{"id":2309,"date":"2015-01-22T14:58:41","date_gmt":"2015-01-22T13:58:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=2309"},"modified":"2015-01-22T14:58:41","modified_gmt":"2015-01-22T13:58:41","slug":"wirtschaft-praesentiert-masterplan-fuer-die-a45","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wirtschaft-praesentiert-masterplan-fuer-die-a45\/","title":{"rendered":"Wirtschaft pr\u00e4sentiert Masterplan f\u00fcr die A45"},"content":{"rendered":"<p>Die Wirtschaft unterst\u00fctzt den Ausbau und die Sanierung der A45 \u201eohne wenn und aber\u201c. Die drei Industrie- und Handelskammern (IHKs) Dortmund, Hagen und Siegen pr\u00e4sentieren in ihrem heute vorgelegten \u201eMasterplan A45\u201c einen umfangreichen Katalog an Vorschl\u00e4gen, um eine optimale Umsetzung dieses Gro\u00dfprojekts sicherzustellen. Die \u201eSauerlandlinie\u201c ist von Dortmund \u00fcber Hagen und Siegen sowie dar\u00fcber hinaus eine der wichtigsten Nord-S\u00fcd-Verbindungen in Europa. Als \u201eLebensader\u201c f\u00fcr die Wirtschaft in S\u00fcdwestfalen muss sie dringend erneuert werden. Deshalb wird das Projekt Teil des neuen Bundesverkehrswegeplans. In der Umsetzung wird dies die gr\u00f6\u00dfte Baustelle Nordrhein-Westfalens sein. Auch deshalb besuchte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek die Vorstellung des mit Prof. Dr. J\u00fcrgen Steinbrecher von der Universit\u00e4t Siegen von den drei Industrie- und Handelskammern entwickelten Masterplans in der IHK Siegen. IHK-Pr\u00e4sident Felix G. Hensel betonte in seiner Begr\u00fc\u00dfung die Bedeutung der A45 f\u00fcr die heimische Wirtschaft: \u201eOhne die Sauerlandlinie w\u00e4re S\u00fcdwestfalen nicht die st\u00e4rkste Industrieregion Nordrhein-Westfalens, sondern ein Gebiet mit besonderem Entwicklungsbedarf.\u201c Gerade deshalb sei es von immenser Bedeutung, dass das Mammutbauvorhaben m\u00f6glichst reibungslos umgesetzt werden k\u00f6nne. Felix G. Hensel: \u201eUnsere Vorschl\u00e4ge dazu: Ganzheitliches Baumanagement, B\u00fcrger und Betriebe beteiligen sowie auf gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Transparenz setzen.\u201c Mit diesen und weiteren Ideen mache die Wirtschaft ein Angebot an Politik und Wirtschaft, gemeinsam den Weg zu beschreiten.<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich der Pr\u00e4sentation des \u201eMasterplans A45\u201c erkl\u00e4rte Verkehrsminister Michael Groschek: \u201eDie Arbeiten auf dem gesamten Streckenzug stellen in bautechnischer, verkehrlicher und damit verbundener kommunikativer Hinsicht eine ganz besondere Herausforderung dar. Ich begr\u00fc\u00dfe es au\u00dferordentlich, dass wir diese Herausforderung gemeinsam von \u00f6ffentlicher Hand und Wirtschaft angehen und bin davon \u00fcberzeugt, dass wir diese auch erfolgreich meistern werden. Zudem kann dieses Gro\u00dfprojekt in S\u00fcdwestfalen Modellcharakter f\u00fcr das gesamte Bundesgebiet haben.\u201c<\/p>\n<p>Den vollst\u00e4ndigen \u201eMasterplan A45\u201c stellte Prof. Steinbrecher vor. Er machte zun\u00e4chst die Dimension des Ausbaus deutlich: Es gehe um den durchg\u00e4ngig sechsstreifigen Ausbau, darunter sieben Autobahnkreuze und 15 Anschlussstellen. Insbesondere aber die 38 Talbr\u00fccken stellten hierbei eine besondere Problemstellung dar: Ein Abbruch und Neubau dauere jeweils etwa drei Jahre. Dabei sei klar, dass der Verkehr weiter laufe, was hohe Anforderungen an das Baumanagement stelle. Der \u201eMasterplan A45\u201c zeige auf, wie Planung und Bau optimal zu steuern seien: Handlungspriorit\u00e4ten festlegen und Bauma\u00dfnahmen koordinieren seien wichtige Aufgaben. Auch die Kapazit\u00e4ten der Planfeststellungsbeh\u00f6rden m\u00fcssten ausgebaut werden, nur so k\u00f6nne sichergestellt werden, dass die Planungsgenehmigungen zeitnah erfolgen. \u201eEs gilt, \u00c4rger \u00fcber