{"id":1811,"date":"2014-02-07T14:04:27","date_gmt":"2014-02-07T13:04:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=1811"},"modified":"2014-02-07T14:04:27","modified_gmt":"2014-02-07T13:04:27","slug":"mit-schwung-ins-neue-jahr-konjunktur-nimmt-fahrt-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/mit-schwung-ins-neue-jahr-konjunktur-nimmt-fahrt-auf\/","title":{"rendered":"Mit Schwung ins neue Jahr: Konjunktur nimmt Fahrt auf"},"content":{"rendered":"<p>\u201eDie Wirtschaft in der Region geht mit viel Schwung ins neue Jahr. Vor allen Dingen die Erwartungen f\u00fcr die n\u00e4chsten Monate fallen auf breiter Front positiv aus\u201c, so fasst IHK-Pr\u00e4sident Klaus Vetter die Ergebnisse der j\u00fcngsten Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) zusammen, an der sich knapp 600 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen der Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe beteiligt haben.<\/p>\n<p><span style=\"line-height: 1.5em;\">Auf der Basis einer gegen\u00fcber dem Herbst deutlich besseren Beurteilung der aktuellen Gesch\u00e4ftslage sind die Unternehmen f\u00fcr die kommenden Monate sehr zuversichtlich. \u00dcber 90 Prozent aller Befragten erwarten k\u00fcnftig bessere oder zumindest gleich gute Gesch\u00e4fte. Nur 9 Prozent blicken dagegen eher skeptisch nach vorne. Nicht ganz so gut ist die Lagebeurteilung. \u00dcber 87 Prozent beschreiben ihre aktuelle Gesch\u00e4ftslage als gut oder befriedigend. Das ist nur ein Prozentpunkt mehr als noch im September 2013. 13 Prozent der Befragten sind mit ihrer aktuellen Gesch\u00e4ftslage nicht zufrieden.<\/span><\/p>\n<p>Im Ergebnis steigt der Konjunkturklimaindex, der Lagebeurteilungen und Erwartungen der Unternehmen zusammenfasst, von 115 auf nun 122 Punkte. Er erreicht damit fast den letzten H\u00f6chstwert vom Januar 2011 mit 123 Punkten.<\/p>\n<p>\u201eBesonders erfreulich an diesem Gesamtbild ist\u201c, so IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Mockenhaupt, \u201edass sich nach einer allzu langen Phase der starken Zur\u00fcckhaltung die Investitionsbremse offenbar etwas lockert\u201c. Im Saldo wollen deutlich mehr Unternehmen ihre Investitionsausgaben im Inland erh\u00f6hen als noch im Herbst. Auch die Besch\u00e4ftigungsperspektiven sind erfreulich. \u00dcber alle Branchen hinweg planen 21 Prozent der Befragten die Besch\u00e4ftigung auszubauen. 70 Prozent wollen sie konstant halten und unter 10 Prozent rechnen mit Besch\u00e4ftigungsproblemen.<\/p>\n<p><span style=\"line-height: 1.5em;\">Die weitere Entwicklung ist allerdings nicht frei von Risiken, \u00f6konomischen wie politischen. Insbesondere die von der neuen Regierung in Angriff genommenen Vorhaben beim Mindestlohn, dem Rentenpaket und der R\u00fcckregulierungen bei der Zeitarbeit betrachten die Unternehmen mit Skepsis. Die bisherigen Besch\u00e4ftigungserfolge und die im Grunde positive Aussicht auf einen weiteren Stellenausbau k\u00f6nnten damit aufs Spiel gesetzt werden.<\/span><\/p>\n<p>\u201eDa die deutsche und vor allem die regionale Industrie wieder mehr im Export punkten will, darf die Politik die internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit nicht gef\u00e4hrden. Zu allererst gilt es daf\u00fcr die steigenden Energiekosten in den Griff zu bekommen\u201c, unterstreicht Pr\u00e4sident Klaus Th. Vetter. Besonders die kletternden Strompreise werden als Risiko f\u00fcr die weitere Entwicklung gesehen. Die Ank\u00fcndigung der Neuausrichtung der Energiewende wird daher begr\u00fc\u00dft. An einer schnellen und nachhaltigen Entlastung bei den Stromkosten haben die Betriebe allerdings Zweifel.<\/p>\n<p>Der Euroschuldenkrise sind zwar offensichtlich die gr\u00f6bsten Z\u00e4hne gezogen, vorbei ist sie aber l\u00e4ngst noch nicht. Die Reformans\u00e4tze in einigen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern zeigen erste positive Wirkungen, m\u00fcssen aber fortgesetzt werden. Falsch ist der Ansatz, das Gef\u00e4lle zwischen den EU-L\u00e4ndern dadurch zu beseitigen, dass man dem Leistungsstarken einen Klotz \u2013 zum Beispiel in Form einer \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Erh\u00f6hung der Lohnst\u00fcckkosten \u2013 ans Bein bindet, damit er nicht mehr so erfolgreich ist.