstleister gegen positivere Urteile ab als zuvor. \u00dcber die H\u00e4lfte aller Dienstleistungsbetriebe erwarten gleich bleibende Gesch\u00e4fte, 28 Prozent sogar bessere. Nur 15 Prozent sind skeptisch eingestellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDie Lage ist unver\u00e4ndert, die Erwartungen werden besser und der Konjunkturklimaindex steigt, wenn auch nicht kr\u00e4ftig. Das Gesamtbild hellt sich also leicht auf. 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