{"id":2206,"date":"2014-11-07T08:57:22","date_gmt":"2014-11-07T07:57:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=2206"},"modified":"2014-11-07T08:58:16","modified_gmt":"2014-11-07T07:58:16","slug":"unternehmen-zweifeln-praxistauglichkeit-der-bachelor-abschluesse-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/unternehmen-zweifeln-praxistauglichkeit-der-bachelor-abschluesse-an\/","title":{"rendered":"Unternehmen zweifeln Praxistauglichkeit der Bachelor-Abschl\u00fcsse an"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcber 60 Prozent der regionalen Unternehmen besch\u00e4ftigen bereits in Hochschulen ausgebildete Bachelor-Absolventen. Zwei Drittel davon stellen jedoch lieber Fachkr\u00e4fte mit qualifiziertem Berufsabschluss ein, k\u00f6nnten sie zwischen beiden Alternativen w\u00e4hlen. Die Bachelor-Abschl\u00fcsse sch\u00e4tzt jedes zweite Unternehmen als nur teilweise berufsqualifizierend ein. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) bei 85 heimischen Personalchefs, die f\u00fcr Unternehmen sprechen, die insgesamt \u00fcber 17.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besch\u00e4ftigen. IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Franz J. Mockenhaupt: \u201eZwar ist die Grundgesamtheit unserer Befragung nicht repr\u00e4sentativ, dennoch stimmen einen die Ergebnisse mehr als bedenklich. Der Bachelor kommt zwar in der Wirtschaft langsam aber sicher an, aber beileibe nicht jedes Unternehmen ist mit der praktischen Einsatzf\u00e4higkeit der Absolventen zufrieden.\u201c<\/p>\n<p>Auch im Vergleich zu fr\u00fcheren Abschlussarten, wie etwa dem Diplom, werden die Bachelor-Absolventen als weniger einsatzf\u00e4hig eingesch\u00e4tzt. Die befragten Personalchefs kritisierten zudem, dass den Bachelor-Absolventen vielfach die Kompetenz zum Transfer des theoretisch erworbenen Wissens in praktische Handlungen fehle. Daneben zogen auch etliche Personalverantwortliche das testierte Fachwissen der Absolventen in Zweifel. Insgesamt sei die Praxisorientierung im Studium vielfach nicht hinreichend gew\u00e4hrleistet. Gefragt nach der Eignung der Hochschulabsolventen insgesamt bekamen die Bachelor-Absolventen die Durchschnittsnote 2,8. Sowohl der Master (Durchschnitt: 2,2) als auch das Diplom (Durchschnitt: 1,9) schnitten deutlich besser ab.<\/p>\n<p>Aus Sicht der regionalen Wirtschaft belegt die Umfrage, dass das mit der Bologna-Reform verbundene Ziel, den Bachelor als berufsqualifizierenden Abschluss zu etablieren, zumindest derzeit noch nicht vollst\u00e4ndig erreicht worden ist. Es sei zwar nicht zul\u00e4ssig, aus dieser Blitzumfrage endg\u00fcltige Schl\u00fcsse abzuleiten. Die Umfrage deute jedoch an, dass es mit immer mehr wissenschaftlich erworbenen Abschl\u00fcssen allein nicht getan sei, stellt IHK-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Klaus Gr\u00e4bener fest: \u201eImmer mehr junge Menschen studieren. Die Masse an Arbeitspl\u00e4tzen erfordert jedoch auch in Zukunft nicht zwingend akademische Abschl\u00fcsse. Daher setzen die meisten Unternehmen nach wie vor auf die betriebliche Ausbildung. Wenn aber die Unternehmen etwas wollen, was die Mehrzahl der jungen Menschen offenbar nicht mehr \u201evom Hocker rei\u00dft\u201c, dann haben wir ein Problem.\u201c Die zentralen Akteure der Region seien gut beraten, gemeinsam f\u00fcr die Attraktivit\u00e4t der dualen Ausbildung zu werben. Sonst k\u00f6nne sich diese Diskrepanz zu einem Strukturproblem erster Kategorie auswachsen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber 60 Prozent der regionalen Unternehmen besch\u00e4ftigen bereits in Hochschulen ausgebildete Bachelor-Absolventen. 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