{"id":16950,"date":"2019-12-19T08:22:24","date_gmt":"2019-12-19T07:22:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=16950"},"modified":"2019-12-19T11:14:14","modified_gmt":"2019-12-19T10:14:14","slug":"die-regionale-2025-wird-in-vielen-lebensbereichen-neue-impulse-geben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/die-regionale-2025-wird-in-vielen-lebensbereichen-neue-impulse-geben\/","title":{"rendered":"&#8222;Die REGIONALE 2025 wird in vielen Lebensbereichen neue Impulse geben&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Das erste komplette Kalenderjahr in der REGIONALE 2025 ist vorbei. Inzwischen sind 23 Projekte ausgezeichnet worden als herausragende Idee f\u00fcr die Zukunft S\u00fcdwestfalens. Sie k\u00f6nnten somit perspektivisch umgesetzt werden. Im Interview blicken Hubertus Winterberg, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der S\u00fcdwestfalen Agentur, und Dr. Stephanie Arens, Leiterin der REGIONALE 2025, auf die Projekte, ziehen Bilanz f\u00fcr das zur\u00fcckliegende Jahr und erkl\u00e4ren, was B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger 2020 erwartet.<\/p>\n<p><em><strong>\u00dcber 20 Ideen haben die Gremien der REGIONALE 2025 ausgezeichnet. Wie bewerten Sie die Anzahl und die Qualit\u00e4t?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><u>Hubertus Winterberg:\u00a0<\/u>Die Gremien sind der Meinung, dass die Projekte das Potenzial haben, unser Leben, Wohnen und Arbeiten in der Region nachhaltig aufzuwerten. Wir stehen immer noch am Anfang eines Prozesses, der bis Ende 2026 angelegt ist. Dazu begleiten, beraten und vernetzen wir die Ideengeber. Aus diesen Erfahrungen kann ich sagen, dass noch viele weitere Projektideen in der Vorbereitung sind und sich in den kommenden Monaten offiziell vorstellen werden. Es wird also auch im Hintergrund kr\u00e4ftig gewerkelt in der Zukunftswerkstatt S\u00fcdwestfalen. Wichtiger als die Anzahl der Projekte ist ohnehin ihr Inhalt und dass sie S\u00fcdwestfalen voranbringen und zukunftsfest machen.<\/p>\n<p><em><strong>Haben sich Schwerpunkte herauskristallisiert?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><u>Stephanie Arens<\/u>: Es geht in vielen Projekten darum, die richtigen Antworten darauf zu entwickeln, wie sich unser Leben ver\u00e4ndert und welche Herausforderungen sich daraus ergeben. Im Vordergrund steht nicht die Technik, sondern der Mensch. Beispielhafte Projekte sollen aufzeigen, wie digitale Werkzeuge neue L\u00f6sungen erm\u00f6glichen. Die Spanne reicht dabei von neuen Modellen der pflegerischen Versorgung \u00fcber die kluge Vernetzung neuer Angebote f\u00fcr Mobilit\u00e4t bis hin zur Frage, wie die Vereinsarbeit der vielen ehrenamtlich Engagierten einfacher werden kann. Es ist schon erstaunlich, in welcher Breite hierzu Vorschl\u00e4ge erdacht und diskutiert werden. Und genau dies soll eine REGIONALE bewirken: Einen intensiven Dialog \u00fcber die Herausforderungen und die gemeinsame Entwicklung neuer Ans\u00e4tze, die keine Angst vor der Digitalisierung machen, sondern kluge Wege aufzeigen. S\u00fcdwestfalen hat genau deshalb den REIGONALE-Zuschlag erhalten. Wir sind sozusagen Pioniere und teilen unsere Erfahrungen \u00fcber die eigenen Grenzen hinaus.<\/p>\n<p><em><strong>Was l\u00e4uft gut und wo hakt es aus Ihrer Sicht?