{"id":2278,"date":"2014-12-12T11:13:09","date_gmt":"2014-12-12T10:13:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=2278"},"modified":"2014-12-12T14:38:42","modified_gmt":"2014-12-12T13:38:42","slug":"wir-muessen-antworten-finden-die-fragen-sind-schon-da","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wir-muessen-antworten-finden-die-fragen-sind-schon-da\/","title":{"rendered":"\u201eWir m\u00fcssen Antworten finden, die Fragen sind schon da\u201c"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_2279\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/MG_9420.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2279\" class=\"size-medium wp-image-2279\" src=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/MG_9420-300x200.jpg\" alt=\"(v.l.) Professor Dr. Christoph Str\u00fcnck, IG Metall-Vorsitzender Detlef Wetzel, Dr. Eberhard Winterhager und VdSM-Vorsitzender Dipl.-Ing. J\u00f6rg Dienenthal beim &quot;Talk um F\u00fcnf&quot; im Haus der Siegerl\u00e4nder Wirtschaft in Siegen.\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/MG_9420-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/MG_9420-150x100.jpg 150w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/MG_9420.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2279\" class=\"wp-caption-text\">(v.l.) Professor Dr. Christoph Str\u00fcnck, IG Metall-Vorsitzender Detlef Wetzel, Dr. Eberhard Winterhager und VdSM-Vorsitzender Dipl.-Ing. J\u00f6rg Dienenthal beim &#8222;Talk um F\u00fcnf&#8220; im Haus der Siegerl\u00e4nder Wirtschaft in Siegen.<\/p><\/div>\n<p>Es war eine erfolgreiche Premiere. Der erste \u201eTalk um F\u00fcnf\u201c, zu dem die Arbeitgeberverb\u00e4nde Siegen-Wittgenstein in das Haus der Siegerl\u00e4nder Wirtschaft in Siegen geladen hatten, besch\u00e4ftigte sich mit dem Thema: \u201eSoziale Gerechtigkeit \u2013 soziale Partnerschaft \u2013 Wunsch oder schon Wirklichkeit. Dipl.-Ing. J\u00f6rg Dienenthal, Vorsitzender des VdSM Verband der Siegerl\u00e4nder Metallindustriellen e.V. und der Unternehmerschaft Siegen-Wittgenstein, begr\u00fc\u00dfte als Gespr\u00e4chspartner den Ersten Vorsitzenden der IG Metall, Detlef Wetzel, sowie Professor Dr. Christoph Str\u00fcnck, Politikwissenschaftler an der Universit\u00e4t Siegen. Moderiert wurde die Talkrunde von Dr. Eberhard Winterhager, ehemaliger Chefredakteur der Siegener Zeitung.<\/p>\n<p>\u201eWir m\u00f6chten mit dieser neuen Veranstaltungsreihe mit Pers\u00f6nlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft zu interessanten Fragestellungen ins Gespr\u00e4ch kommen. Das Thema, das wir uns f\u00fcr die heutige Auftaktveranstaltung ausgesucht haben, ist ein Thema, das uns alle bewegt. Gleichzeitig haben wir hier in Siegen-Wittgenstein eine lange und erfolgreiche Tradition als Sozialpartner. Ich freue mich deshalb auf eine interessante Gespr\u00e4chsrunde\u201c, begr\u00fc\u00dfte J\u00f6rg Dienenthal die gut 100 Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rer.<\/p>\n<p>Er nutzte seine Begr\u00fc\u00dfung aber auch f\u00fcr eine Verabschiedung. \u201eUnser langj\u00e4hriger Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, Joachim Schmidt-Classen, ist Ende Oktober in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Ich m\u00f6chte die Gelegenheit nutzen, ihm f\u00fcr seine erfolgreiche T\u00e4tigkeit f\u00fcr den Verband und die Unternehmerschaft ganz herzlich zu danken. Zu seinem Nachfolger hat der Vorstand Dr. Thorsten Doublet berufen. Dr. Doublet ist bereits seit neun Jahren f\u00fcr den Verband t\u00e4tig, zuletzt als stellvertretender Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer. Wir w\u00fcnschen Ihnen, Dr. Doublet, alles Gute und viel Erfolg f\u00fcr ihre neue Aufgabe.