{"id":21143,"date":"2020-11-17T14:04:20","date_gmt":"2020-11-17T13:04:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=21143"},"modified":"2020-11-17T14:04:20","modified_gmt":"2020-11-17T13:04:20","slug":"nrw-metallarbeitgeber-gewerkschaftsforderung-fernab-der-realitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/nrw-metallarbeitgeber-gewerkschaftsforderung-fernab-der-realitaet\/","title":{"rendered":"NRW-Metallarbeitgeber: Gewerkschaftsforderung \u201efernab der Realit\u00e4t\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"PRESSEMITTEILUNGFlietext\">Als \u201efernab der Realit\u00e4t\u201c haben die NRW-Metallarbeitgeber die Forderung der IG Metall nach Einkommensverbesserungen in einem Volumen von vier Prozent f\u00fcr die rund 700.000 Besch\u00e4ftigten dieses Industriezweigs zur\u00fcckgewiesen. Der Pr\u00e4sident des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Arndt G. Kirchhoff, sagte am Dienstag in D\u00fcsseldorf, eine auch nur ann\u00e4hernde Umsetzung dieser Forderung werde in Deutschlands bedeutendsten Industriezweig viele Arbeitspl\u00e4tze aufs Spiel setzen. \u201eWarum die Gewerkschaft ausgerechnet in dieser schweren Rezession Unternehmen zus\u00e4tzliche Arbeitskostenbelastungen aufb\u00fcrden will, ist mir schleierhaft.\u201c, erkl\u00e4rte Kirchhoff. Auftr\u00e4ge, Produktion und Ums\u00e4tze bewegten sich vielerorts seit vielen Monaten im zweistelligen Minusbereich. Die gesamte Metall- und Elektroindustrie k\u00e4mpfe gerade an mehreren Fronten von Rezession, Transformation, Corona und Besch\u00e4ftigungssicherung. Zwei Drittel der M+E-Unternehmen arbeiteten in Kurzarbeit. Dieses Forderungspaket gef\u00e4hrde die leichte Erholungsphase der letzten Wochen und habe keine \u00f6konomische Grundlage. \u201eDas erinnert an M\u00fcnchhausen: Aber sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen hat noch nie funktioniert\u201c, so Kirchhoff.<\/p>\n<p class=\"PRESSEMITTEILUNGFlietext\">Der NRW-Metallarbeitgeberpr\u00e4sident warnte die IG Metall, mit ihrer tarifpolitischen Strategie einen Verteilungskampf zur Unzeit anzuzetteln. An der komplexen und schwierigen wirtschaftlichen Lage habe sich seit dem Fr\u00fchjahr 2020 nicht viel ver\u00e4ndert. Die Unternehmen h\u00e4tten seitdem allerdings massiv Eigenkapital verloren, viele k\u00e4mpften mit Liquidit\u00e4tsengp\u00e4ssen. Trotzdem sei der Besch\u00e4ftigungsr\u00fcckgang mit -2,1 Prozent ausgesprochen moderat ausgefallen. Es sei bislang gelungen, insbesondere Stammbelegschaften an Bord zu halten. \u201eDie IG Metall geht ein erhebliches psychologisches Wagnis ein: Wenn Unternehmen ausgerechnet jetzt Arbeitskosten-Erh\u00f6hungen bef\u00fcrchten m\u00fcssen, dann werden sie vermehrt Arbeitspl\u00e4tze auf den Pr\u00fcfstand stellen\u201c, betonte Kirchhoff. Er erkenne zwar an, dass die IG Metall in ihrer differenzierenden Forderung versuche, die heterogene Lage der M+E-Industrie zu ber\u00fccksichtigen. Allerdings sei es schon grotesk, zun\u00e4chst Lohnzuw\u00e4chse bei den Unternehmen einzuholen, diese dann auch f\u00fcr einen Teillohnausgleich f\u00fcr eine Vier-Tage-Woche zu verwenden und dann als Beitrag der Mitarbeiter zur Besch\u00e4ftigungssicherung zu verkaufen. \u201eSo verpasst die IG Metall auch der Akzeptanz f\u00fcr den Fl\u00e4chentarif einen schweren Schlag. Auch das kann ich in dieser Situation nicht nachvollziehen\u201c, sagte Kirchhoff.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als \u201efernab der Realit\u00e4t\u201c haben die NRW-Metallarbeitgeber die Forderung der IG Metall nach Einkommensverbesserungen in einem Volumen von vier Prozent f\u00fcr die rund 700.000 Besch\u00e4ftigten&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":18817,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[32,11],"tags":[],"class_list":["post-21143","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-infos","category-regionale-wirtschaft"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/kirchhoff-neu.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21143","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21143"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21143\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21144,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21143\/revisions\/21144"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18817"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21143"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21143"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21143"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}