{"id":22302,"date":"2021-02-12T10:32:51","date_gmt":"2021-02-12T09:32:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=22302"},"modified":"2021-02-12T10:55:01","modified_gmt":"2021-02-12T09:55:01","slug":"beschaeftigte-geben-ihren-arbeitgebern-gute-noten-in-der-corona-pandemie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/beschaeftigte-geben-ihren-arbeitgebern-gute-noten-in-der-corona-pandemie\/","title":{"rendered":"Besch\u00e4ftigte geben ihren Arbeitgebern gute Noten in der Corona-Pandemie"},"content":{"rendered":"<p>Die Corona-Pandemie verlangt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern vieles ab: Tausende Jobs sind in Gefahr, Kurzarbeit verursacht finanzielle Einbu\u00dfen, Homeoffice und Hygieneregeln sorgen f\u00fcr Stress. Dass die Berufst\u00e4tigen nach Schuldigen suchen, w\u00e4re nachvollziehbar. \u00dcberraschend ist aber, dass nicht die Arbeitgeber als S\u00fcndenbock herhalten m\u00fcssen. 86 Prozent der Besch\u00e4ftigten in der Privatwirtschaft sind auch in der Corona-Krise mit dem Verhalten ihres Arbeitgebers zufrieden. Das ist das Ergebnis einer repr\u00e4sentativen Umfrage der Bertelsmann Stiftung vom November unter 1.000 Besch\u00e4ftigten.<\/p>\n<p>Weder unterscheiden sich die Antworten der Westdeutschen von denen der Ostdeutschen, noch gehen die Einsch\u00e4tzungen j\u00fcngerer und \u00e4lterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auseinander. Lediglich das Einkommen beeinflusst die Einstellung gegen\u00fcber dem Arbeitgeber. In der Gruppe derjenigen, die mehr als 3.500 Euro im Monat verdienen, ist die Zustimmung mit 93 Prozent besonders hoch. Aber auch bei den Geringverdienern sind noch 78 Prozent zufrieden. &#8222;Wir stecken immer noch mitten in der Pandemie&#8220;, erinnert Wirtschaftsexperte Detlef Hollmann, &#8222;trotzdem kann man schon jetzt festhalten, dass die Unternehmen beim Management der Pandemie mitarbeiterorientiert gedacht und gehandelt haben.&#8220;<\/p>\n<p>65 Prozent der befragten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter antworten, dass ihr Arbeitgeber den Besch\u00e4ftigten mit Kindern geholfen hat, w\u00e4hrend der Coronakrise Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Knapp zwei Drittel der Befragten sehen also bei den Betrieben das Bestreben, dieses vieldiskutierte Thema konstruktiv anzugehen. Die unterschiedlichen Antworten zeigen aber auch: Je h\u00f6her das Einkommen und der formale Bildungsgrad, desto h\u00f6her die Zustimmung, dass die Arbeitgeber bei der Vereinbarkeit geholfen haben.<\/p>\n<p>Schon im Interesse des Unternehmens muss dem Arbeitgeber die Gesundheit seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Herzen liegen. Diese Erkenntnis hat sich auf breiter Front durchgesetzt. 90 Prozent der Befragten sagt, dass ihr Unternehmen Ma\u00dfnahmen ergriffen hat, damit Besch\u00e4ftigte sich nicht infizieren. Weder die Art der Berufst\u00e4tigkeit, noch der Bildungsgrad, noch das Einkommen der Befragten machen hier einen signifikanten Unterschied.<\/p>\n<p>Doch wie ist es in Corona-Zeiten mit dem gesellschaftlichen Engagement? Vielfach h\u00e4tte der Eindruck herrschen k\u00f6nnen, Unternehmen h\u00e4tten den Einsatz zur\u00fcckgefahren. Die Befragung beweist das Gegenteil. Knapp zwei Drittel geben an, dass ihr Betrieb Verantwortung \u00fcbernommen und sich f\u00fcr die Gemeinschaft engagiert hat. &#8222;Das ist ein starkes Indiz daf\u00fcr, dass sich Betriebe in einer f\u00fcr sie herausfordernden Zeit eben nicht zur\u00fcckgezogen haben&#8220;, sagt Wirtschaftsexperte Christian Schilcher.<\/p>\n<p>Was kommt nach Corona? Auch diese Frage haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beantwortet. Die Zuversicht, dass nach der Pandemie alles besser ist, h\u00e4lt sich allerdings in Grenzen. Die H\u00e4lfte der Besch\u00e4ftigten sagt, dass sie in der Pandemie eine Chance sieht, dass es nach Corona zu Verbesserungen im Betrieb kommt. Die Besch\u00e4ftigten im Alter von 50 Jahren und \u00e4lter sowie diejenigen mit niedrigerem Bildungsabschluss sind etwas weniger optimistisch.<\/p>\n<p>Ist das Glas also halb voll oder halb leer? Die Autoren haben da eine klare Meinung: &#8222;Denken wir uns einen beliebigen Betrieb in Deutschland und stellen uns vor, dass die H\u00e4lfte der Belegschaft glaubt, dass es nach Corona zu Verbesserungen kommen kann. Das ist als eine weit verbreitete Zuversicht innerhalb der Belegschaft zu bezeichnen.&#8220;<\/p>\n<p>&gt;&gt;&gt; <a href=\"https:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/de\/publikationen\/publikation\/did\/mitarbeiterorientierung-und-engagement-in-schwierigen-zeiten-all\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zur Studie<\/a><\/p>\n<p>Info: <a href=\"https:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/de\/startseite\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bertelsmann Stiftung<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Corona-Pandemie verlangt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern vieles ab: Tausende Jobs sind in Gefahr, Kurzarbeit verursacht finanzielle Einbu\u00dfen, Homeoffice und Hygieneregeln sorgen f\u00fcr Stress. 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