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><u>Hubertus Winterberg:\u00a0<\/u>Das intensive Auseinandersetzen funktioniert sehr gut \u2013 in mehrerlei Hinsicht. Jede eingereichte Projektidee muss ja die S\u00fcdwestfalen-DNA aufweisen, also digital-nachhaltig-authentisch sein. Das sind wichtige Bausteine, um die Region f\u00fcr die n\u00e4chste Generation und mit ihr zukunftsf\u00e4hig aufzustellen. Es geht dabei nicht um schnelle, sondern um gute, tragf\u00e4hige L\u00f6sungen. Aber es ist schon eine harte Nuss, sich nicht von der Begrifflichkeit &#8222;Digitalisierung&#8220; und komplexen Aufgabenstellungen wie &#8222;neue Mobilit\u00e4t&#8220; abschrecken zu lassen. Es bedarf vieler Gespr\u00e4che und des intensiven Austausches, um Schwellen\u00e4ngste abzubauen. Das k\u00f6nnen wir nicht allein als S\u00fcdwestfalen Agentur bew\u00e4ltigen. Deshalb arbeiten wir sehr intensiv mit Multiplikatoren in der Region, besonders den S\u00fcdwestfalen-Beauftragten der Kreise. Wir sehen auch, dass die Gremien sich sehr genau mit den Themen auseinandersetzen und erfahren dort gro\u00dfe Unterst\u00fctzung. Sehr wertvoll ist die Diskussion im Beirat der REGIONALE. Dort fragen sich die Vertreter der gesellschaftlichen Gruppen \u2013 von der Arbeitsagentur bis zu den Wohlfahrtsverb\u00e4nden \u2013 sehr gewissenhaft, ob das einzelne Projekt wirklich den Menschen in S\u00fcdwestfalen hilft.<\/p>\n<p><em><strong>Haben Sie den Eindruck, dass die Menschen die REGIONALE 2025 und die bisher ausgezeichneten Ideen schon komplett annehmen?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><u>Hubertus Winterberg<\/u>: In Teilen, ja. Gerade dort, wo intensive B\u00fcrgerbeteiligungsprozesse vorgeschaltet wurden, wie etwa bei den f\u00fcnf Kommunen &#8222;Oben an der Volme&#8220;. Hier sind hunderte Ideen der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in ein Konzept eingeflossen, um Herscheid, Halver, Kierspe, Meinerzhagen und Schalksm\u00fchle im Verbund voranzubringen. Das ist wirklich vorbildlich.<\/p>\n<p><u>Stephanie Arens<\/u>: Genau wie Projekttr\u00e4ger sich vortasten, geht es denke ich auch den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern. Es wird auch unsere Aufgabe in der Agentur sein, die vielen Ideen st\u00e4rker zu kommunizieren und mehr aktive Begegnung zu schaffen. Denn wir betonen immer wieder, dass bei der REGIONALE 2025 Projekte entstehen, die nicht nur innovativ sind, sondern uns in allen Lebensbereichen weiterhelfen und voranbringen werden. Die Spitzen der Kommunen haben dabei eine Schl\u00fcsselfunktion. Bei ihnen besteht eine gro\u00dfe Offenheit zur Kooperation.<\/p>\n<p><em><strong>Damit sind wir auch schon beim Blick auf 2020. Was werden die weiteren gro\u00dfen Themen im neuen Jahr sein? <\/strong><\/em><\/p>\n<p><u>Stephanie Arens<\/u>: Die Ideensuche geht weiter. Noch bis mindestens 2021 suchen wir in der Region nach zukunftsweisenden Projekten. Gerade bei komplexen Themen wie den Bereichen Gesundheit und Mobilit\u00e4t geh\u00f6rt dazu sehr viel Vernetzung, Absprache \u2013 und Mut. Wir intensivieren aber auch die Bem\u00fchungen im Bereich &#8222;Bauen mit Holz&#8220;, das zu einer Marke f\u00fcr S\u00fcdwestfalen werden kann. Au\u00dferdem nimmt das Projektkonsortium &#8222;Smart Cities made in Germany &#8211; 5 f\u00fcr S\u00fcdwestfalen&#8220; seine Arbeit auf. Wir haben als Region den Zuschlag vom Bundesinnenministerium erhalten, beispielhaft Smart-City-Strategien f\u00fcr den l\u00e4ndlichen Raum zu entwickeln. Das ist ein gro\u00dfer Erfolg. Wir werden also nun mit den Kommunen Arnsberg, Bad Berleburg, Menden, Olpe und Soest Stadtentwicklung und Digitalisierung strategisch zusammendenken \u2013 auch hier spielen die Bed\u00fcrfnisse der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger eine gro\u00dfe Rolle. Auch hier betreten wir Neuland, auf das die weiteren 54 St\u00e4dte und Gemeinden mitgenommen werden. Und auch hier versprechen wir uns Impulse f\u00fcr die REGIONALE 2025. Es mag manchmal etwas kompliziert klingen, aber es hilft uns in S\u00fcdwestfalen wirklich weiter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das erste komplette Kalenderjahr in der REGIONALE 2025 ist vorbei. Inzwischen sind 23 Projekte ausgezeichnet worden als herausragende Idee f\u00fcr die Zukunft S\u00fcdwestfalens. 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