{"id":2151,"date":"2014-10-09T15:50:16","date_gmt":"2014-10-09T13:50:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=2151"},"modified":"2014-10-09T15:51:16","modified_gmt":"2014-10-09T13:51:16","slug":"der-schwung-ist-raus-ihk-siegen-legt-konjunkturbericht-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/der-schwung-ist-raus-ihk-siegen-legt-konjunkturbericht-vor\/","title":{"rendered":"Der Schwung ist raus &#8211; Industrie- und Handelskammer Siegen legt Konjunkturbericht vor"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/konjunkturumfrage-ihk.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2152\" src=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/konjunkturumfrage-ihk-300x181.jpg\" alt=\"konjunkturumfrage-ihk\" width=\"300\" height=\"181\" srcset=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/konjunkturumfrage-ihk-300x181.jpg 300w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/konjunkturumfrage-ihk.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\u201eDen Schwung vom Jahresanfang konnten wir leider nicht \u00fcber den Sommer retten. Zum Herbstanfang tr\u00fcbt sich auch im IHK-Bezirk Siegen die Konjunkturstimmung ein\u201c, so beschreibt IHK-Pr\u00e4sident Felix G. Hensel, Gustav Hensel GmbH &amp; Co. KG, Lennestadt, die Ergebnisse der j\u00fcngsten Konjunkturumfrage der IHK Siegen, an der sich knapp 500 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung aus den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe beteiligten.<\/p>\n<p>Die Sorge, dass die internationalen Krisen nicht lokal begrenzt bleiben, sondern sich auf die weltweiten Absatzm\u00e4rkte der Exportnation Deutschland auswirken, dr\u00fcckt die Stimmung. So wie zuletzt der ifo-Gesch\u00e4ftsklimaindex ist deshalb zum Herbstanfang auch der Konjunkturklimaindex der Industrie- und Handelskammer Siegen unerwartet stark zur\u00fcckgegangen. Nach 122 Punkten im Januar f\u00e4llt das regionale Konjunkturbarometer jetzt auf 106 Punkte, so Hensel. Das ist kein katastrophaler Einbruch, aber doch ein deutlicher D\u00e4mpfer. Es handelt sich offenbar um mehr als nur eine leichte wirtschaftliche Sommergrippe, die auch den Betrieben in Siegen-Wittgenstein und Olpe ins Haus steht, res\u00fcmiert der IHK-Pr\u00e4sident. Die Betriebe sch\u00e4tzen sowohl ihre Lage, vor allem aber die Aussichten f\u00fcr das kommende Jahr schlechter ein als zum Jahresbeginn. Allerdings ist der Anteil der Unternehmen, die von einer gleichbleibenden Entwicklung ausgehen, immer noch sehr hoch. Insgesamt erwarten die befragten Unternehmen zwar keinen nachhaltigen und tiefen Konjunktureinbruch. Die Aussagen deuten aber auf einen deutlich ruhigeren Verlauf in den n\u00e4chsten Monaten hin.<\/p>\n<p>Vor allen Dingen die Krisen im Nahen Osten und in der Ukraine veranlassen viele Industrieunternehmen zu eher skeptischen Ausblicken. Zudem kommt die Konjunktur in wichtigen europ\u00e4ischen Abnehmerl\u00e4ndern nach wie vor nur im Kriechgang voran, unterstreicht IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Franz J. Mockenhaupt. Garniert werde das Ganze mit einer aufkommenden deutlichen Unzufriedenheit vieler Unternehmer wegen der Gefahr weiter steigender Strompreise, der anhaltenden Diskussion um die Verteilung neuer sozialer Wohltaten, den Forderungen nach \u00fcppigen Lohnsteigerungen in den anstehenden Tarifrunden und nicht zuletzt dadurch, dass immer mehr Betriebe mit den Auswirkungen der maroden Verkehrsinfrastruktur k\u00e4mpfen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund entpuppen sich die Jubelmeldungen vom deutschen Export-Rekord zur Jahresmitte schnell als blo\u00dfe statistische Dokumentation von Ergebnissen bereits l\u00e4ngst erledigter Auftr\u00e4ge in den Betrieben. F\u00fcr die Erwartung einer weiter aufw\u00e4rts gerichteten Entwicklung ist die Auftragslage aber derzeit noch zu d\u00fcnn, so Mockenhaupt.<\/p>\n<p>Die Stimmung im Industriesektor schl\u00e4gt jetzt auch bei den Unternehmen der Metallverarbeitung um. Im bisherigen Jahresverlauf war dies nur bei den Unternehmen des Gro\u00dfmaschinen- und Anlagenbaus festzustellen, die Investitionsg\u00fcter f\u00fcr die Stahlerzeugung oder \u2013verarbeitung herstellen. Viele Hersteller, wie etwa aus dem Automobilzuliefererbereich, sind zwar nach wie vor gut besch\u00e4ftigt. Sie rechnen aber mit einer Beruhigung der Entwicklung.