{"id":22676,"date":"2021-03-10T15:06:36","date_gmt":"2021-03-10T14:06:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=22676"},"modified":"2021-03-11T08:20:10","modified_gmt":"2021-03-11T07:20:10","slug":"uni-in-die-innenstadt-ist-eine-jahrhundertchance","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/uni-in-die-innenstadt-ist-eine-jahrhundertchance\/","title":{"rendered":"\u201eUni in die Innenstadt\u201c ist eine \u201eJahrhundertchance\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Was in den kommenden Monaten und Jahren in Siegen geschieht, ist bundesweit einmalig. Wenn sich weitere Bereiche der Universit\u00e4t in der Innenstadt ansiedeln, werden sich das Gesicht und der Charakter des Oberzentrums grundlegend ver\u00e4ndern \u2013 und zwar zum Positiven. Davon zeigen sich die Vertreter der Gewerkschaften, des Arbeitgeberverbandes, des Handwerks und der IHK \u00fcberzeugt. Sie rufen die Siegener Kommunalpolitik auf, diese \u201estrukturpolitische Jahrhundertchance\u201c beherzt zu ergreifen und dabei zugleich eine m\u00f6glichst breite Beteiligung von B\u00fcrgern, Wirtschaft, Arbeitnehmern und Zivilgesellschaft sicherzustellen, ohne \u201edas Gro\u00dfe und Ganze\u201c aus den Augen zu verlieren. Mit der Erg\u00e4nzung des bisherigen Campus Unteres Schloss in die Bereiche Friedrichstra\u00dfe und H\u00e4utebachweg werde das Zentrum st\u00e4dtebaulich erneuert und damit funktional auf die n\u00e4chsten Jahrzehnte ausgerichtet.<\/p>\n<div id=\"attachment_22679\" style=\"width: 787px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/022-21-Uni-in-die-Stadt-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-22679\" class=\"wp-image-22679 size-full\" src=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/022-21-Uni-in-die-Stadt-1.jpg\" alt=\"\" width=\"777\" height=\"157\" srcset=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/022-21-Uni-in-die-Stadt-1.jpg 777w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/022-21-Uni-in-die-Stadt-1-300x61.jpg 300w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/022-21-Uni-in-die-Stadt-1-768x155.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 777px) 100vw, 777px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-22679\" class=\"wp-caption-text\">Wirtschaft und Gewerkschaften im Schulterschluss: \u201eJahrhundertchance\u201c erkennen.<\/p><\/div>\n<p>\u201eDie Stadt erh\u00e4lt die Chance einer ,Frischzellenkur\u2018 \u2013 und das nicht nur in st\u00e4dtebaulicher Hinsicht. Lange Jahre war Siegen eine Stadt mit einer Universit\u00e4t. Jetzt k\u00f6nnen wir uns zu einer wirklichen Universit\u00e4tsstadt entwickeln. Schon heute wird das Gesicht Siegens j\u00fcnger, das st\u00e4dtische Flair erh\u00e4lt buntere, kreativere und vielf\u00e4ltigere Facetten. Die zahlreichen Studierenden beleben die Stadt. Und das ist gut so. Dieser Effekt verst\u00e4rkt sich noch einmal sp\u00fcrbar. Das wird die Stadt und die gesamte Region bereichern\u201c, betont IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Klaus Gr\u00e4bener. Die Angebote in Einzelhandel und Gastronomie w\u00fcrden sich ver\u00e4ndern und verbreitern. Wo Corona anderen Ortes eine verheerende Wirkung auf die Zentren zu entfalten drohe, biete das Vorhaben \u201eUni in die Stadt\u201c eine einzigartige Chance, um die zahlreiche andere St\u00e4dte die Stadt Siegen sicherlich beneideten.<\/p>\n<p>Dass die Siegener Innenstadt dank des studentischen Lebens auch k\u00fcnftig attraktiv sein wird, davon ist auch Ingo Degenhardt, der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der DGB-Region S\u00fcdwestfalen, \u00fcberzeugt. Es sei davon auszugehen, dass der Umzug der Universit\u00e4t Impulse f\u00fcr neue Gesch\u00e4ftsmodelle und kreative Visionen freisetze. \u201eDas Projekt tr\u00e4gt wesentlich dazu bei, attraktive Arbeitsangebote vor Ort zu erhalten und auszubauen. Dabei geht es l\u00e4ngst nicht nur um Jobs f\u00fcr Akademiker. Alle Erfahrung zeigt: Kurze Wege f\u00fchren zu einer engeren Zusammenarbeit. Durch Kooperationen der Universit\u00e4t mit Industrie, Dienstleistern, Handel und Handwerk wird es zu neuen Projekten und Auftr\u00e4gen kommen, die Besch\u00e4ftigung sichern und auch weiterhin gute Arbeit m\u00f6glich machen.