<\/p>\n<p>Mit Sorge blicken die Unternehmen auf die Finanzsituation der Kommunen. Aus zweierlei Gr\u00fcnden: Zum einen reduziert die finanzielle Auszehrung die M\u00f6glichkeit der St\u00e4dte und Gemeinden, die kommunale Infrastruktur in Ordnung zu halten. Das ist zur Sicherung der Standortqualit\u00e4t notwendig. Zu anderen bef\u00fcrchten die Unternehmen dass die Kommunen in ihrer Not zum Instrument der Steuererh\u00f6hung greifen. Das ist keine gute Perspektive f\u00fcr die Kostensituation der Betriebe.<\/p>\n<p><span style=\"line-height: 1.5em;\">Mit 35 Prozent melden wieder deutlich mehr <\/span><span style=\"line-height: 1.5em;\">Industriebetriebe<\/span><span style=\"line-height: 1.5em;\"> eine gute Lage und mit 14 Prozent sp\u00fcrbar weniger eine schlechte. Die Produktionsauslastung liegt in etwa so hoch wie im Herbst 2013. Noch l\u00e4uft es aber nicht in allen Industriebranchen rund. Das gilt insbesondere f\u00fcr die zwar zahlenm\u00e4\u00dfig kleine, aber besch\u00e4ftigungsstarke Gruppe der Hersteller von Maschinen- und Anlagen f\u00fcr die Stahlerzeugung. Diese Unternehmen sind \u00fcberdies intensiv in die regionale Wertsch\u00f6pfungskette eingebunden, so dass deren wirtschaftliche Lage weit in der Region streut.<\/span><\/p>\n<p>Dass es noch nicht \u00fcberall rund l\u00e4uft und die Kosten dr\u00fccken zeigt auch der Anteil von 27 Prozent der Firmen mit Ertragseinbu\u00dfen. Nur 24 Prozent erzielten hier Steigerungen. Daf\u00fcr werden im Saldo zunehmende Auftragseing\u00e4nge aus dem In- und Ausland gemeldet. Knapp ein Drittel aller Industrieunternehmen erwartet so k\u00fcnftig bessere Gesch\u00e4fte, nur 11 Prozent schlechtere. Analog dazu steigt die Investitionsneigung deutlich an.<\/p>\n<p>44 Prozent der Baubetriebe stufen die Lage gut ein, nur 6 Prozent schlecht. Der bisher eher milde Winter schr\u00e4nkt kaum ein: Fast zwei Drittel der Branche sind zu \u00fcber 70 Prozent ausgelastet. Drei Viertel haben zufriedenstellende bis volle Auftragsb\u00fccher. Im 2. Halbjahr 2013 zog der regionale Bauumsatz stark an. Der Gro\u00dfteil der Bauunternehmen baut auf k\u00fcnftig stabile Gesch\u00e4fte, 19 Prozent erwarten Steigerungen. Nur 9 Prozent sind skeptisch.<\/p>\n<p>Mehr als jeder vierte Einzelh\u00e4ndler meldet zu Jahresbeginn eine gute Lage, 19 Prozent eine schlechte. Letzteres sagten im Herbst 2013 noch 23 Prozent. Nicht alle Einzelhandelsbranchen sind zufrieden: Winterware ist \u201eohne Winter\u201c schlecht gelaufen und geht nur mit hohen Rabatten raus. Auch im Kfz-Handel herrscht bisher Kaufflaute. Allgemein sind die Rahmenbedingungen f\u00fcr den privaten Verbrauch gut. 27 Prozent der Einzelh\u00e4ndler setzten so auf k\u00fcnftig bessere Gesch\u00e4fte, nur 11 Prozent f\u00fcrchten Einbu\u00dfen.<\/p>\n<p>Deutlich \u00fcber ein Drittel der Gro\u00dfh\u00e4ndler gibt eine gute Lage an, nur 12 Prozent eine schlechte. Sowohl der konsumnahe als auch der produktionsnahe Bereich registriert Steigerungen. Besonders Letzterer ist f\u00fcr die nahe Zukunft positiv gestimmt. Im gesamten Gro\u00dfhandel gehen mit 41 Prozent deutlich mehr der Betriebe von Zuw\u00e4chsen aus als zuvor. Nur 6 Prozent sind skeptisch. 41 Prozent der regionalen Dienstleister stufen die Lage \u201egut\u201c ein, nur 8 Prozent \u201eschlecht\u201c. Positive Stimmen kommen vor allem von den unternehmensnahen und den sonstigen Dienstleistungen. Das Verkehrsgewerbe urteilt zur\u00fcckhaltender, setzt aber k\u00fcnftig auf deutliche Steigerungen. Fast ein Drittel aller Dienstleister erwartet bessere Gesch\u00e4fte in den kommenden Monaten, nur 6 Prozent schlechtere.<\/p>\n<p>Der regionale Arbeitsmarkt bleibt erfreulich stabil: Im Januar 2014 ist die Arbeitslosenquote mit 5,7 Prozent saisonbedingt geringf\u00fcgig angestiegen. Sie liegt nur 0,2 Prozentpunkte \u00fcber dem Vorjahr. Zudem wollen die regionalen Unternehmen wieder mehr Mitarbeiter einstellen: \u00dcber ein F\u00fcnftel plant in 2014 mit Aufstockungen. Im Gro\u00dfhandel, bei den Dienstleistern und in der Industrie sind es sogar noch mehr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDie Wirtschaft in der Region geht mit viel Schwung ins neue Jahr. 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