{"id":20335,"date":"2020-09-14T09:28:03","date_gmt":"2020-09-14T07:28:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=20335"},"modified":"2020-09-14T09:38:01","modified_gmt":"2020-09-14T07:38:01","slug":"wirtschaftsleistung-sinkt-um-6-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wirtschaftsleistung-sinkt-um-6-prozent\/","title":{"rendered":"Wirtschaftsleistung sinkt um 6 \u00bc Prozent"},"content":{"rendered":"<p>Kein Ereignis der vergangenen 70 Jahre hat die deutsche Wirtschaft so stark beeintr\u00e4chtigt wie die Corona-Pandemie. Die Exporte sind eingebrochen, der private Konsum ist stark zur\u00fcckgegangen. Immerhin hat der Sommer etwas Hoffnung gebracht: Die staatlichen Hilfen und die Bauwirtschaft kurbeln die Konjunktur an. Die Industrie arbeitet sich auch wieder aus dem Tal heraus. Insgesamt wird das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um knapp 6 \u00bc Prozent zur\u00fcckgehen, zeigt die neue IW-Konjunkturprognose. F\u00fcr 2021 rechnen die Wissenschaftler mit einem Zuwachs von knapp 4 \u00bd Prozent \u2013 vorausgesetzt, es kommt nicht zu einem erneuten Lockdown.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der IW-Konjunkturprognose im Detail:<\/p>\n<ol>\n<li>\u00a0Der <strong>Private Konsum<\/strong> liegt in diesem Jahr 6 \u00bd Prozent unter dem Vorjahresniveau. Voraussichtlich werden viele Bundesb\u00fcrger gr\u00f6\u00dfere Anschaffungen, die sie eigentlich erst f\u00fcr 2021 geplant haben, vorziehen, um die Mehrwertsteuersenkung zu nutzen. Das wird zwar zu einem kleinen Einbruch im ersten Quartal 2021 f\u00fchren. Im Jahresverlauf w\u00e4chst der Konsum dann aber um knapp vier Prozent.<\/li>\n<li>\u00a0Unternehmen investieren in wirtschaftlichen Krisenzeiten typischerweise deutlich weniger \u2013 entsprechend schrumpfen die <strong>Investitionen<\/strong> in diesem Jahr um fast 20 Prozent. Stabilisiert sich die Weltwirtschaft weiter, ist aber auch hier Erholung in Sicht: Die IW-Konjunkturexperten rechnen f\u00fcr 2021 mit einem Zuwachs von 12 \u00bd Prozent.<\/li>\n<li>\u00a0Im ersten Halbjahr haben die Bundesb\u00fcrger nicht mehr so kr\u00e4ftig gebaut. Kein Wunder: Kurzarbeit und Unsicherheit lassen viele von gr\u00f6\u00dferen Projekten zur\u00fccktreten. Dennoch wird bei <strong>Bauvorhaben<\/strong> im laufenden Jahr ein Wachstum von zwei Prozent erreicht, f\u00fcr 2021 sind noch 1 \u00bd Prozent realistisch.<\/li>\n<li>\u00a0Die Pandemie hat die Weltwirtschaft und damit auch den deutschen <strong>Au\u00dfenhandel<\/strong> stark beeintr\u00e4chtigt, die Exporte liegen im Jahresdurchschnitt 13 \u00be Prozent unter den Werten des Vorjahres. 2021 wachsen sie um 9 \u00bd Prozent. Die Importe sinken in diesem Jahr um 9 \u00be Prozent und steigen im kommenden Jahr um 9 \u00bd Prozent.<\/li>\n<li>Die Pandemie trifft den deutschen <strong>Arbeitsmarkt<\/strong> mit deutlich mehr Wucht als die Finanz- und Wirtschaftskrise 2009. Zwar sorgt die Kurzarbeit daf\u00fcr, dass Unternehmen nicht allzu viele Mitarbeiter entlassen m\u00fcssen \u2013 dennoch sinkt die Zahl der Erwerbst\u00e4tigen in diesem Jahr um 350.000. Nur wenige Arbeitsuchende finden einen Job, entsprechend gibt es in diesem Jahr etwa 500.000 Arbeitslose mehr als im Vorjahr.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&#8222;Gl\u00fccklicherweise hat die Wirtschaft im Sommer dank niedriger Corona-Fallzahlen wieder aufholen k\u00f6nnen&#8220;, sagt IW-Direktor Michael H\u00fcther. &#8222;Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, werden wir zum Jahreswechsel 2021\/2022 das Vorkrisenniveau wieder erreicht haben.&#8220;<\/p>\n<p>Info: <a href=\"https:\/\/www.iwkoeln.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">IW K\u00f6ln<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kein Ereignis der vergangenen 70 Jahre hat die deutsche Wirtschaft so stark beeintr\u00e4chtigt wie die Corona-Pandemie. 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