{"id":20821,"date":"2020-10-22T14:30:52","date_gmt":"2020-10-22T12:30:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=20821"},"modified":"2020-10-22T14:30:52","modified_gmt":"2020-10-22T12:30:52","slug":"heimische-kreditinstitute-und-polizei-warnen-gemeinsam-vor-spoofing","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/heimische-kreditinstitute-und-polizei-warnen-gemeinsam-vor-spoofing\/","title":{"rendered":"Heimische Kreditinstitute und Polizei warnen gemeinsam vor \u201eSpoofing\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Wahrscheinlich haben die meisten Menschen den Begriff \u201eSpoofing\u201c noch nie geh\u00f6rt. Jedoch ist es wichtig zu wissen, was sich dahinter verbirgt, denn es handelt sich dabei um eine besonders perfide Betrugsmasche. Der Begriff \u201eSpoofing\u201c leitet sich vom englischen Wort \u201espoof\u201c ab, was so viel bedeutet wie \u201evort\u00e4uschen\u201c oder auch \u201ef\u00e4lschen\u201c. Kriminelle versuchen beim \u201eSpoofing\u201c, den Angerufenen pers\u00f6nliche Daten zu entlocken, indem sie einen Anruf der Polizei, einer Beh\u00f6rde oder zum Beispiel einer Volksbank oder Sparkasse vort\u00e4uschen. Nun k\u00f6nnte man meinen, dass man mit einiger Sicherheit an der Telefonnummer des Anrufers, die ja fast immer auf dem Telefondisplay angezeigt wird, erkennen kann, wer anruft. Genau das ist aber nicht der Fall und das machen sich die T\u00e4ter zu Nutze. Dabei entstehen den Opfern oftmals gro\u00dfe finanzielle Sch\u00e4den.<\/p>\n<p>Deutsche Telekommunikations-Unternehmen erm\u00f6glichen es nicht, Anrufe mit verf\u00e4lschten Rufnummern zu t\u00e4tigen. Einige ausl\u00e4ndische Unternehmen aber schon. Das bedeutet, dass es m\u00f6glich ist, aus dem Ausland eine Verbindung nach Deutschland aufzubauen, bei der das Telefon die Nummer der Polizei oder der Hausbank anzeigt. Damit soll beim Angerufenen ein Gef\u00fchl der Sicherheit erzeugt werden und leider funktioniert das auch oft. Das \u201eSpoofing\u201c wird zum Beispiel im Rahmen des sogenannten \u201ePolizeitricks\u201c genutzt. Die T\u00e4ter rufen an und versuchen die Angerufenen davon zu \u00fcberzeugen, dass sie Opfer einer Straftat geworden sind oder bei der Aufkl\u00e4rung einer solchen helfen m\u00fcssen. Zum Beispiel hei\u00dft es dann, dass es notwendig sei, eine hohe Geldsumme bei der Bank abzuheben und an die (vermeintliche) Polizei auszuh\u00e4ndigen. Tats\u00e4chlich nehmen nicht Polizeibeamte das Geld in Empfang, sondern die T\u00e4ter.<\/p>\n<p>\u201eDie Polizei oder die Rettungsdienste werden Sie nie unter der Nummer 110 oder 112 anrufen. Beides sind reine Notruf-Telefonnummern, die nicht genutzt werden, um jemanden anzurufen. Auch nicht in Notf\u00e4llen!\u201c erl\u00e4utert Kriminalhauptkommissarin Susanne Otto von der Kreispolizeibeh\u00f6rde Siegen-Wittgenstein. \u201eGibt sich der Anrufer als Polizeibeamtin oder Polizeibeamter aus, lassen Sie sich den Namen nennen. Beenden Sie dann das Gespr\u00e4ch, indem Sie den H\u00f6rer auflegen oder auf Ihrem Mobiltelefon die entsprechende Taste dr\u00fccken. Rufen Sie danach unmittelbar die Polizei an und schildern Sie den Sachverhalt. Nutzen Sie dazu aber bitte keine Nummer, die Ihnen von den Anrufern mitgeteilt wurde. Die Telefonnummer der <a href=\"https:\/\/siegen-wittgenstein.polizei.nrw\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kreispolizeibeh\u00f6rde Siegen-Wittgenstein<\/a> lautet: 0271 7099-0. Wir als Polizei fragen zudem telefonisch nicht nach Verm\u00f6gensverh\u00e4ltnissen und Bankdaten wie Kontonummer und Kontostand.