{"id":16988,"date":"2019-12-23T12:51:15","date_gmt":"2019-12-23T11:51:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=16988"},"modified":"2019-12-23T12:51:15","modified_gmt":"2019-12-23T11:51:15","slug":"nrw-braucht-investitionen-und-innovationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/nrw-braucht-investitionen-und-innovationen\/","title":{"rendered":"NRW braucht Investitionen und Innovationen"},"content":{"rendered":"<p>Trotz schwierigerem Fahrwasser: NRW braucht ein erfolgreiches Doppel aus Investitionen und Innovationen. Wirtschaftlich hat sich Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Jahrzehnten nicht so entwickelt, wie wir uns das erhofft h\u00e4tten. Nur selten ist es gelungen, an die erfolgreicheren Bundesl\u00e4nder im S\u00fcden oder auch nur an den Bundestrend heranzukommen. Der vergangene wie der laufende Strukturwandel in den wichtigen industriellen Wertsch\u00f6pfungsketten und wie auch durch die Digitalisierung haben in Verbindung mit hausgemachten Problemen etwa bei wichtigen Infrastrukturen unserem Land an Dynamik gekostet, schreibt Thomas Meyer, Pr\u00e4sident IHK NRW \u2013 Die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen e.V., im NRW-Wirtschaftsblog &#8222;Klartext im Westen&#8220;.<\/p>\n<p>Dies hat die Landesregierung erkannt und im Koalitionsvertrag auch eine klare Zielsetzung formuliert: \u201e\u2026Nordrhein-Westfalen konnte seine wirtschaftlichen Kr\u00e4fte in den vergangenen Jahren \u2026 nicht umfassend entfalten und wurde von der Wachstums- und Wohlstandsentwicklung in anderen L\u00e4ndern abgekoppelt. Diesen R\u00fcckstand holen wir gemeinsam wieder auf\u2026\u201c<\/p>\n<p>Dieser Vorsatz hat viele Gesetzesinitiativen, konkrete Ma\u00dfnahmen und die strategische Ausrichtung der Landesregierung in der ersten H\u00e4lfte der Legislaturperiode gepr\u00e4gt \u2013 von den Entfesselungsinitiativen, \u00fcber die Aktivit\u00e4ten rund um die Digitalisierungsstrategie oder das industriepolitische Leitbild. \u00a0So ist es gelungen, Schwung in einige, festgefahrene wirtschaftspolitische Diskussionen der Vorjahre zu bringen und neue Impulse zu setzen.<\/p>\n<p>Aktuell wird der Aufholprozess von der sich verschlechternden Konjunktur \u00fcberlagert. In den Umfragen der Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen k\u00fcndigt sich die nachlassende konjunkturelle Dynamik bereits seit dem Fr\u00fchjahr 2019 an. Vor allem in der Industrie und bei industrienahen Wirtschaftsbereichen gehen die Auftr\u00e4ge zur\u00fcck, teils sind die Produktionszahlen r\u00fcckl\u00e4ufig. Aus Sicht der Unternehmen stechen dabei drei Risiken heraus:<\/p>\n<p><strong>Weltwirtschaftliche Risiken:\u00a0<\/strong>Im Zuge der handelspolitischen Konflikte zwischen den USA und China oder auch im Nahen Osten ist das weltwirtschaftliche Konjunkturklima rauer geworden. Auch drohte der Austritt des Vereinigten K\u00f6nigreichs aus der Europ\u00e4ischen Union. Dadurch wurde das globale Gesch\u00e4ft zuletzt immer schwieriger.<\/p>\n<p><strong>Energie- und Klimawende:\u00a0<\/strong>Neun von zehn Unternehmen bef\u00fcrworten im Grundsatz zus\u00e4tzliche Ma\u00dfnahmen, damit Deutschland seine Klimaschutzziele erreicht. Gleichzeitig sind viele Betriebe vom Verlauf der politischen Diskussion entt\u00e4uscht. Vor allem unter den Industrieunternehmen sorgen sich viele aufgrund der steigenden Strompreise und hinsichtlich der Versorgungssicherheit.<\/p>\n<p><strong>Fachkr\u00e4ftesicherung:\u00a0<\/strong>Derweil spitzt sich die Fachkr\u00e4ftesituation weiter zu. Die Auswirkungen des demografischen Wandels beginnen, sich im Arbeits- und Ausbildungsmarkt niederzuschlagen. Auch wenn die demografischen Prognosen f\u00fcr NRW noch ein Anstieg der Bev\u00f6lkerung voraussagen, sinkt die dem Arbeitsmarkt zur Verf\u00fcgung stehende Zahl der Arbeitskr\u00e4fte bereits heute. Aktuell ergibt sich so ein Engpass am Arbeitsmarkt von 365.000 Personen, insbesondere bei den beruflich qualifizierten Fachkr\u00e4ften. Im Jahr 2030 werden dem Fachkr\u00e4ftereport 2019 von IHK NRW folgend der NRW-Wirtschaft 738.000 Fachkr\u00e4fte fehlen.<\/p>\n<p>Noch wird die konjunkturelle Entwicklung von der Binnenkonjunktur, der Nachfrage der \u00f6ffentlichen Hand und dem positiven Zinsumfeld getragen. Doch birgt die nachlassende Konjunkturdynamik ein Risiko f\u00fcr die bis zuletzt gute Entwicklung der Steuereinnahmen von Land und Kommunen in NRW.<\/p>\n<p>Gerade in einem schwieriger werdenden wirtschaftlichen Fahrwasser braucht das Land daher weiter das Doppel aus Investitionen und Innovationen. F\u00fcr\u00a0<strong>mehr Investitionen in NRW<\/strong>\u00a0in den Wirtschaftsstandort sollten die ergriffenen Weichenstellungen im Landeshaushalt und bei den Kommunen langfristig gesichert werden. Im zunehmenden Wettbewerb gewinnen zudem die ungel\u00f6sten Steuerfragen \u2013 etwa bei den Gewerbe- oder Grundsteuerhebes\u00e4tzen \u2013 an Bedeutung.<\/p>\n<p>F\u00fcr ein\u00a0<strong>innovatives NRW<\/strong>\u00a0sollte bei den anstehenden industrie-, vor allem den energie- und klimaschutzpolitischen Debatten in Europa, im Bund aber auch im Land das neue industrielle Leitbild als Kompass dienen. Pragmatisch sollte auch bei der Neuausrichtung der Innovationsstrategie des Landes st\u00e4rker auf unb\u00fcrokratische Verfahren und auf die Ausrichtung an den Bed\u00fcrfnissen der Wirtschaft, insbesondere der KMUs im Land, gesetzt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trotz schwierigerem Fahrwasser: NRW braucht ein erfolgreiches Doppel aus Investitionen und Innovationen. Wirtschaftlich hat sich Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Jahrzehnten nicht so entwickelt, wie wir&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":16989,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[32,4,11],"tags":[],"class_list":["post-16988","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-infos","category-meinung","category-regionale-wirtschaft"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Meyer-Thomas-privat-676x451-1.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16988","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16988"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16988\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16990,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16988\/revisions\/16990"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16989"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16988"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16988"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16988"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}