{"id":18599,"date":"2020-05-12T09:46:30","date_gmt":"2020-05-12T07:46:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=18599"},"modified":"2020-05-12T09:46:30","modified_gmt":"2020-05-12T07:46:30","slug":"nrw-wirtschaftsminister-pinkwart-besucht-awz-bau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/nrw-wirtschaftsminister-pinkwart-besucht-awz-bau\/","title":{"rendered":"NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart besucht AWZ Bau"},"content":{"rendered":"<p>Auf Einladung der Kreishandwerkerschaft Westfalen-S\u00fcd war NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart in das moderne Aus- und Weiterbildungszentrum Bau (AWZ Bau) gekommen, um sich einen pers\u00f6nlichen Eindruck \u00fcber die Umsetzung des digitalen Lernens und Arbeitens in der Bauwirtschaft zu verschaffen.<\/p>\n<p>Ein Termin, bei dem Corona nicht im Mittelpunkt des Geschehens steht \u2013 das d\u00fcrfte eine willkommene Abwechslung f\u00fcr Prof. Dr. Andreas Pinkwart (FDP), Minister f\u00fcr Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, gewesen sein. Sein Besuch im Aus- und Weiterbildungszentrum Bau in Kreuztal-Fellinghausen war lange geplant. Nun konnte er sich vor Ort \u00fcber die Umsetzung der Digitalisierung in der bauhandwerklichen Aus- und Weiterbildung informieren. Tr\u00e4ger des \u00fcber die Regionsgrenzen hinaus bei Bauhandwerk und Bauindustrie sehr gefragten Bildungszentrums sind die Bauinnung Westfalen-S\u00fcd und die Zimmerer-Innung Westfalen-S\u00fcd. Dementsprechend freuten sich die beiden Obermeister Stephan Hundhausen (Bau) und Matthias Dickel (Zimmerer) \u00fcber das gro\u00dfe Interesse des Ministers am AWZ Bau, auf das die Innungen \u2013 so betonte Stephan Hundhausen \u2013 sehr stolz seien. Neben dem Minister waren auch die Vizepr\u00e4sidentin des Landtages NRW Angela Freimuth MdL (FDP) und Anke Fuchs-Dreisbach MdL (CDU) nach Kreuztal gekommen, um sich das moderne Zentrum nahe der Heimat einmal genauer anzuschauen. Viel zu sehen gab es n\u00e4mlich auf dem 11.000 m\u00b2 gro\u00dfen Areal mit 4.000 m\u00b2 Ausbildungs- und Schulungsr\u00e4umen sowie Au\u00dfenbaustellen: In den Werkst\u00e4tten bereiteten sich einige Auszubildende auf die anstehenden Abschlusspr\u00fcfungen vor und zeigten sich professionell im Umgang mit Materialien und digitalen Hilfsmitteln.<\/p>\n<p><b>AWZ Bau r\u00fcstet sich f\u00fcr die Zukunft<\/b><\/p>\n<p>Seit 1979 werden im AWZ Bau junge Menschen aus- und weitergebildet, um f\u00fcr die Anforderungen im Berufsalltag bestens gewappnet zu sein. Um den jungen Berufsnachwuchs stets auf die sich wandelnden Entwicklungen und Bed\u00fcrfnisse der Baubranche vorbereiten zu k\u00f6nnen, waren in den letzten 20 Jahren regelm\u00e4\u00dfige Modernisierungs-, Ausstattungs- und Neubauma\u00dfnahmen notwendig, die von Bund und Land gef\u00f6rdert wurden. \u201eWie man hier im AWZ Bau sehen kann, sind die F\u00f6rdermittel von Bund und Land in den Berufsbildungszentren des Handwerks an der richtigen Stelle eingesetzt\u201c, so J\u00fcrgen Ha\u00dfler, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Kreishandwerkerschaft Westfalen-S\u00fcd. Die j\u00fcngsten F\u00f6rder- und Eigenmittel wurden in eine neue Lagerhalle und eine noch modernere Ausstattung investiert, um die Digitalisierung im AWZ Bau weiter nach vorn zu bringen. Au\u00dferdem steht der Neubau eines Verwaltungsgeb\u00e4udes f\u00fcr 1,5 Mio. Euro an, zu dem Bund und Land 45 bzw. 20 Prozent dazugeben.