{"id":1753,"date":"2013-12-18T10:57:49","date_gmt":"2013-12-18T09:57:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=1753"},"modified":"2013-12-18T10:57:49","modified_gmt":"2013-12-18T09:57:49","slug":"region-sollte-willkommenskultur-deutlich-verbessern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/region-sollte-willkommenskultur-deutlich-verbessern\/","title":{"rendered":"\u201eRegion sollte Willkommenskultur deutlich verbessern\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Universitaet-siegen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1755\" alt=\"Universitaet-Siegen\" src=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Universitaet-siegen-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a>\u201e\u00dcber die 2000 ausl\u00e4ndischen Studierenden der heimischen Universit\u00e4t wissen wir fast nichts. Sie stellen ein wichtiges Potential f\u00fcr unsere zuk\u00fcnftige Fachkr\u00e4ftesicherung dar. Die Region sch\u00f6pft diese M\u00f6glichkeiten indes nicht hinreichend aus. Zu viele wandern ab, ohne ernsthaft die Chancen gepr\u00fcft zu haben, die ihnen die Unternehmen in Siegen-Wittgenstein und Olpe bieten. Das muss sich \u00e4ndern.\u201c Mit diesen Worten verdeutlichte IHK-Pr\u00e4sident Klaus Th. Vetter die Motivation, eine breit angelegte wissenschaftliche Erhebung in Auftrag zu geben, die die Einsch\u00e4tzungen der ausl\u00e4ndischen Studierenden bezogen auf die Region insgesamt, die Wirtschaft und das Studium untersuchte. Die Industrie und Handelskammer (IHK) lade die Unternehmen, die Universit\u00e4t und die zentralen arbeitsmarktpolitischen Akteure in beiden Kreisen ein, die vorgelegten Ergebnisse selbstkritisch zu reflektieren und hieraus die erforderlichen Handlungsbausteine f\u00fcr ein gemeinschaftliches Handeln zu entwickeln. Klaus Vetter: \u201eWir wollen einen Prozess in Gang setzen, an dessen Ende vor allem eine denkbar einfache Grundbotschaft steht. Uns freut, dass Ihr in S\u00fcdwestfalen studiert, in einer durchg\u00e4ngig mittelst\u00e4ndisch gepr\u00e4gten, au\u00dferordentlich wachstumsstarken und wirklich lebenswerten Region. Ihr seid uns willkommen.\u201c<\/p>\n<p>Die zentralen Studienergebnisse referierte Dr. Sonja Weber-Menges, die die empirische Erhebung im Auftrag der Kammer durchf\u00fchrte: \u00dcber 1200 ausl\u00e4ndische Studierende und Absolventen hat sie befragt. Diese sch\u00e4tzen das Studium in Siegen \u00fcberwiegend positiv ein: Jeder Vierte berichtet \u00fcber meist nur gute Erfahrungen an der Siegener Universit\u00e4t, f\u00fcr \u00fcber die H\u00e4lfte ist das Studium von hoher Qualit\u00e4t und Garant f\u00fcr breites Fachwissen. Mehr als jeder Zweite h\u00e4lt das Studium aber auch f\u00fcr zu \u201etheorielastig\u201c. 72 Prozent w\u00fcnschen sich eine st\u00e4rkere Verbindung von Theorie und Praxis und 60 Prozent mehr studienbegleitende Praktika oder Praxisphasen. Fast ein Viertel der Befragten klagen \u00fcber evidente Sprachprobleme. Hierbei m\u00fcsse jedoch eindeutig zwischen den unterschiedlichen Fachbereichen differenziert werden. Viele Studierende f\u00fchlten sich w\u00e4hrend ihres wissenschaftlichen Studiums nicht hinreichend durch die Region insgesamt, aber auch durch die Universit\u00e4t \u201ean die Hand genommen\u201c. Dr. Weber-Menges: \u201e\u00dcber die Wirtschaft und den regionalen Arbeitsmarkt wissen zu viele von ihnen zu wenig. Bedenklich stimmt zudem, dass viele ausl\u00e4ndische Kommilitonen mit den regionalen Berufsberatungen nicht zufrieden sind\u201c. Besonders die ausl\u00e4ndischen Absolventen s\u00e4hen hier Defizite: F\u00fcr mehr als 42 Prozent waren die Berufsberatungen nicht hilfreich.