{"id":17660,"date":"2020-02-21T09:27:25","date_gmt":"2020-02-21T08:27:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=17660"},"modified":"2020-02-21T09:27:25","modified_gmt":"2020-02-21T08:27:25","slug":"deutliche-rueckgaenge-im-exportgeschaeft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/deutliche-rueckgaenge-im-exportgeschaeft\/","title":{"rendered":"Deutliche R\u00fcckg\u00e4nge im Exportgesch\u00e4ft"},"content":{"rendered":"<p>Erstmals seit 2013 ging der Industrieumsatz in Siegen-Wittgenstein und Olpe zur\u00fcck. Im Jahr 2019 sanken die Ums\u00e4tze der Industrieunternehmen mit mehr als 50 Besch\u00e4ftigten um 2,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Umsatzerl\u00f6se lagen bei 15,3 Mrd. \u20ac, 404 Mio. \u20ac weniger als 2018. \u201eEs war zu erwarten, dass sich am Jahresende die konjunkturelle Talfahrt in Teilen der Industrie auch in sinkenden Jahresums\u00e4tzen bemerkbar machen w\u00fcrde. Vor allem die au\u00dfenwirtschaftlichen Belastungen machen unseren exportorientierten Industrieunternehmen zu schaffen. Von den 404 Mio. \u20ac, die unsere Betriebe 2019 weniger umgesetzt haben, entf\u00e4llt allein ein Minus von 322 Mio. \u20ac auf das Exportgesch\u00e4ft. Funktioniert der Welthandel weitgehend reibungslos, profitieren wir davon. Werden jedoch immer mehr Barrieren errichtet, bekommen wir dies mit als Erste zu sp\u00fcren\u201c, kommentiert IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Klaus Gr\u00e4bener die aktuellen Umsatzzahlen des Statistischen Landesamtes. Er wies zugleich darauf hin, dass die regionale Wirtschaft von einem Umsatzeinbruch wie im Krisenjahr 2009 zwar weit entfernt sei, die IHK die Warnsignale jedoch alles andere als \u201eauf die leichte Schulter\u201c nehme. Es gebe durchaus auch namhafte Unternehmen, die durch die internationalen Turbulenzen, vor allem aber durch immer weiter steigende Kostenbelastungen deutlich gebeutelt seien. \u201eDer Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht\u201c, unterstreicht Klaus Gr\u00e4bener.<\/p>\n<p>Landesweit ging der Gesamtumsatz des verarbeitenden Gewerbes um 3,1 % auf 320,5 Mrd. \u20ac etwas deutlicher zur\u00fcck als im IHK-Bezirk. Stephan H\u00e4ger, Leiter des IHK-Referates Konjunktur, Arbeitsmarkt und Statistik: \u201eGr\u00f6\u00dfere Unterschiede sind beim Vergleich der Inlands- und Auslandsums\u00e4tze festzustellen. W\u00e4hrend die Industrie landesweit beim Inlandsumsatz ein Minus von 3,8 % verbuchte, liegt das Minus unserer Unternehmen bei ,nur\u2018 1,0 %. Mit 8,4 Mrd. \u20ac Inlandsumsatz haben die hiesigen Unternehmen 2019 zwar 82 Mio. \u20ac weniger umgesetzt als 2018, aber 263 Mio. \u20ac mehr als 2017. Beim Auslandsumsatz zeigt sich ein umgekehrtes Bild. Da mussten unsere Firmen mit einem Minus von 4,5 % einen gr\u00f6\u00dferen prozentualen Verlust verkraften als die Unternehmen in NRW (-2,2 %).\u201c<\/p>\n<p>In den Kreisen des IHK-Bezirkes ist die Entwicklung der Industrieums\u00e4tze sehr unterschiedlich. W\u00e4hrend in Siegen-Wittgenstein der Gesamtumsatz um 4,5 % (-433 Mio. \u20ac) zur\u00fcckging, konnten die Betriebe im Kreis Olpe sogar ein leichtes Plus von 0,5 % (+29 Mio. \u20ac) erwirtschaften. Stephan H\u00e4ger: \u201eDie Umsatzsteigerung der Unternehmen aus dem Kreis Olpe liegt in guten Inlandsgesch\u00e4ften begr\u00fcndet. Hier stiegen 2019 die Ums\u00e4tze um 70 Mio. \u20ac bzw. 1,8 %. Der Export ging jedoch um 41 Mio. \u20ac (-1,8 %) zur\u00fcck. Im Kreis Siegen-Wittgenstein hat sich das Auslandsgesch\u00e4ft ebenfalls schlechter als das Inlandsgesch\u00e4ft entwickelt. W\u00e4hrend der Inlandsumsatz um 3,3 % zur\u00fcckging (-152 Mio. \u20ac), verringerte sich der Export um 5,7 % (-281 Mio. \u20ac).\u201c<\/p>\n<p>In den drei umsatz- und besch\u00e4ftigungsst\u00e4rksten Industriebranchen des IHK-Bezirks sind jeweils Umsatzr\u00fcckg\u00e4nge festzustellen. Klaus Gr\u00e4bener: \u201eVor allem die Metallerzeugung und -bearbeitung, hierunter fallen Gie\u00dfereien und Rohrhersteller, sowie der Maschinenbau verbuchten Verluste zwischen 5 und 6 %. Dies erkl\u00e4rt auch, warum sich umsatzseitig die Situation in Siegen-Wittgenstein etwas schlechter darstellt als im Kreis Olpe.\u201c Die Hersteller von Metallerzeugnissen \u2013 vor allem handelt es sich dabei um Automobilzulieferer \u2013 konnten nahezu wieder das Vorjahresergebnis erreichen. Sie verbuchten einen geringen Verlust von 0,5 % gegen\u00fcber 2018.<\/p>\n<p>Trotz r\u00fcckl\u00e4ufiger Umsatzzahlen zeigt sich der Arbeitsmarkt noch \u00e4u\u00dferst stabil. In den Industrieunternehmen mit 50 und mehr Besch\u00e4ftigten waren etwa 56.000 Menschen sozialversicherungspflichtig besch\u00e4ftigt, 1,0 % mehr als vor einem Jahr. Landesweit ist die Besch\u00e4ftigtenentwicklung mit einem Minus von 0,4 % dahingegen leicht r\u00fcckl\u00e4ufig. Klaus Gr\u00e4bener: \u201eDiese Zahlen sind nach wie vor sehr erfreulich. Die Industrie besch\u00e4ftigt wieder so viele Menschen wie zuletzt vor 30 Jahren. Allerdings steht der Fachkr\u00e4ftemangel nur noch an sechster Stelle, wenn man die heimische Industrie nach den dr\u00e4ngendsten Problemen befragt. Wir w\u00e4ren daher als IHK schon mehr als zufrieden, wenn der erreichte hohe Besch\u00e4ftigtenstand im laufenden Jahr gehalten werden k\u00f6nnte.\u201c<\/p>\n<p>Text und Foto: <a href=\"https:\/\/www.ihk-siegen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">IHK Siegen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erstmals seit 2013 ging der Industrieumsatz in Siegen-Wittgenstein und Olpe zur\u00fcck. 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