{"id":21776,"date":"2021-01-07T12:38:59","date_gmt":"2021-01-07T11:38:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=21776"},"modified":"2021-01-08T09:58:23","modified_gmt":"2021-01-08T08:58:23","slug":"mitarbeiter-in-den-veraenderungsprozess-mit-einbeziehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/mitarbeiter-in-den-veraenderungsprozess-mit-einbeziehen\/","title":{"rendered":"&#8222;Mitarbeiter in den Ver\u00e4nderungsprozess mit einbeziehen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Der digitale Wandel bringt zahlreiche Ver\u00e4nderungsprozesse f\u00fcr mittelst\u00e4ndische Firmen mit sich. Ein gro\u00dfer Teil dieses Wandels l\u00e4sst sich auf technische Innovationen zur\u00fcckf\u00fchren. Dadurch besteht jedoch leicht die Versuchung, Digitalisierungsprojekte nur aus der technologischen Perspektive anzugehen. Das reicht aber nicht aus, wenn solche Projekte erfolgreich umgesetzt werden sollen, wissen Christina Meisterjahn und Jonas Koch vom Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Siegen. Die beiden sind Experten f\u00fcr das Thema Change Management. \u201eDas ist die professionelle Begleitung von Ver\u00e4nderungsvorhaben jeder Art, die in Unternehmen oder Organisationen passieren\u201c, erkl\u00e4rt Christina Meisterjahn. Dabei ist es wichtig, einen partizipativen Ansatz zu verfolgen. \u201eDas bedeutet, dass alle Betroffenen in einem solchen Projekt auch zu Beteiligten gemacht werden und sie von Anfang an mit ins Boot geholt werden\u201c, sagt Jonas Koch. Ein solcher Ver\u00e4nderungsprozess kann zum Beispiel die Einf\u00fchrung einer neuen Software in der Fertigung sein, um die Prozesse zu verbessern. \u201eOder ich m\u00f6chte meinen Mitarbeitern ein Arbeitstablet zur Verf\u00fcgung stellen, um die Prozesse st\u00e4rker papierlos zu gestalten\u201c, erkl\u00e4rt Meisterjahn.<\/p>\n<p>Um die Einf\u00fchrung auch optimal im Sinne der Mitarbeiter zu gestalten, bieten sich Methoden aus dem Change Management an, wie etwa eine Stakeholder-Analyse. \u201eDabei wird genau darauf geguckt, wer von der Ver\u00e4nderung betroffen sein wird und um welche Mitarbeiter ich mich besonders k\u00fcmmern muss, weil sie Ver\u00e4nderungen vielleicht negativ gegen\u00fcber eingestellt sind\u201c, sagt Koch. Auch Widerst\u00e4nde geh\u00f6ren zum Ver\u00e4nderungsprozess dazu und sollten ber\u00fccksichtigt werden. Denn nur so f\u00fchlen sich die Mitarbeiter Wert gesch\u00e4tzt. \u201eWenn ich sie fr\u00fchzeitig einbinde, bekomme ich auch rechtzeitig mit, ob an meiner Strategie noch etwas verbessert werden kann. Oft kommen n\u00e4mlich auch ganz tolle Anregungen von den Mitarbeitern, die ich dann auch direkt aufnehmen kann\u201c, erkl\u00e4rt Jonas Koch. Es gilt der Grundsatz: Selbst ver\u00e4ndern macht mehr Spa\u00df, als ver\u00e4ndert zu werden. \u201eWenn da jemand kommt und mir einfach eine Ver\u00e4nderung aufdr\u00fcckt, bin ich da erstmal nicht so motiviert mitzugehen, als wenn das vielleicht auch meine eigenen Ideen und meine eigenen \u00dcberlegungen sind, die ich da einbringen kann\u201c, bekr\u00e4ftigt Christina Meisterjahn.<\/p>\n<p>Unternehmen, die sich st\u00e4rker mit dem Thema Ver\u00e4nderungsmanagement besch\u00e4ftigen wollen, k\u00f6nnen sich in der kostenfreien Workshop-Reihe Change 4.0 des Kompetenzzentrums zum Change Enabler qualifizieren lassen. In f\u00fcnf Workshops lernen die Teilnehmer Methoden zum Change Management kennen. \u201eWir treffen uns immer in monatlichem Abstand mit den Teilnehmern, denn wenn sie aus den Workshops kommen, sollen sie das Erlernte auch direkt anwenden k\u00f6nnen und sich beim n\u00e4chsten Treffen mit den anderen Teilnehmern dar\u00fcber austauschen k\u00f6nnen\u201c, sagt Jonas Koch. Ihm und seiner Kollegin Christina Meisterjahn ist es wichtig zu vermitteln, dass jedes Unternehmen anders ist und somit auch jeder Ver\u00e4nderungsprozess unterschiedlich abl\u00e4uft. Sie wollen den Teilnehmern aber mehrere Methoden vermitteln, die sie dann in ihren Unternehmen anwenden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die beiden begleiten au\u00dferdem kleine und mittlere Unternehmen bei ganz konkreten Umsetzungsprojekten zum Thema Change Management. Durch die Change Enabler-Reihe ist der Kontakt zu einem Unternehmen entstanden, das in einer kompletten Produktionslinie eine neue Software einf\u00fchren wollte, die die bisherige Arbeit stark ver\u00e4ndert. \u201eDas Unternehmen wollte wissen, wie die Ver\u00e4nderungsbereitschaft der Mitarbeiter ist\u201c, erkl\u00e4rt Christina Meisterjahn. Daf\u00fcr haben sie in Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat eine Change Readiness Befragung gemacht. \u201eDabei ist zum Beispiel herausgekommen, dass die Mitarbeiter sich Schulungen w\u00fcnschen\u201c, sagt sie. Mittlerweile konnte die Software erfolgreich eingef\u00fchrt werden, mit Unterst\u00fctzung der Mitarbeiter.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zum Thema Change Management im Kompetenzzentrum finden Sie hier: <a href=\"https:\/\/kompetenzzentrum-siegen.digital\/change\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/kompetenzzentrum-siegen.digital\/change\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der digitale Wandel bringt zahlreiche Ver\u00e4nderungsprozesse f\u00fcr mittelst\u00e4ndische Firmen mit sich. Ein gro\u00dfer Teil dieses Wandels l\u00e4sst sich auf technische Innovationen zur\u00fcckf\u00fchren. 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