{"id":22549,"date":"2021-03-02T11:55:10","date_gmt":"2021-03-02T10:55:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=22549"},"modified":"2021-03-02T11:55:10","modified_gmt":"2021-03-02T10:55:10","slug":"wiederoeffnung-der-friseursalons-preisanpassung-notwendig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wiederoeffnung-der-friseursalons-preisanpassung-notwendig\/","title":{"rendered":"Wieder\u00f6ffnung der Friseursalons: \u201ePreisanpassung notwendig\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Erleichterung in der Friseurbranche: Nach monatelangem Berufsverbot und der damit verbundenen vor\u00fcbergehenden Schlie\u00dfung der Salons, d\u00fcrfen die Friseurinnen und Friseure nun seit dem 1. M\u00e4rz 2021 ihre T\u00fcren wieder f\u00fcr die Kundschaft \u00f6ffnen. Nach Angaben von der Obermeisterin der Friseur-Innung Westfalen-S\u00fcd Andrea Simon wird es jedoch zu l\u00e4ngeren Wartezeiten f\u00fcr Termine kommen und auch eine Preisanpassung sei aus Sicht vieler Friseurbetriebe unumg\u00e4nglich.<\/p>\n<div id=\"attachment_22552\" style=\"width: 215px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/2020_03_09_portraitfoto_andrea_simon_WEB.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-22552\" class=\"size-medium wp-image-22552\" src=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/2020_03_09_portraitfoto_andrea_simon_WEB-205x300.jpg\" alt=\"\" width=\"205\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/2020_03_09_portraitfoto_andrea_simon_WEB-205x300.jpg 205w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/2020_03_09_portraitfoto_andrea_simon_WEB-699x1024.jpg 699w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/2020_03_09_portraitfoto_andrea_simon_WEB-768x1126.jpg 768w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/2020_03_09_portraitfoto_andrea_simon_WEB.jpg 777w\" sizes=\"auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-22552\" class=\"wp-caption-text\">Die Obermeisterin der Friseur-Innung Westfalen-S\u00fcd Andrea Simon \u00fcber Wieder\u00f6ffnung der Salons und die Auswirkungen des langen Lockdowns.<\/p><\/div>\n<p>Auch die Kunden mussten die vergangenen Monate ohne die M\u00f6glichkeit des Friseurbesuchs \u00fcberbr\u00fccken und freuen sich nun, dass die Salons wieder \u00f6ffnen d\u00fcrfen. Dementsprechend viele Terminanfragen prasseln auf die Friseure ein. Bei gleichzeitiger gesetzlich vorgeschriebener Beschr\u00e4nkung der Personenanzahl in den Salons f\u00fchrt das unter Umst\u00e4nden zu l\u00e4ngeren Wartezeiten auf Termine. Eine Terminvereinbarung sei aber zwingend erforderlich. Das Ministerium f\u00fcr Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen sieht pro angefangene 10 Quadratmeter Gesch\u00e4ftsfl\u00e4che den Aufenthalt von maximal einer Kundin oder einem Kunden vor. Die Dienstleistungsperson wird bei dieser Regelung ausnahmsweise nicht hinzugerechnet, wenn zus\u00e4tzliche Ma\u00dfnahmen wie L\u00fcften, Abstandsvorkehrungen und medizinische Masken\u00a0 getroffen werden. Grunds\u00e4tzlich ist der Personenkontakt weitestgehend zu minimieren, sodass in vielen Salons in Schichten gearbeitet wird, um die \u201everlorene\u201c Salonfl\u00e4che zu kompensieren und Kundinnen und Kunden bestm\u00f6glich bedienen zu k\u00f6nnen. \u201eWir weiten unsere \u00d6ffnungszeiten aus, um im Rahmen der gesetzlichen Beschr\u00e4nkungen trotzdem m\u00f6glichst viele Kunden pro Tag betreuen zu k\u00f6nnen. Das ist auch f\u00fcr uns zwingend erforderlich, um endlich wieder Einnahmen zu generieren. Staatliche Hilfsgelder