{"id":22483,"date":"2021-02-26T08:05:51","date_gmt":"2021-02-26T07:05:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=22483"},"modified":"2021-02-26T10:33:07","modified_gmt":"2021-02-26T09:33:07","slug":"mit-digitalisierung-zu-mehr-nachhaltigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/mit-digitalisierung-zu-mehr-nachhaltigkeit\/","title":{"rendered":"Mit Digitalisierung zu mehr Nachhaltigkeit"},"content":{"rendered":"<p>Vielen kleinen und mittleren Unternehmen ist es gar nicht bewusst, dass sie mit digitalen Technologien ganz leicht etwas f\u00fcr ihre Nachhaltigkeit tun k\u00f6nnen. \u201eEnergiemanagement wird f\u00fcr kleine und mittlere Unternehmen oft gef\u00f6rdert und deshalb kann das ein toller Einstieg in die Digitalisierung sein\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Nico Castelli, der beim Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Siegen f\u00fcr Nachhaltigkeit zust\u00e4ndig ist.<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfere Unternehmen sind verpflichtet, ein so genanntes Energieaudit zu machen. Dabei werden Daten erfasst und Verbesserungsvorschl\u00e4ge abgeleitet. \u201eDas bedeutet nicht die Pflicht, sofort etwas verbessern zu m\u00fcssen. Es geht erstmal darum, zu gucken, wo es \u00fcberhaupt Potenzial f\u00fcr Verbesserungen gibt\u201c, sagt Castelli.<\/p>\n<div id=\"attachment_22484\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Castelli.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-22484\" class=\"size-medium wp-image-22484\" src=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Castelli-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Castelli-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Castelli-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Castelli.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-22484\" class=\"wp-caption-text\">Nico Castelli<\/p><\/div>\n<p>In einem solchen Audit sind spezifische Schritte festgelegt: Ein Auditor macht zum Beispiel eine Werksbegehung und erfasst, wo Energieverbraucher existieren. \u201eEr sieht sich etwa an, welche Lampen verbaut sind oder was an Gas und Wasser verbraucht wird\u201c, erkl\u00e4rt Castelli. Als n\u00e4chstes zeigt er die Potenziale f\u00fcr Verbesserungsm\u00f6glichkeiten auf. \u201eWas bei den meisten Firmen am Anfang herauskommt, ist, dass man die ganzen Lampen durch LED-Leuchtmittel ersetzen k\u00f6nnte\u201c, wei\u00df Castelli.<\/p>\n<p>F\u00fcr kleine und mittlere Unternehmen ist ein solches Energieaudit nicht verpflichtend. \u201eDas schreckt die Firmen erstmal ein bisschen ab, weil sie auch in vielen anderen Bereichen schon Vorlagen erf\u00fcllen m\u00fcssen und sie das dann verst\u00e4ndlicherweise nicht noch in einem weiteren Bereich m\u00f6chten\u201c, sagt er. Ein Energieaudit kann aber ein guter Anfang sein, um sich systematisch mit diesem Thema auseinanderzusetzen.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich empfiehlt der Experte Unternehmen, eine Lastspitzenanalyse zu machen. \u201eDas ist das, wodurch viele kleinen und mittleren Unternehmen schnell und einfach Energiekosten einsparen k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rt er. Eine Lastspitze kann schnell entstehen, wenn beispielsweise viele Maschinen gleichzeitig anlaufen. \u201eIm Stromnetz muss immer das Gleichgewicht gehalten werden, es darf nicht weniger ins Stromnetz reingegeben werden, als abgenommen wird. Deshalb m\u00fcssen Unternehmen mehr f\u00fcr den Strom bezahlen, wenn sie eine Lastspitze verursachen.\u201c<\/p>\n<p>Eine solche Lastspitzenanalyse hat Nico Castelli schon bei einem produzierenden Unternehmen im Kreis Olpe gemacht. \u201eDie Firma hat einen f\u00fcnfstelligen Betrag im Jahr nur f\u00fcr die Lastspitzen gezahlt\u201c, erinnert er sich. Das Unternehmen wusste aber nicht genau, woher die Lastspitzen kommen. \u201eEigentlich h\u00e4tte man da dann Energiedaten aufnehmen und daf\u00fcr Sensorik installieren m\u00fcssen. Aber wir wollten da erstmal rangehen, ohne gro\u00dfe Investitionskosten zu haben\u201c, erkl\u00e4rt Castelli.<\/p>\n<p>Bei Unternehmen, die mehr als 100.000 Kilowattstunden im Jahr verbrauchen, wird eine sogenannte registrierende Leistungsmessung vom Energieversorger durchgef\u00fchrt, wei\u00df Castelli. Das bedeutet, dass der Energieversorger viertelstundengenau aufzeichnet, wieviel dieses Unternehmen an Strom verbraucht.<\/p>\n<p>\u201eDas ist bei vielen produzierenden Unternehmen der Fall\u201c, sagt Castelli. Zus\u00e4tzlich hat er dem Unternehmen aus dem Kreis Olpe empfohlen, eine Woche lang genau aufzuschreiben, wann welche Maschine l\u00e4uft und welcher Auftrag gerade ausgef\u00fchrt wird. \u201eDabei ist herausgekommen, dass die Lastspitzen dadurch verursacht wurden, dass eben viele Maschinen gleichzeitig angeschaltet wurden\u201c, sagt er. Jetzt werden die Maschinen morgens versetzt voneinander eingeschaltet. Dadurch konnte das Unternehmen schon Stromkosten einsparen.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zum Angebot des Kompetenzzentrums beim Thema Nachhaltigkeit gibt es auf der Internetseite: <a href=\"https:\/\/kompetenzzentrum-siegen.digital\/nachhaltigkeit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/kompetenzzentrum-siegen.digital\/nachhaltigkeit\/<\/a><\/p>\n<p>Info: \u00a0<a href=\"https:\/\/kompetenzzentrum-siegen.digital\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Siegen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vielen kleinen und mittleren Unternehmen ist es gar nicht bewusst, dass sie mit digitalen Technologien ganz leicht etwas f\u00fcr ihre Nachhaltigkeit tun k\u00f6nnen. \u201eEnergiemanagement wird&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":15137,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1,32,30,11],"tags":[],"class_list":["post-22483","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuell","category-infos","category-vermischtes","category-regionale-wirtschaft"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/digitalisierung.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22483","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22483"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22483\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22486,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22483\/revisions\/22486"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15137"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22483"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22483"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22483"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}