{"id":22348,"date":"2021-02-17T14:24:55","date_gmt":"2021-02-17T13:24:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=22348"},"modified":"2021-02-17T14:24:55","modified_gmt":"2021-02-17T13:24:55","slug":"anhaltend-schwierige-wirtschaftslage-in-der-metall-und-elektroindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/anhaltend-schwierige-wirtschaftslage-in-der-metall-und-elektroindustrie\/","title":{"rendered":"Anhaltend schwierige Wirtschaftslage in der Metall- und Elektroindustrie"},"content":{"rendered":"<p>In den Unternehmen der nordrhein-westf\u00e4lischen Metall- und Elektroindustrie bleibt die Stimmung weiter angespannt. Dies zeigt eine aktuelle Befragung von landesweit 332 M+E-Betrieben mit insgesamt 111.425 Besch\u00e4ftigten. Es war die f\u00fcnfte vergleichbare Umfrage des gr\u00f6\u00dften Industriezweigs des Landes zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie seit M\u00e4rz 2020.<\/p>\n<p>&#8222;Einige Konjunkturindikatoren haben sich zwar etwas aufgehellt, von einer echten Aufbruchstimmung sind die Unternehmen aber weiterhin weit entfernt&#8220;, so der Verband der Siegerl\u00e4nder Metallindustriellen e.V. So sei es zwar erfreulich, dass die Kapazit\u00e4tsauslastung gestiegen sei, mit durchschnittlich 80 Prozent l\u00e4gen die Unternehmen aber weiterhin klar unter dem langj\u00e4hrigen Mittel (85 Prozent). Zudem sp\u00fcrten gut ein F\u00fcnftel der Betriebe die Auswirkungen der Pandemie weiterhin \u201estark\u201c oder \u201esehr stark\u201c. 24 Prozent der Firmen rechneten auch im laufenden Jahr mit einem sp\u00fcrbaren Umsatzr\u00fcckgang, nachdem viele Betriebe bereits 2020 massive Einbr\u00fcche verkraften mussten. Auch die wirtschaftlichen Perspektiven bleiben vielfach ungewiss: 35 Prozent der Befragten gaben an, dass es derzeit nicht absehbar sei, wann das Vorkrisenniveau wieder erreicht werde. \u201eDie Ergebnisse auf Landesebene spiegeln auch im Gro\u00dfen und Ganzen die Verh\u00e4ltnisse in unserer Region wider.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr eine gewisse Stabilit\u00e4t bei den Besch\u00e4ftigungszahlen sorgt nach wie vor die Kurzarbeit. 45 Prozent der Betriebe wenden dieses Kriseninstrument momentan an. Im Schnitt wurde die Arbeitszeit bei 57 Prozent der Besch\u00e4ftigten um durchschnittlich 31 Prozent abgesenkt. \u201eEs stimmt hoffnungsvoll, dass immerhin mehr als die H\u00e4lfte der Betriebe auch in 2021 mit einer stabilen Besch\u00e4ftigung plant\u201c, erkl\u00e4rt der VdSM. Von gro\u00dfer Bedeutung sei in diesem Zusammenhang, dass die Industrie weiterhin ge\u00f6ffnet blieben und mit Blick auf die internationalen Lieferketten Landesgrenzen nicht geschlossen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Ganz entscheidend sei nun, dass die Konsumlust der Verbraucher zur\u00fcckkehre. Viele Menschen h\u00e4tten in diesen schwierigen Zeiten Sorge um ihren Arbeitsplatz und legten daher ihr Geld lieber auf die hohe Kante. Schon um der Arbeitsplatzsicherheit willen d\u00fcrfe der Druck auf die Arbeitskosten nicht noch weiter zunehmen. \u201eWir haben kein Kaufkraftproblem, sondern ein Konsumproblem\u201c, so der Verband weiter. Abseits dessen ben\u00f6tigten die nach wie vor geschlossenen Wirtschaftsbereiche eine klare und verl\u00e4ssliche Perspektive. Die fehlende Nachfrage habe sich in der Umfrage als der mit Abstand h\u00e4ufigste Grund f\u00fcr die eingeschr\u00e4nkte Produktion gezeigt. \u201eWas in den Gesch\u00e4ften nicht verkauft werden kann, kann in den Firmen nicht produziert werden. Daher m\u00fcssen wir sehr aufpassen, dass der massive und langandauernde Lockdown von Dienstleistungs-, Handels- und Handwerksbetrieben nun nicht auch auf die Industrie hin\u00fcberschwappt.\u201c<\/p>\n<p>Foto: <a href=\"https:\/\/www.gesamtmetall.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gesamtmetall<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den Unternehmen der nordrhein-westf\u00e4lischen Metall- und Elektroindustrie bleibt die Stimmung weiter angespannt. 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