{"id":22796,"date":"2021-03-18T14:36:35","date_gmt":"2021-03-18T13:36:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=22796"},"modified":"2021-03-18T14:36:35","modified_gmt":"2021-03-18T13:36:35","slug":"hoher-zuspruch-fuer-mehr-uni-in-der-stadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/hoher-zuspruch-fuer-mehr-uni-in-der-stadt\/","title":{"rendered":"Hoher Zuspruch f\u00fcr mehr Uni in der Stadt"},"content":{"rendered":"<p>\u201eDass die Universit\u00e4t und die Stadt in den kommenden Jahren noch weiter zusammenwachsen, findet die gro\u00dfe Mehrheit der Unternehmen im Siegener Stadtgebiet sehr gut. Sie sieht im eingeleiteten Umzug der Universit\u00e4t gro\u00dfe Chancen, die man beherzt ergreifen sollte. Zugleich verdeutlichen die Firmen mit den Verkehrs- und Wohnraumfragen die aus ihrer Sicht wesentlichen Themen, die dringend mitgedacht werden m\u00fcssen. Auf die Stadt und ihre Verwaltung kommt eine Herkulesaufgabe zu, f\u00fcr die sie eine breite Unterst\u00fctzung ben\u00f6tigt.\u201c Dieses Fazit zieht IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Klaus Gr\u00e4bener aus den Ergebnissen einer IHK-Blitzumfrage zum geplanten weiteren Umzug der Universit\u00e4t in Siegens Stadtmitte. Befragt wurden in den vergangenen Tagen rund 2.100 Unternehmen in Siegen, von denen sich 299 Betriebe (14 %) beteiligten.<\/p>\n<p>Mehr als Dreiviertel der an der Umfrage mitwirkenden Unternehmen (76 %) sind demnach der Auffassung, dass sich das Projekt \u201eUni in die Stadt\u201c positiv (53 %) oder sehr positiv (23 %) auf die wirtschaftliche Entwicklung Siegens auswirken wird. Mehr als jeder vierte Betrieb (29 %) geht davon aus, dass das Projekt unmittelbare positive oder sehr positive Effekte auf das eigene Unternehmen hat. Lediglich 5,7 % sehen negative oder sehr negative Folgen auf sich zukommen. Ein Gro\u00dfteil (66 %) \u00e4u\u00dfert sich indifferent und sieht aus heutiger Sicht weder positive noch negative Auswirkungen auf den eigenen Betrieb.<\/p>\n<p>\u201eEine wichtige Rolle spielen die Folgen f\u00fcr die demografische Entwicklung der Stadt; weit mehr als die H\u00e4lfte der Unternehmen (58 %) glauben, dass sie sich durch das Projekt verbessert. Nur 5,3 % erwarten hierdurch demografische Verschlechterungen\u201c, erl\u00e4utert IHK-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Hans-Peter Langer. \u201eDie schon heute zu beobachtende strukturelle Verj\u00fcngung des Stadtlebens aufgrund des studentischen Lebens im Zentrum legt einen positiven Trend f\u00fcr die k\u00fcnftige demografische Entwicklung f\u00fcr viele offenbar nahe.\u201c In der Belebung der Innenstadt wird die gr\u00f6\u00dfte Chance des Projektes f\u00fcr die Stadt gesehen: 74 % halten sie f\u00fcr eine wahrscheinliche Folge der angesto\u00dfenen Entwicklung. Eine Verbesserung des Images der Stadt erwarten 53 % der Befragten, 49 % gehen von einer Steigerung der Vielfalt im Gastronomieangebot aus. Weitere Chancen werden in einer Verringerung der Leerst\u00e4nde (27 %), in einer Verbesserung des Stadtbildes (17 %) und in einer gr\u00f6\u00dferen Vielfalt im Einzelhandelsangebot gesehen (13 %).