\u201c<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend gesellte sich J\u00f6rg Dienenthal zu der Gespr\u00e4chsrunde, die sich mit Fragen der Bildungsgerechtigkeit, der Zukunft der Tarifeinheit und des Fl\u00e4chentarifvertrages sowie mit den k\u00fcnftigen Herausforderungen an die Sozialpartner besch\u00e4ftigte. Dabei ging es auch um das Stichwort \u201eIndustrie 4.0\u201c. \u201eDie vierte industrielle Revolution wird ganz erhebliche Ver\u00e4nderungen mit sich bringen, f\u00fcr die Unternehmen wie f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten. Es wird unsere Aufgabe als Sozialpartner sein, diesen Prozess zu begleiten und mitzugestalten. Wir m\u00fcssen Antworten finden, die Fragen dazu sind schon da\u201c, meinte Detlef Wetzel. In Sachen Tarifeinheit begr\u00fc\u00dfte er den entsprechenden Gesetzentwurf der Bundesregierung. \u201eWir werden nur zu guten Ergebnissen kommen, wenn sich starke Gewerkschaften mit starken Arbeitgeberverb\u00e4nden an einen Tisch setzen. Das ist aus meiner Sicht eine wesentliche Voraussetzung daf\u00fcr, das Sozialpartnerschaft auch in Zukunft noch funktionieren wird.\u201c<\/p>\n<p>Als Unternehmer und Arbeitgebervertreter machte J\u00f6rg Dienenthal deutlich, dass eine weitere Zersplitterung auf Seiten der Gewerkschaften das erfolgreiche Konzept des Fl\u00e4chentarifs schw\u00e4chen k\u00f6nnte. \u201eEs stellt sich f\u00fcr mich die grunds\u00e4tzlich die Frage, ob eine relativ kleine Gruppe von Arbeitnehmern nicht nur ein Unternehmen, sondern dar\u00fcber hinaus auch noch weite Teile unsere Wirtschaft und Gesellschaft quasi in Geiselhaft nehmen darf, um ihre tariflichen Forderungen durchzusetzen. Nat\u00fcrlich hat in unserem Land jedermann das Recht, seine Interessen zusammen mit anderen zu vertreten. Aber ist es noch sozial gerecht, wenn dies auf dem R\u00fccken vieler Anderer geschieht?\u201c<\/p>\n<p>Zum Stichwort Industrie 4.0 verwies J\u00f6rg Dienenthal auf ein Projekt in Siegen-Wittgenstein, an dem auch die Sozialpartner beteiligt sind. \u201eWelche M\u00f6glichkeiten und Chancen ergeben sich durch die weitgehende Digitalisierung wirtschaftlicher Abl\u00e4ufe in der Industrie f\u00fcr die mittelst\u00e4ndischen Unternehmen in unserer Region. Wie k\u00f6nnen wir die Menschen in den Betrieben auf diesen Weg der Ver\u00e4nderung mitnehmen? Wir werden hierzu gemeinsam mit der IG Metall Siegen, der Industrie- und Handelskammer und der Universit\u00e4t Siegen im kommenden Jahr eine Initiative starten, bei der es darum geht, gerade die genannten Fragestellungen intensiv zu beleuchten. Wir wollen im Rahmen unserer Sozialpartnerinitiative insbesondere die arbeits- und tarifrechtlichen Auswirkungen untersuchen, aber auch die Folgen f\u00fcr die Bereiche Personalentwicklung und Weiterbildungsmanagement.\u201c<\/p>\n<p>Professor Dr. Str\u00fcnck betonte in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter f\u00fcr die neuen Herausforderungen zu qualifizieren und sie auf diesem Weg mitzunehmen. \u201eWir m\u00fcssen unsere Bildungsanstrengungen insgesamt deutlich verst\u00e4rken. Das gilt f\u00fcr alle Bereiche unserer Gesellschaft. Wir k\u00f6nnen es uns vor dem Hintergrund des demographischen Wandels nicht mehr leisten, Menschen mit Potenzial zur\u00fcckzulassen. Die Sozialpartner haben hier in der Vergangenheit gute L\u00f6sungen gefunden. Ich gehe davon aus, dass dies auch in Zukunft gelingen wird.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr Detlef Wetzel ist das eines der wichtigsten Themen \u00fcberhaupt. \u201eWir haben die Verantwortung, Wege zu finden, die Ver\u00e4nderungen in den Unternehmen, die unweigerlich kommen werden, sozial gerecht zu gestalten. Gewerkschaften und Arbeitgeberverb\u00e4nde sind da am n\u00e4chsten dran. Wir haben gro\u00dfe Dinge zu tun.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war eine erfolgreiche Premiere. 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