<\/p>\n<p><b>Verkn\u00fcpfung von Praxis und Digitalem <\/b><\/p>\n<p>Beim Gang durch die Ausbildungshallen sieht man das Zusammenspiel von handwerklicher Praxis und modernen digitalen Ger\u00e4tschaften. \u201eEs ist wichtig, zun\u00e4chst die handwerklichen Techniken von der Pike auf zu lernen und auch Materialien und ihre Eigenschaften zu verstehen. Ebenso wichtig ist aber, dass die Auszubildenden die modernen digitalen M\u00f6glichkeiten vermittelt bekommen, da auch in der Praxis immer mehr mit diesen gearbeitet wird. Wir im AWZ Bau m\u00f6chten den jungen Leuten m\u00f6glichst viel von beidem mit auf den Weg geben, damit sie f\u00fcr ihr berufliche Zukunft bestens vorbereitet sind\u201c, erkl\u00e4rt der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des AWZ Bau Horst Gr\u00fcbener. Im modernen Bauhandwerk spiele die Digitalisierung eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle, erg\u00e4nzt Stephan Hundhausen. Damit meint er auch das sogenannte \u201eBuilding Information Modeling\u201c: Die durchg\u00e4ngige digitale Vernetzung aller planungs- und realisierungsrelevanten Bauwerksinformationen als virtuelles Bauwerksmodell. Digitale Vermessungsger\u00e4te mit einer Pr\u00e4zision von 2 Millimetern auf 300 Metern L\u00e4nge oder Bagger mit digitaler Maschinensteuerung sind auf modernen Baustellen nicht mehr wegzudenken. \u201eDie digitalen M\u00f6glichkeiten sind f\u00fcr die Arbeit auf der Baustelle sehr wichtig. Au\u00dferdem f\u00fchrt die Digitalisierung nicht nur zu neuen spannenden Herausforderungen, sondern auch zu einer h\u00f6heren Attraktivit\u00e4t der Berufe. Hier im AWZ Bau wird genau das gef\u00f6rdert, was wir auf den Baustellen brauchen. Nicht nur als Obermeister der heimischen Bauinnung, sondern auch als Unternehmer bin ich stolz, ein so tolles und leistungsf\u00e4higes Aus- und Weiterbildungszentrum hier vor Ort zu haben. Mein Dank geht an Horst Gr\u00fcbener und sein gesamtes Team. Man merkt, dass hier mit Herzblut gearbeitet wird\u201c, so Stephan Hundhausen. Voll des Lobes war auch der Minister: \u201eHier im AWZ Bau wird \u00fcber Jahrzehnte hervorragend ausgebildet. Sie verbinden die digitalen M\u00f6glichkeiten klug mit der handwerklichen Praxis. Es macht Freude, dies zu unterst\u00fctzen. Ich bin dankbar, dass Sie mit Ihren Ideen an unserer Seite sind. Bleiben Sie weiterhin so ambitioniert und fordern Sie uns heraus. Denn: Jeder Euro, der in Bildung investiert wird, zahlt sich f\u00fcr unser Land aus.\u201c<\/p>\n<p><b>Auswirkungen von Corona <\/b><\/p>\n<p>Auch am AWZ Bau sind die letzten Wochen mit dem Corona bedingten Shutdown nicht spurlos vorbeigegangen. Wo sich normalerweise \u00fcber 100 Auszubildende, dazu noch duale Studenten und Meistersch\u00fcler tummeln, herrschte sechs Wochen lang g\u00e4hnende Leere. F\u00fcr das AWZ Bau sei dies sowohl menschlich als auch wirtschaftlich schmerzlich gewesen. \u201eMit der Zwangsschlie\u00dfung haben wir pro Woche 34.000 \u20ac verloren. Das muss erst einmal verkraftet werden. Umso freudiger haben wir dann die Nachricht vernommen, wieder \u00f6ffnen zu k\u00f6nnen. Innerhalb von nur zwei Tagen haben wir alles vorbereitet, um den Anforderungen an Abstand und Hygiene gerecht zu werden und die ersten Auszubildenden wieder begr\u00fc\u00dfen zu d\u00fcrfen\u201c, erkl\u00e4rt Horst Gr\u00fcbener. Die Zeit der Schlie\u00dfung habe das Team des AWZ Bau insbesondere mit digitalen Angeboten \u00fcberbr\u00fcckt: Live-Webinare und die Nutzung von Zoom, Microsoft Teams oder Click Meeting waren nun nicht mehr nur K\u00fcr sondern pure Notwendigkeit, um den Kontakt zu Auszubildenden, Gesellen, Studenten und Kunden zu halten und sie mit wichtigen Informationen und Lerninhalten zu versorgen. \u201eUns hat die Krise sehr hart getroffen. Nun sind wir froh, dass wir wieder \u00f6ffnen konnten. Derzeit haben wir aber nat\u00fcrlich noch keine volle Auslastung. Wir brauchen nun wesentlich mehr Platz und mehr Personal, um alle Abstandsvorgaben einhalten zu k\u00f6nnen. Gleichzeitig wurde aber durch Corona die Digitalisierung in unserem Hause noch einmal stark beschleunigt \u2013 diesbez\u00fcglich hat uns die Krise auch notgedrungen vorangebracht\u201c, berichtet Horst Gr\u00fcbener.