{"id":23262,"date":"2021-04-21T14:22:02","date_gmt":"2021-04-21T12:22:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=23262"},"modified":"2021-04-21T14:25:46","modified_gmt":"2021-04-21T12:25:46","slug":"exzellente-chirurgie-im-st-marienkrankenhaus-in-siegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/exzellente-chirurgie-im-st-marienkrankenhaus-in-siegen\/","title":{"rendered":"Exzellente Chirurgie im St. Marien-Krankenhaus in Siegen"},"content":{"rendered":"<p>Die Klinik f\u00fcr Allgemein- und Viszeralchirurgie von Chefarzt Prof. Dr. med. Frank Willeke ist erstes Exzellenz-Zentrum in Europa f\u00fcr das Operieren mit abwinkelbaren laparoskopischen Operations-Instrumenten. Leitender Oberarzt Dr. med. Ibrahim Darwich, der diese Technologie in die chirurgische Klinik einf\u00fchrte und bereits eine Reihe von komplexen Eingriffen damit vornahm, leitet das Exzellenz-Zentrum.<\/p>\n<p>Seit September 2020 setzt die Klinik diese neue Generation von Instrumenten bei der sog. Schl\u00fcssellochchirurgie ein; damals wurde in Siegen der weltweit zweite operative Eingriff mit diesem ArtiSential-Verfahren \u00fcberhaupt durchgef\u00fchrt. Die Instrumente greifen die nat\u00fcrlichen Hand-Bewegungen des Operateurs auf und gestatten es ihm, dadurch in Bereiche vorzudringen, die zuvor nur bedingt mit den konventionellen laparoskopischen Instrumenten zu erreichen sind. Sie erm\u00f6glichen dabei eine bisher nur aus der \u201erobotischen&#8220; Chirurgie bekannte Wendigkeit in engen anatomischen K\u00f6rperregionen. Anders als in der Robotik sind \u201eR\u00fcstzeiten\u201c nicht vorhanden, und es kann ein insgesamt breiteres Operationsspektrum erschlossen werden, da diese Instrumente zu jeder Zeit, insbesondere in der Notfallsituation schnell griffbereit sind. F\u00fcr Patienten bringt der Einsatz solcher Instrumente eine echte Verbesserung, da mehr Erreichbarkeit pr\u00e4ziseres und gewebsschonendes Arbeiten bedeutet. Als europ\u00e4isches Exzellenz-Zentrum setzt sich nun die Klinik an die Spitze der weiteren Entwicklung dieser Instrumente und bildet Operateure anderer Kliniken f\u00fcr deren Einsatz aus.<\/p>\n<p>In der Schl\u00fcssellochchirurgie werden chirurgische Instrumente zum Greifen, N\u00e4hen oder Schneiden eingesetzt. Bei den klassischen laparoskopischen Instrumenten ist die Bewegungsfreiheit regelm\u00e4\u00dfig eingeschr\u00e4nkt. Als Spitze eines etwa 50 Zentimeter langen Operationsbestecks konnte bislang beispielsweise das Schneidwerkzeug nur als Ganzes bewegt werden. Das verursacht mehr oder weniger raumgreifende Bewegungen des Operateurs, wenngleich die Stelle sich nur wenige Millimeter weit \u201eum die Ecke\u201c entfernt befindet. Manche Stellen lassen sich gar nicht erreichen.<\/p>\n<p>\u201eMan kann das mit einem ausgestreckten Zeigefinger vergleichen. Erst wenn man ihn abwinkeln kann, entfaltet er seine volle Funktion\u201c, beschreibt leitender Oberarzt Dr. med. Ibrahim Darwich, der die Technik im St. Marien-Krankenhaus Siegen implementierte und nun dem Exzellenz-Zentrum vorsteht; seit der Einf\u00fchrung der Technik vor sechs Monaten sind mittlerweile neun \u00c4rzte im St. Marien-Krankenhaus Siegen f\u00fcr den Einsatz qualifiziert worden, und gemeinsam mit Chefarzt Prof. Willeke publizierte Dr. Darwich hierzu Beitr\u00e4ge in internationalen Fachpublikationen wie dem Journal \u201eColorectal Disease\u201c und \u201eSurgical Technology International\u201c.\u00a0 Das Instrument k\u00f6nne laut Dr. Darwich jedoch am Gelenk in alle Richtungen abgewinkelt werden, was es noch flexibler als den besagten Finger mache.<\/p>\n<p>Das im St. Marien-Krankenhaus Siegen eingesetzte tragbare laparoskopische Instrument, \u00fcberwindet den Makel der klassischen Schl\u00fcssellochchirurgie durch eine Gelenkstruktur, die horizontale, vertikale und diagonale Bewegungen des sog. Endeffektors erm\u00f6glicht. Damit wird eine neue Dimension der Laparoskopie erschlossen, was gerade in der Fachwelt f\u00fcr gro\u00dfes Aufsehen sorgte. Die Bewegungen der Endeffektor-Gelenke passen sich den Finger- und Handgelenkbewegungen des Benutzers an und erm\u00f6glichen damit intuitive Bewegungsmuster. Die hohe Kontrollleistung \u00fcber das Instrument erm\u00f6glicht letztendlich auch technisch komplizierte Operationen, die nur bedingt mit starren Instrumenten durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Mit der Qualifikation als Exzellenz-Zentrum schlie\u00dft dieser Bereich zur robotischen Chirurgie im St. Marien-Krankenhaus Siegen auf, das bereits seit \u00fcber zwei Jahren als internationales Ausbildungszentrum etabliert ist. Die neuartigen Instrumente wurden von dem s\u00fcdkoreanischen Unternehmen LIVSMED entwickelt.<\/p>\n<p>Bild und Info: <a href=\"https:\/\/www.mariengesellschaft.de\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">St. Marien Krankenhaus<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Klinik f\u00fcr Allgemein- und Viszeralchirurgie von Chefarzt Prof. Dr. med. 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