{"id":21627,"date":"2020-12-22T09:00:07","date_gmt":"2020-12-22T08:00:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=21627"},"modified":"2020-12-21T08:27:17","modified_gmt":"2020-12-21T07:27:17","slug":"uni-und-stadt-netphen-arbeiten-an-heimat-2-0","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/uni-und-stadt-netphen-arbeiten-an-heimat-2-0\/","title":{"rendered":"Uni und Stadt Netphen arbeiten an Heimat 2.0"},"content":{"rendered":"<p>Mit Unterst\u00fctzung der Universit\u00e4t Siegen geht die Stadt Netphen in Sachen Digitalisierung weiter voran. Im Bereich Wohnen, Pflege und Gesundheit wird ein Online-Netzwerk aufgebaut, das interessierten B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern schnellen und strukturierten Zugriff auf Fachberater und Unterst\u00fctzungshilfen bietet. Basis f\u00fcr das Digitalisierungsprojekt unter dem Titel \u201eLOKAL-digital-Smartes Wissensmanagement f\u00fcr Wohnen, Pflege und Gesundheit\u201c ist die F\u00f6rderinitiative Heimat 2.0. Diese Initiative ist Teil eines F\u00f6rderprogramms des Bundesministeriums des Inneren, f\u00fcr Bau und Heimat. Netphen ist eine von zw\u00f6lf Modellregionen, die f\u00fcr die dreij\u00e4hrige F\u00f6rderung mit 345.000 Euro ausgew\u00e4hlt wurden.<\/p>\n<p>Die Stadt hat sich vorgenommen, die Arbeitsbereiche in der Kommunalverwaltung, die f\u00fcr Menschen mit Pflegebedarf, aber auch f\u00fcr die Sozialwirtschaft, das Bauhandwerk und die Wohnungswirtschaft relevant sind, durch den Aufbau eines Wissensmanagementsystems digital weiterzuentwickeln. Die fachliche und wissenschaftliche Expertise kommt von Prof. Madjid Fathi vom Lehrstuhl f\u00fcr Wissensbasierte Systeme und Wissensmanagement an der Universit\u00e4t Siegen. \u201eWir freuen uns, dass wir in Netphen ein Modell aufbauen k\u00f6nnen, das auf andere Bereiche und auf andere Regionen \u00fcbertragbar sein kann\u201c, betont Prof. Fathi. \u201eDie Pr\u00e4senz des Fachbereichs Informatik in der Region ist f\u00fcr Universit\u00e4t \u00fcberaus wichtig, und wir hoffen mit diesem Projekt auch eine Perspektive f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler an unserer Universit\u00e4t aufzuzeigen.\u201c<\/p>\n<p>Mit dem Vorhaben in Netphen sollen vor allem SeniorInnen, deren Angeh\u00f6rige, sowie Menschen mit besonderem Unterst\u00fctzungsbedarf erreicht werden. Denn wenn zum Beispiel in der Familie ein Pflegefall eintritt, stellen sich pl\u00f6tzlich eine Vielzahl von Fragen. Wo gibt es Beratung? Wo gibt es F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten? Wo stellt man einen Antrag? Wo findet man Handwerker f\u00fcr Umbauma\u00dfnahmen? Ein Online-Netzwerk, wo B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger unabh\u00e4ngig von Ort und Zeit schnell und \u00fcbersichtlich Informationen, Formulare und Hilfestellungen finden, bietet die M\u00f6glichkeit, selbstst\u00e4ndig ein auf die individuellen Bed\u00fcrfnisse abgestimmtes Paket zu schn\u00fcren. Und die Besch\u00e4ftigten der Stadtverwaltung erhalten mit dem Wissensmanagementsystem ein digitales Werkzeug an die Hand, das bei Beratungen und Antragsverfahren entlastet.<\/p>\n<p>Dazu werden u.a. die bislang vorwiegend analog vorliegenden Informationsmaterialien und Formulare von Hilfs- und Beratungsangeboten der Pflege oder zur technischen Wohnraumunterst\u00fctzung digitalisiert und zum Abruf oder der direkten Bearbeitung bereitgestellt. Johannes Zenkert, wissenschaftlicher Mitarbeiter in dem Projekt, betont, dass man mit dem Wissensmanagementsystem bestehende Strukturen unterst\u00fctzen, aber nicht ersetzen will. Vielmehr w\u00fcrden die Digitalkompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung gef\u00f6rdert. \u201eUnd gleichzeitig ist es wichtig, dass die Besch\u00e4ftigten ihr Wissen und ihre Erfahrung in das System mit einbringen\u201c, so Zenkert.<\/p>\n<p>Damit das Projekt sp\u00e4ter auf andere St\u00e4dte oder Kommunen \u00fcbertragbar ist, wird mit einem \u201eBaukasten-Prinzip&#8220; gearbeitet. Pflegebed\u00fcrftige, deren Angeh\u00f6rige, aber auch MitarbeiterInnen von Einrichtungen der Wohlfahrt und der Sozialwirtschaft, speziell von ambulanten Pflegediensten sowie der Sozialdienste von Pflegeheimen und Krankenh\u00e4usern bekommen Zugang zu der Wissensdatenbank, um auf digitalisierte Informationen und die Expertise der Pflegeberatung zugreifen zu k\u00f6nnen. Gleiches gilt f\u00fcr Unternehmen der Wohnungswirtschaft und des Bauhandwerks, die \u00fcber die Wissensdatenbank Informationen \u00fcber technische Wohnraumunterst\u00fctzung inklusive entsprechender F\u00f6rderma\u00dfnahmen erhalten.<\/p>\n<p>Handwerker sollen beispielsweise erfahren, wo sie sich fortbilden k\u00f6nnen, um von den Krankenkassen als &#8218;zertifizierte Wohnraumberater&#8216; anerkannt zu werden, damit von den Krankenkassen Zusch\u00fcsse f\u00fcr Umbauma\u00dfnahmen flie\u00dfen k\u00f6nnen. Ambulante Pflegedienste sollen sich \u00fcber die Wissensplattform untereinander und mit\u00a0 \u00c4rztInnen, ApothekerInnen, Sanit\u00e4tsh\u00e4usern, Logop\u00e4dInnen, ErgotherapeutInnen fachlich \u00fcber Behandlungsangebote austauschen k\u00f6nnen. \u201eAuch\u00a0 \u00fcber den Einsatz digitaler Technologien wie Sensormatten, e-Rezept, Telemedizin\u201c, erl\u00e4utert Zenkert. Ehrenamtliche Dienste\u00a0 wie Einkaufshilfen und Besuchsdienste sind ebenfalls Teil des Netzwerks.<\/p>\n<p>\u201eDas Wissensportal ist smart und agil, also offen f\u00fcr Neuerungen und Ver\u00e4nderungen\u201c, betont Prof. Fathi. \u201eNur wenn wir den Prozess lernf\u00e4hig gestalten, bleibt das System f\u00fcr die Nutzerinnen und Nutzer eine wichtige Unterst\u00fctzung und kann helfen, dass Menschen aller Altersgruppen m\u00f6glichst lange und selbstbestimmt zu Hause wohnen bleiben k\u00f6nnen\u201c.<\/p>\n<p>Bild und Info: <a href=\"https:\/\/www.uni-siegen.de\/start\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Universit\u00e4t Siegen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Unterst\u00fctzung der Universit\u00e4t Siegen geht die Stadt Netphen in Sachen Digitalisierung weiter voran. 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