<\/p>\n<p><b>Handwerk zeigt sich krisenfest <\/b><\/p>\n<div id=\"attachment_18601\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/csm_Besuch_Pinkwart18_7a4e3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18601\" class=\"size-medium wp-image-18601\" src=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/csm_Besuch_Pinkwart18_7a4e3-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/csm_Besuch_Pinkwart18_7a4e3-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/csm_Besuch_Pinkwart18_7a4e3-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/csm_Besuch_Pinkwart18_7a4e3.jpg 777w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-18601\" class=\"wp-caption-text\">KH-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00fcrgen Ha\u00dfler im Gespr\u00e4ch mit Prof. Dr. Andreas Pinkwart.<\/p><\/div>\n<p>KH-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00fcrgen Ha\u00dfler betont, dass die derzeitige Lage im regionalen Handwerk stabil sei. \u201eDen ganz gro\u00dfen Druck hat das Handwerk noch nicht gesp\u00fcrt. Allerdings treffen uns die Auswirkungen meist zeitversetzt. Und nat\u00fcrlich gibt es Gewerke, die h\u00e4rter getroffen sind als andere \u2013 beispielsweise Friseure oder B\u00e4cker mit Caf\u00e9betrieben. Der Rettungsschirm hat hier gut funktioniert und stark betroffenen Betrieben konnte erst einmal schnell geholfen werden. Insgesamt ist das Handwerk aber bisher glimpflich davon gekommen.\u201c Dies best\u00e4tigten auch Matthias Dickel, Obermeister der Zimmerer-Innung Westfalen-S\u00fcd und Bauinnungs-Obermeister Stephan Hundhausen: \u201eWir sind sehr zufrieden. Die Baustellen sind gut weitergelaufen. Wir sp\u00fcren, dass weniger Auftr\u00e4ge aus der Industrie kommen, daf\u00fcr aber mehr aus der \u00f6ffentlichen Hand. Daher wird das bisher gut kompensiert.\u201c Zu bedenken gab Stephan Hundhausen aber, dass nun seitens des Staates Ma\u00df und Mitte bewahrt werden m\u00fcsse. Schlie\u00dflich k\u00f6nne jeder Euro nur einmal ausgegeben werden und m\u00fcsste irgendwann auch zur\u00fcckgezahlt werden. Hier d\u00fcrfe der Staat seine eigenen M\u00f6glichkeiten nicht \u00fcbersch\u00e4tzen. J\u00fcrgen Ha\u00dfler warb abschlie\u00dfend noch einmal f\u00fcr das Handwerk: \u201eDas Handwerk zeigt sich bisher krisenfest. Wir sind froh, dass auch die Gesellenpr\u00fcfungen nicht in Gefahr sind und \u2013 mit gro\u00dfer Anstrengung \u2013 stattfinden k\u00f6nnen. Ein Handwerksberuf ist au\u00dferdem zukunftssicher, denn anders als in der Industrie k\u00f6nnen im Handwerk nicht so leicht Arbeitspl\u00e4tze wegdigitalisiert werden. Handwerk ist schlie\u00dflich vor Ort notwendig.\u201c<\/p>\n<p>Bilder und Infos: <a href=\"https:\/\/www.kh-siegen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kreishandwerkerschaft Westfalen-S\u00fcd<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf Einladung der Kreishandwerkerschaft Westfalen-S\u00fcd war NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart in das moderne Aus- und Weiterbildungszentrum Bau (AWZ Bau) gekommen, um sich einen pers\u00f6nlichen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":18600,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[32,30,11],"tags":[],"class_list":["post-18599","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-infos","category-vermischtes","category-regionale-wirtschaft"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/csm_Besuch_Pinkwart16_ca493.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18599","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18599"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18599\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18603,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18599\/revisions\/18603"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18600"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18599"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18599"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18599"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}