sind n\u00e4mlich bis heute nicht ausgezahlt worden. Hinzu kommt, dass in den uns zustehenden \u00dcberbr\u00fcckungshilfen gar kein Unternehmerlohn ber\u00fccksichtigt wird. Wir mussten seit der Schlie\u00dfung der Salons im Dezember die immer weiterlaufenden Kosten aus eigener Tasche finanzieren. R\u00fccklagen und Altersvorsorge sind in vielen F\u00e4llen l\u00e4ngst aufgebraucht und auch eine zus\u00e4tzliche Verschuldung war bei vielen Saloninhaberinnen und -inhabern unumg\u00e4nglich, um \u00fcberhaupt zahlungsf\u00e4hig zu bleiben\u201c, erkl\u00e4rt Andrea Simon.<\/p>\n<p><strong>Preisanpassung im Friseurhandwerk unumg\u00e4nglich<\/strong><\/p>\n<p>Die Situation der vergangenen Monate habe zum Nachdenken angeregt, so die Obermeisterin. Ihr Fazit: \u201eEine sp\u00fcrbare Anpassung der Preise in der Friseurbranche ist aus Sicht vieler Friseurbetriebe unumg\u00e4nglich. Der lange Lockdown hat vielen Friseuren vor Augen gef\u00fchrt, dass der Betrieb ohne ausreichende R\u00fccklagen nicht langfristig \u00fcberlebensf\u00e4hig ist. Gleichzeitig steigen aber die Kosten der Saloninhaber: Berechtigte Lohnerh\u00f6hungen durch Tarifverhandlungen, steigende Energiekosten und Preisanpassungen unserer Lieferanten.\u201c Die Kunden m\u00fcssten sich bewusst machen, dass es sich bei der Leistung der Friseurinnen und Friseure um echtes Handwerk handele und eben nicht um Massenware. W\u00e4hrend viele Menschen bereit seien, viel Geld f\u00fcr neuste Technik, modernste Kleidung, schicke Autos, sch\u00f6ne Reisen und gutes Essen auszugeben, herrsche in vielen F\u00e4llen immer noch die Meinung, dass ein Friseurbesuch m\u00f6glichst wenig kosten solle. Um aber als Friseur zukunftsf\u00e4hig zu sein und zu bleiben, m\u00fcsse hier ein Umdenken stattfinden. Dies wiederum habe auch Auswirkungen auf die Ausbildungszahlen im Friseurhandwerk, ist sich Andrea Simon sicher. \u201eMitarbeiterinnen und Mitarbeit m\u00fcssen leistungsgerecht entlohnt werden k\u00f6nnen. Denn nur dann wird es auch in Zukunft junge Menschen geben, die gerne Friseur werden m\u00f6chten.\u201c<\/p>\n<p><strong>Ma\u00dfnahmen f\u00fcr einen sicheren Friseurbesuch <\/strong><\/p>\n<p>Die bereits vor dem erneuten Lockdown geltenden und bereits routinierten Hygiene- und Schutzma\u00dfnahmen haben selbstverst\u00e4ndlich weiterhin Bestand. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise das Desinfizieren der H\u00e4nde vor dem Betreten des Salons, die Abstandsregelungen, regelm\u00e4\u00dfiges L\u00fcften, Desinfektion der Arbeitsutensilien und das Tragen von medizinischen Masken, die Kunden und Mitarbeiter vor einer m\u00f6glichen Ansteckung sch\u00fctzen sollen. Das Betreten der Salons mit einer Alltagsmaske aus Stoff ist allerdings nach den aktuellen Bestimmungen nicht mehr gestattet. \u201eWir sind gut auf die Wieder\u00f6ffnung vorbereitet und freuen uns, nun durch einen sch\u00f6nen individuellen Haarschnitt wieder zum Wohlbefinden unserer Kundschaft beitragen zu d\u00fcrfen\u201c, so Obermeisterin Andrea Simon.<\/p>\n<p>Text: Rebecca Dalhoff | Textwerk Attendorn; Portraitfoto:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.kh-siegen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kreishandwerkerschaft Westfalen-S\u00fcd<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erleichterung in der Friseurbranche: Nach monatelangem Berufsverbot und der damit verbundenen vor\u00fcbergehenden Schlie\u00dfung der Salons, d\u00fcrfen die Friseurinnen und Friseure nun seit dem 1. 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