\u201c<\/p>\n<p>Dr. Thorsten Doublet, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Arbeitgeberverb\u00e4nde Siegen-Wittgenstein, hebt die branchen\u00fcbergreifende Bedeutung der Lebensqualit\u00e4t hervor. \u201eDie Attraktivit\u00e4t des Wohn- und Lebensumfeldes ist f\u00fcr Fachkr\u00e4fte ein wichtiges Argument, ein Karriereangebot anzunehmen. Ein zukunftsorientiertes Einzelhandels- und Freizeitangebot spielt dabei eine wichtige Rolle. Man kann getrost von einem Schub f\u00fcr die Kulturszene und die Kreativwirtschaft ausgehen. Ich habe keinen Zweifel daran, dass mehrere tausend junge Menschen in der Stadtmitte \u00fcber eine entsprechend hohe Nachfrage zu einer Angebotsbreite beitragen werden, die einmalig ist. Ich arbeite mittlerweile fast 20 Jahre hier. Was in dieser Zeit in dieser Stadt geschah, ist heute bereits ein Quantensprung. Prima, dass diese Entwicklung weitergeht.\u201c<\/p>\n<p>Auch J\u00fcrgen Ha\u00dfler, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Kreishandwerkerschaft Westfalen-S\u00fcd, kann der Uni in der Stadt viel Positives abgewinnen: \u201eWas im Handwerk die Auszubildenden, sind im Universit\u00e4tsbereich die Studierenden, die durch den Uni-Umzug bzw. die Ausweitung der Universit\u00e4t das Stadtbild und die Angebotsstruktur vor Ort pr\u00e4gen und positiv beeinflussen werden. Entscheidend ist, dass sich die jungen Menschen, einerlei ob in der dualen Ausbildung oder im Studium, wohlf\u00fchlen und hier ihre berufliche und private Zukunft sehen. Mal ganz abgesehen davon, dass die erheblichen Investitionen in die Innenstadt auch zahlreichen Firmen und deren Mitarbeiter\/innen in der Bauphase und dar\u00fcber hinaus Arbeit bringen.\u201c<\/p>\n<p>Auf eine weitere Auswirkung weist Andree Jorgella, erster Bevollm\u00e4chtigter der IG Metall Siegen, hin: \u201eDie vielen jungen Menschen, die hier in den kommenden Jahren erstmals studentisches Leben mitten im Zentrum der Universit\u00e4tsstadt erleben k\u00f6nnen, haben ganz unterschiedliche Herk\u00fcnfte und Biografien. Sie bereichern das Zusammenleben in der Stadt und st\u00e4rken gesellschaftliche Vielfalt und Toleranz. Junge, neugierige Menschen bringen uns weiter, sie er\u00f6ffnen im wahrsten Sinne des Wortes neue Horizonte. \u00a0Gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Spaltung ist das eine nicht nur erfreuliche, sondern auch sehr verhei\u00dfungsvolle Entwicklung.\u201c<\/p>\n<p>Hierauf freue man sich, weil dies entscheidend dazu beitrage, unsere Heimat auch k\u00fcnftig lebenswert zu gestalten. Eine ansprechende Arbeitsplatzumgebung f\u00fcr Besch\u00e4ftigte im Zentrum von Siegen ist auch ein Beitrag zu Work-Life-Balance\u201c, erg\u00e4nzt ver.di-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00fcrgen Weiskirch, der zugleich betont: \u201eMit dem Projekt \u201eSiegen zu neuen Ufern\u201c ist es gelungen, eine Aufbruchstimmung hervorzurufen, die sich zum Teil sogar auf die Umlandgemeinden erstreckt hat. Dies bemerkten nicht nur die Anwohner, sondern auch die vielen Besucher und G\u00e4ste in der Stadt. Das Oberzentrum lebt. Und hiervon profitiert auch sein Umfeld. Gerade im Angesicht der Corona-Krise gilt es, hieran anzukn\u00fcpfen und die Chance, die sich durch den weiteren Umzug der Uni in die Innenstadt f\u00fcr Stadtleben und Stadtbild er\u00f6ffnet, gemeinsam zu ergreifen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eMan neigt in Deutschland generell dazu, wichtige Infrastrukturprojekte von Beginn an durch kleinkarierte Diskussionen zu zerreden, selbst wenn die Vorteile bei weitem \u00fcberwiegen\u201c, geben die Vertreter von Gewerkschaften, Verb\u00e4nden, Handwerk und IHK zu bedenken: \u201eF\u00fcr die Zukunft der Stadt h\u00e4ngt von dem Umzug der Uni in Siegens Mitte sehr viel ab. Die Devise sollte unseres Erachtens daher lauten: die Riesenchance erkennen, m\u00f6glichst viele Menschen im Entscheidungsprozess beteiligen und dann z\u00fcgig in die Umsetzung gehen. Mitmachen statt Miesmachen also. Wenn gew\u00fcnscht, stehen wir jederzeit gerne zur Verf\u00fcgung, das Mammut-Projekt positiv zu begleiten\u201c, so Ingo Degenhardt, Dr. Thorsten Doublet, Klaus Gr\u00e4bener, Andree Jorgella, J\u00fcrgen Ha\u00dfler und J\u00fcrgen Weiskirch abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p>Bildcollage und Info: <a href=\"https:\/\/www.ihk-siegen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IHK Siegen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was in den kommenden Monaten und Jahren in Siegen geschieht, ist bundesweit einmalig. 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