\u201c<\/p>\n<p>Eine weitere Masche ist, mit der Nummer eines Kreditinstitutes wie Volksbank oder Sparkasse anzurufen und unter verschiedenen Vorw\u00e4nden Zugangsdaten zum Online-Banking zu erfragen oder das Opfer zu \u00fcberreden, einen Zahlungsauftrag mit einer TAN (Transaktionsnummer) freizugeben. Zum Beispiel um einen angeblich falsch verbuchten Betrag zur\u00fcck zu \u00fcberweisen.<\/p>\n<p>Bei einem Anruf von der Bank sollten Kunden immer dann misstrauisch werden, wenn pers\u00f6nliche Daten oder Daten f\u00fcr das Online-Banking erfragt werden. Dazu Dr. Nadine Uebe-Emden, Vorstandsmitglied der Sparkasse Siegen: \u201eWer Kundin oder Kunde einer Volksbank oder Sparkasse ist, kann sicher sein, dass dort alle notwendigen Informationen vorliegen und sicher gespeichert sind. Es gibt daher keinen Grund, unsere Kunden am Telefon nach pers\u00f6nlichen Daten oder Zugangsdaten zu fragen. Ebenso verh\u00e4lt es beim Online-Banking. Geben Sie niemals Ihren Anmeldenamen oder Ihre Online-Banking-PIN am Telefon preis.\u201c Dem schlie\u00dft sich auch Jens Brinkmann, Vorstandsmitglied der <a href=\"https:\/\/www.vbinswf.de\/homepage.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Volksbank in S\u00fcdwestfalen<\/a> an und bekr\u00e4ftigt: \u201eEs gibt auch \u00fcberhaupt keinen vern\u00fcnftigen Grund, weshalb Sie Ihr Kreditinstitut bitten sollte, eine R\u00fcck\u00fcberweisung, Stornobuchung oder \u00e4hnliches durchzuf\u00fchren. Auch wird dazu in keinem Fall eine TAN von Ihnen ben\u00f6tigt. Wir empfehlen Ihnen, verd\u00e4chtige Anrufe sofort zu beenden und aufzulegen. Im Zweifelsfall k\u00f6nnen Sie sich mit einem Anruf bei uns r\u00fcckversichern.\u201c Die Telefonnummer der Sparkasse Siegen lautet 0271 596-111 und die der Volksbank in S\u00fcdwestfalen 0271 2300-0.<\/p>\n<p>Wer einen Anruf erhalten hat, der ihm im Nachhinein verd\u00e4chtigt vorkommt und in so einem Gespr\u00e4ch pers\u00f6nliche Daten zum Konto oder zum Online-Banking an die Anrufer weitergegeben hat, sollte sicherheitshalber die Kontokarten und den Online-Banking-Zugang sperren lassen. Dazu steht f\u00fcr Kunden aller Banken der 24-Stunden-Sperrnotruf unter der Telefonnummer 116 116 zur Verf\u00fcgung. Am Besten nehmen Betroffene zudem schnellstm\u00f6glich Kontakt zu ihrer Hausbank auf, um das weitere Vorgehen zu besprechen.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend appelliert Susanne Otto von der Kreispolizeibeh\u00f6rde: \u201eGrunds\u00e4tzlich kann nat\u00fcrlich jeder Opfer eines Spoofing-Angriffs werden und auf die Masche der Betr\u00fcger hereinfallen. Leider haben sich T\u00e4tergruppen zum Teil auf Senioren als Opfer spezialisiert, so dass auch besonders \u00e4ltere Menschen den immer perfideren Methoden auf den Leim gehen. Darum: Sprechen Sie mit \u00e4lteren Angeh\u00f6rigen und Freunden \u00fcber das Thema. Denn wer die Gefahr kennt, f\u00e4llt viel seltener auf einen gef\u00e4lschten Anruf herein.\u201c<\/p>\n<p>Info: <a href=\"https:\/\/www.sparkasse-siegen.de\/de\/home.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Sparkasse Siegen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wahrscheinlich haben die meisten Menschen den Begriff \u201eSpoofing\u201c noch nie geh\u00f6rt. 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