<\/p>\n<p>Hans-Peter Langer: \u201eNeben den Chancen des Vorhabens werden aber auch einige Risiken gesehen. Sorgen machen sich die Unternehmen vor allem in zweierlei Hinsicht: Zum einen sehen sie eine gewisse Gefahr mit Blick auf Wohnraumangebot und Immobilienmarkt, zum anderen f\u00fcrchten sie eine Verschlechterung in der Verkehrs- und Parkplatzsituation.\u201c So glauben 53 % der Befragten, dass der fortgesetzte Umzug der Universit\u00e4t in die Stadtmitte zu einer Verknappung des Wohnraumes in der (Innen-) Stadt f\u00fchren wird. 47 % der Unternehmen erwarten, dass sich in Folge des Projektes die Mieten und Immobilienpreise in der (Innen-) Stadt erh\u00f6hen werden. Was den Verkehr angeht, treibt die H\u00e4lfte der Unternehmen die Sorge um, dass sich die Parkplatzsituation im Zentrum verschlechtern und der Parksuchverkehr zunehmen wird. Ein Drittel der Unternehmen (33 %) glaubt, dass sich die Verkehrsdichte in der Innenstadt erh\u00f6hen wird. Durchaus bemerkenswert: Lediglich 7 % der Befragten sind der Meinung, dass es durch das Projekt \u201eUni in die Stadt\u201c zu negativen Folgen f\u00fcr das Stadtbild bzw. das architektonische Gesamtbild kommen wird.<\/p>\n<p>\u201eDer Zuspruch f\u00fcr das Projekt aus der Siegener Unternehmerschaft ist erheblich. Das ist ein Pfund, das die politischen Entscheidungstr\u00e4ger im Auge behalten sollten, wenn sie \u00fcber anstehende Teilaspekte des Vorhabens beraten\u201c, betont Klaus Gr\u00e4bener. \u201eHier geht es nicht um eines von vielen punktuell bedeutsamen Projekten, sondern um ein Vorhaben, dass die Stadtentwicklung in den n\u00e4chsten Jahren komplett neu definiert. Das l\u00e4sst sich nicht im Alltagsgesch\u00e4ft nebenher stemmen. Um erfolgreich zu sein, bedarf es deshalb auch einer m\u00f6glichst breiten positiven politischen Begleitung, bei der es darauf ankommt, das Ganze im Blick zu behalten.\u201c Insbesondere bei den Themen Wohnungsmarkt und Verkehrs- und Parksituation werde f\u00fcr alle Beteiligten die Herausforderung darin bestehen, gemeinsam Antworten zu finden, die einer Akzeptanz des Projektes nicht zuwiderliefen. Sinnvoll seien neben einer fortlaufenden, transparenten Information daher auch ausgereifte Beteiligungsangebote, um die Interessen und Anliegen der \u00f6rtlichen Wirtschaft und dar\u00fcber hinaus auch der Stadtbev\u00f6lkerung aufzunehmen. Gerade vor diesem Hintergrund sei es besonders erfreulich, dass man sich als IHK in der Unterst\u00fctzung des Vorhabens mit dem Handwerk, dem Arbeitgeberverband sowie dem DGB, VER.DI und der IG Metall einig sei.<\/p>\n<p>Die Umfrage richtete sich an rd. 2.100 Unternehmen im Stadtgebiet Siegen. 48% der antwortenden Betriebe geh\u00f6ren dem Dienstleistungsgewerbe, 13 % der Industrie und 12 % dem Einzelhandel an. Mehr als die H\u00e4lfte (53 %) der an der Umfrage mitwirkenden Unternehmen haben ihren Sitz in der Siegener Innenstadt.<\/p>\n<p>Info: <a href=\"https:\/\/www.ihk-siegen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IHK Siegen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDass die Universit\u00e4t und die Stadt in den kommenden Jahren noch weiter zusammenwachsen, findet die gro\u00dfe Mehrheit der Unternehmen im Siegener Stadtgebiet sehr gut. 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