Umleitungen, Baul\u00e4rm oder \u00e4hnliches zu vermeiden. Deshalb ist die fr\u00fchzeitige Einbindung der Bev\u00f6lkerung besonders wichtig\u201c, stellte Steinbrecher heraus. Nur durch die enge Zusammenarbeit von Verwaltung, Betrieben und B\u00fcrgern lasse sich die notwendige Akzeptanz erreichen. Neben dem eigentlichen Bau m\u00fcsste beispielsweise darauf geachtet werden, dass Umleitungsstrecken vorher dem zu erwartenden Verkehrsaufkommen angepasst w\u00fcrden. Dar\u00fcber hinaus sei es wichtig, das qualifizierte Fachpersonal f\u00fcr die Umsetzung vor Ort sicherzustellen. Doch der Masterplan enth\u00e4lt nicht nur Forderungen: \u201eDie Wirtschaft entlang der Sauerlandlinie ist nicht nur bereit, die Prozesse mit pers\u00f6nlichem Engagement zu begleiten, sondern auch finanziell zu unterst\u00fctzen.\u201c Diese Botschaft und das Angebot, dieses Engagement auch weiterhin wissenschaftlich zu begleiten, stellte Steinbrechers Fazit dar.<\/p>\n<p>In der weiteren Veranstaltung wurden verschiedene Aspekte des \u201eMasterplans\u201c f\u00fcr den Um- und Neubau der Autobahn vorgestellt: Klaus-Peter Sch\u00f6ppner (ehemals Emnid) erl\u00e4uterte seine Erfahrungen mit B\u00fcrgerbeteiligungen bei Gro\u00dfprojekten. Wichtigstes Ziel sei es hierbei, Wutb\u00fcrger-Proteste zu vermeiden. \u201eDie \u00c4ngste und W\u00fcnsche der B\u00fcrger sollten Sie ernst nehmen\u201c, so der erfahrene Meinungsforscher. Demnach seien die Empfehlungen der drei Industrie- und Handelskammern genau der richtige Weg.<\/p>\n<p>Ludger Siebert, der Siegener Niederlassungsleiter des Landesbetriebs Stra\u00dfe NRW, stellte die Gesamtkonzeption des Aus- und Umbaus der A45 vor: \u201eBereits Ende des Jahres werden die ersten Baustellen eingerichtet!\u201c Dabei machte er deutlich, dass insbesondere der sorgf\u00e4ltigen Planung eine hohe Bedeutung zukomme. Siebert machte deutlich, warum man derzeit von einer Planungs- und Bauzeit bis weit \u00fcber 2030 hinaus ausgehe. Das Projekt sei eine Mammutaufgabe. Es m\u00fcsse daher mit einer umfassenden \u00d6ffentlichkeitsarbeit begleitet werden, so Siebert. \u201eEs ist wichtig, m\u00f6glichst viele Autofahrer, Anwohner, Wirtschaftsunternehmen gut zu informieren, so dass sie rechtzeitig wissen, welche Beeintr\u00e4chtigungen sie erwarten. Dann steigt auch die Akzeptanz\u201c, zeigte er sich \u00fcberzeugt. Dabei sehe er die Industrie- und Handelskammern als geeignete Kommunikationspartner, ihre Vorschl\u00e4ge stie\u00dfen auf offene Ohren.<\/p>\n<p>Die \u201eUnternehmerinitiative A45\u201c stehe bereit, dieses Projekt als Partner aktiv zu unterst\u00fctzen, dies war die Kernaussage von Anja Fischer, der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Gesellschafterin der TRD Reisen Fritz Fischer GmbH &amp; Co. KG aus Dortmund. \u201eDie A45 ist f\u00fcr uns von existenzieller Bedeutung\u201c, so die Unternehmerin. Auch Frank Beckehoff, Landrat des Kreises Olpe, legte Wert auf die Feststellung, dass die Kreise, St\u00e4dte und Gemeinden als Partner bereitst\u00fcnden.<\/p>\n<p>\u201eDie Industrie- und Handelskammern bitten f\u00fcr die Umsetzung der ersten praktischen Schritte die regionalen Akteure an einen Tisch\u201c, betonte der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der S\u00fcdwestf\u00e4lischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen, Dr. h. c. Hans-Peter Rapp-Frick. In seinem Fazit unterstrich er noch einmal die Bedeutung der Sauerlandlinie f\u00fcr die Wirtschaft in den anliegenden Regionen und die von der Wirtschaft angebotene Unterst\u00fctzung. Diese weise weit \u00fcber den Tag der Veranstaltung hinaus, man wolle Mit-Verantwortung \u00fcbernehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wirtschaft unterst\u00fctzt den Ausbau und die Sanierung der A45 \u201eohne wenn und aber\u201c. 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