<\/p>\n<p>Der Industrieumsatz im IHK-Bezirk lag bis einschlie\u00dflich Juli dieses Jahres leicht \u00fcber dem des Vorjahreszeitraumes. Im Kreis Olpe, wo die Autozulieferer dominieren, gab es einen Zuwachs von sieben Prozent. Im Kreis Siegen-Wittgenstein, mit h\u00f6heren Gewichten im Maschinenbau und in der Metallerzeugung, ging der Umsatz um mehr als drei Prozent zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Die Verunsicherung der Unternehmen \u00fcber die weitere Entwicklung legt sich wie Mehltau auf die Stimmung und damit auch auf die Investitionsneigung vieler Betriebe. Bemerkenswerterweise l\u00e4sst vor allem das Investitionsklima bei den Inlandsinvestitionen nach. Die Investitionsabsichten an ausl\u00e4ndischen Standorten hingegen nehmen zu. Bei den Motiven spielt nach wie vor die Erschlie\u00dfung von Auslandsm\u00e4rkten eine entscheidende Rolle. Immer h\u00e4ufiger kommen aber auch die g\u00fcnstigeren Bedingungen an ausl\u00e4ndischen Standorten in Betracht. Dabei werden vielfach die Energiekosten genannt.<\/p>\n<p>Zu den Ergebnissen im Einzelnen:<\/p>\n<p>Fast ein Drittel der Industriebetriebe melden eine gute Lage, nur 16 Prozent eine schlechte. 39 Prozent der Industriefirmen sind bis zur Spitze ausgelastet, etwas mehr als in Januar. Jeder dritte Industriebetrieb meldet Einbu\u00dfen beim Auftragseingang aus dem In- und Ausland. Deswegen erwartet fast ein Viertel der Industrieunternehmen unterm Strich k\u00fcnftig ung\u00fcnstigere Gesch\u00e4fte. Die Mehrheit von 59 Prozent setzt immerhin auf einen stabilen Verlauf.<\/p>\n<p>In der Bauindustrie stufen mit 42 Prozent fast so viele Unternehmen wie im Januar ihre Lage gut ein, bei 12 Prozent ist sie schlecht. Zwei von drei Firmen sind bis zur Spitze ausgelastet. Allerdings registrieren die Baubetriebe fallende Auftragseing\u00e4nge. Auch saisonbedingt werden bald ung\u00fcnstigere Rahmenbedingungen bef\u00fcrchtet. Im Ergebnis erwartet kein Baubetrieb k\u00fcnftig Zuw\u00e4chse, 23 Prozent rechnen mit schlechteren Gesch\u00e4ften. \u00dcber drei Viertel bauen auf eine anhaltend ausk\u00f6mmliche Entwicklung.<\/p>\n<p>27 Prozent der Einzelh\u00e4ndler beurteilen die Lage gut, etwas mehr als zu Jahresbeginn. Allerdings ist mit 24 Prozent auch der Anteil der Unzufriedenen gestiegen. Vor allem die Textil- und die Kfz-H\u00e4ndler hadern mit ihren Gesch\u00e4ften. Positivere Stimmen kommen eher aus dem Bereich Nahrungs- und Genussmittel. Das Kaufverhalten l\u00e4sst unter dem Strich zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Ingesamt w\u00e4chst auch im Einzelhandel die Zur\u00fcckhaltung: Nur 22 Prozent der H\u00e4ndler erwarten bessere Gesch\u00e4fte, fast ein Viertel dagegen schlechtere, etwa doppelt so viele wie im Januar.<\/p>\n<p>Nicht mehr ganz ein Drittel der regionalen Gro\u00dfh\u00e4ndler melden eine gute Lage, sechs Prozentpunkte weniger als im Januar. Knapp ein Viertel urteilt \u201eschlecht\u201c, das sind doppelt so viele Firmen wie zu Jahresbeginn. Sowohl im produktions- als auch im konsumnahen Bereich stuft mehr als die H\u00e4lfte der Betriebe das Kaufverhalten der Kunden zur\u00fcckhaltend ein. Infolgedessen sinken die Erwartungen deutlich. \u00dcber die H\u00e4lfte der Gro\u00dfh\u00e4ndler geht aber von einer stabilen Entwicklung aus.<\/p>\n<p>Am besten schneidet noch das Dienstleistungsgewerbe ab. Mit 38 Prozent sind so viele Betriebe wie im Januar mit ihrer Lage sehr zufrieden. Nur 9 Prozent bewerten sie schlechter. Aber auch hier ist der Blick nach vorne skeptischer. Der Anteil der Pessimisten ist mit 17 Prozent sp\u00fcrbar gestiegen, auch wenn mit einem Viertel noch deutlich mehr Betriebe k\u00fcnftig bessere Gesch\u00e4fte erwarten.<\/p>\n<p>Der regionale Arbeitsmarkt entwickelte sich im Sommer dieses Jahres sehr solide: Die Arbeitslosenquote lag im September 2014 mit 5,2 Prozent etwas unter dem Vorjahreswert (5,4 Prozent). Die hohe Verunsicherung der Unternehmen wirkt aber auch auf die Einstellungspl\u00e4ne negativ: 16 Prozent der Betriebe bef\u00fcrchten Besch\u00e4ftigungsr\u00fcckgange, sieben Prozentpunkte mehr als zu Jahresbeginn. 17 Prozent planen mehr Einstellungen. Im Januar waren es indes noch 21 Prozent. Die gro\u00dfe Mehrheit von zwei Dritteln der Firmen m\u00f6chte die Mitarbeiterzahl konstant halten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDen Schwung vom Jahresanfang konnten wir leider nicht \u00fcber den Sommer retten. 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