<\/p>\n<p>Deutlich \u00fcber die H\u00e4lfte der ausl\u00e4ndischen Studierenden haben Schwierigkeiten bei der Einwerbung von betrieblichen Praktikapl\u00e4tzen. Gerade hier gebe es sicher noch \u201eLuft nach oben\u201c. Daran sollte in den kommenden Monaten konsequent gearbeitet werden, betonte Dr. Weber-Menges. Mindestens ebenso interessant sind die Einsch\u00e4tzungen der jungen Leute hinsichtlich der regionalen Wirtschaft. Mehr als ein Viertel der ausl\u00e4ndischen Studierenden w\u00fcrde bei einem passenden Jobangebot durchaus in der Region arbeiten. Jedoch gibt es insgesamt erhebliche Informationsdefizite hinsichtlich der Unternehmen und der Wirtschaftsstruktur. Hier liege es an den zentralen arbeitsmarktpolitischen Akteuren, deutlich gegenzusteuern. Auch international bedeutende Unternehmen der Region seien den Studierenden nahezu unbekannt. Dies sei ebenso \u00fcberraschend wie problematisch. Dr. Weber-Menges: \u201eDefizite machen die jungen Leute auch beim Wohnen, in der Verkehrsinfrastruktur und beim kulturellen Angebot aus. Bemerkenswert ist zudem, dass teilweise auch den Beh\u00f6rden ein deutlich negatives Zeugnis ausgestellt wird. Auch hier ist Korrekturbedarf gegeben \u2013 und zwar auf unterschiedlichen Ebenen\u201c.<\/p>\n<p>Der Rektor der Universit\u00e4t Siegen, Prof. Dr. Holger Burckhart, bezeichnete die Studie als einen weiteren wichtigen Schritt, auf einen tendenziell bisher eher vernachl\u00e4ssigten Personenkreis zuzugehen. Es sei gut, dass hier von einer externen Stelle eine Untersuchung beauftragt worden sei. Dadurch bestehe f\u00fcr die Universit\u00e4t Siegen die Chance, das eigene Dienstleistungsangebot in diesem Segment zu reflektieren und weiter zu optimieren. Diese Chance wolle die Universit\u00e4t gerne nutzen. Nichts sei so gut, dass man es nicht noch deutlich verbessern k\u00f6nnte. Ihn freue, dass auch die ausl\u00e4ndischen Studierenden dem Studium an der Universit\u00e4t Siegen \u00fcberwiegend eine hohe Qualit\u00e4t bescheinigten.<\/p>\n<p>Prof. Dr. Burckhart \u00e4u\u00dferte die Bereitschaft, gemeinsam mit den anderen regionalpolitisch relevanten Akteuren daran mitzuwirken, noch engmaschigere Beratungs- und Betreuungsstrukturen f\u00fcr die ausl\u00e4ndischen Studierenden aufzubauen. Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf die vielf\u00e4ltigen Initiativen, die das International Office in den vergangenen Monaten unternommen habe. Die Universit\u00e4t verstehe sich als weltoffen, sei dankbar f\u00fcr m\u00f6glichst intensiven internationalen Austausch und w\u00e4re zudem bestrebt, auch durch rein fremdsprachliche Studienangebote Alleinstellungsmerkmale auszupr\u00e4gen. Wenn gemeinschaftlich die Chancen verbreitert w\u00fcrden, auch dem heimischen Arbeitsmarkt leistungsf\u00e4hige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zuzuf\u00fchren, sei dies uneingeschr\u00e4nkt zu begr\u00fc\u00dfen. Burckhart: \u201eWir werden als Universit\u00e4t alle erdenklichen Initiativen unterst\u00fctzen, die den jungen ausl\u00e4ndischen Studierenden noch bessere Br\u00fccken in den heimischen Arbeitsmarkt bauen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201e\u00dcber die 2000 ausl\u00e4ndischen Studierenden der heimischen Universit\u00e4t wissen wir fast nichts. Sie stellen ein wichtiges Potential f\u00fcr unsere zuk\u00fcnftige Fachkr\u00e4ftesicherung dar. 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