{"id":21464,"date":"2020-12-10T14:58:02","date_gmt":"2020-12-10T13:58:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=21464"},"modified":"2020-12-10T14:58:02","modified_gmt":"2020-12-10T13:58:02","slug":"unternehmen-nicht-ueberfordern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/unternehmen-nicht-ueberfordern\/","title":{"rendered":"&#8222;Unternehmen nicht \u00fcberfordern&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>In einem Kurz-Interview mit der M+E-Zeitung blickt NRW-Metallarbeitgeberpr\u00e4sident Arndt G. Kirchhoff auf die wirtschaftliche Lage in der Metall- und Elektroindustrie und auf die Tarifrunde 2021.<\/p>\n<p><strong>Die Tarifrunde 2021 wird beherrscht von mehreren gro\u00dfen Herausforderungen, denen die M+E-Industrie gegen\u00fcbersteht. Worauf kommt es jetzt an?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Arndt G. Kirchhoff:\u00a0<\/strong>Viele Unternehmen schreiben rezessions\u00adbedingt schon seit zwei Jahren rote Zahlen, m\u00fcssen aber zugleich einen enormen Struk\u00adturwandel bew\u00e4ltigen. Daf\u00fcr brauchen sie Geld f\u00fcr Zukunftsinvestitionen. Und die Aus\u00adwirkungen der Pandemie b\u00fcrden ihnen zu\u00ads\u00e4tzliche Lasten auf. Wir erleben auch gro\u00dfe Unsicherheit dar\u00fcber, wie die Entwicklung in unseren relevanten M\u00e4rkten in Europa und in den USA weitergeht. Deshalb ist es jetzt ganz wichtig, dass die Betriebe von weiteren tarif\u00adlichen Kostenbelastungen verschont bleiben und nicht \u00fcberfordert werden. Es muss ge\u00admeinsames Ziel sein, so viele Besch\u00e4ftigte wie eben m\u00f6glich an Bord zu halten.<\/p>\n<p><strong>Die wirtschaftliche Lage in der M+E-Industrie ist sehr angespannt. Gilt das f\u00fcr alle Unternehmen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kirchhoff<\/strong>: Es gibt Unternehmen, die bisher gut durch die Krise kommen, und andere, die in ernsthaften Schwierigkeiten stecken. Das sind aber deutlich mehr als sonst. In NRW haben uns Ende Oktober 60 Prozent der Betriebe gemeldet, dass sie Kurzarbeit fah\u00adren und damit auch im n\u00e4chsten Halbjahr planen. Deshalb kann die tarifpolitische Antwort nur lauten, den kostenscho\u00adnenden Kurs vom M\u00e4rz 2020 fortzusetzen. Insofern ist auch das Forderungsvolumen\u00a0der IG Metall von vier Prozent unver\u00adst\u00e4ndlich. F\u00fcr Unternehmen, die seit M\u00e4rz massiv Eigenkapital zur Besch\u00e4ftigungssi\u00adcherung eingesetzt haben, wirkt das v\u00f6llig an der Wirklichkeit vorbei.<\/p>\n<p><strong>Was hei\u00dft das f\u00fcr die Tarifrunde?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kirchhoff<\/strong>: Es ist jetzt jedenfalls nicht die Zeit f\u00fcr kon\u00adfliktbeladene Auseinandersetzungen. Wir brauchen jetzt tarifliche L\u00f6sungen, die der schwierigen Gesamtsituation und gleich\u00adzeitig der unterschiedlichen Lage in den Unternehmen gerecht werden. Ich setze auf sozialpartnerschaftliche Verhandlungen mit der IG Metall, die im Geist der Tarifrun\u00adde 2020 gef\u00fchrt werden. Das w\u00fcrde auch die Akzeptanz des Fl\u00e4chentarifs st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Das Interview erschien am Anfang Dezember in der NRW-Ausgabe der <a href=\"https:\/\/metall.nrw\/fileadmin\/content\/Medien\/M_E-Zeitung\/MEZ_2020-02_NRW_FINAL.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M+E-Zeitung 02\/2020<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem Kurz-Interview mit der M+E-Zeitung blickt NRW-Metallarbeitgeberpr\u00e4sident Arndt G. 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