{"id":16896,"date":"2019-12-17T09:53:10","date_gmt":"2019-12-17T08:53:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=16896"},"modified":"2019-12-17T10:05:53","modified_gmt":"2019-12-17T09:05:53","slug":"das-aendert-sich-fuer-autofahrer-in-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/das-aendert-sich-fuer-autofahrer-in-2020\/","title":{"rendered":"Das \u00e4ndert sich f\u00fcr Autofahrer in 2020"},"content":{"rendered":"<p>Wie jedes Jahr m\u00fcssen sich Autofahrer auch 2020 wieder auf neue Regelungen und Gesetze einstellen. Diese \u00c4nderungen reichen von der Erh\u00f6hung von Bu\u00dfgeldern, \u00fcber Dieselfahrverbote bis hin zu \u00c4nderungen der Versicherungstypklassen. Der Automobilclub Mobil in Deutschland e.V. pr\u00e4sentiert im Folgenden alle wichtigen Neuerungen f\u00fcr Autofahrer in 2020.<\/p>\n<p><strong>Erh\u00f6hung der Bu\u00dfgelder<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Das-aendert-sich-fuer-Autof.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-16897\" src=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Das-aendert-sich-fuer-Autof-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Das-aendert-sich-fuer-Autof-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Das-aendert-sich-fuer-Autof-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Das-aendert-sich-fuer-Autof-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Das-aendert-sich-fuer-Autof.jpg 777w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Ab 2020 sollen die Bu\u00dfgelder f\u00fcr das Parken in zweiter Reihe, auf Geh- und Radwegen sowie f\u00fcr das Halten auf dem Schutzstreifen erh\u00f6ht werden. Der Entwurf eines neuen Bu\u00dfgeldkatalogs sieht eine Versch\u00e4rfung der Stra\u00dfenverkehrsordnung vor. Demnach sollen derartige Vergehen in Zukunft statt 15 bis 30 Euro bis zu 100 Euro kosten. In gravierenden F\u00e4llen sollen sogar Punkte in Flensburg vergeben werden. F\u00fcr das Nichtbilden von Rettungsgassen sollen des Weiteren Geldbu\u00dfen in H\u00f6he von bis zu 320 Euro, sowie der Entzug des F\u00fchrerscheins von einem Monat und zwei Punkte in Flensburg f\u00e4llig werden. Zus\u00e4tzlich soll das dreimin\u00fctige Halten auf Radfahrer-Schutzstreifen verboten werden.<\/p>\n<p><strong>Gesetze\/\u00c4nderungen: Mehr Sicherheit f\u00fcr Radfahrer<\/strong><\/p>\n<p>Im Jahr 2020 soll ein neues Verkehrsschild eingef\u00fchrt werden, welches das \u00dcberholen von Radfahrern auf bestimmten Abschnitten verbietet. Ist das \u00dcberholen doch erlaubt, muss k\u00fcnftig ein Abstand von 1,5 Metern innerorts und 2 Metern au\u00dferorts gehalten werden. Des Weiteren soll der \u201egr\u00fcne Pfeil\u201c beim Rechtsabbiegen nun auch f\u00fcr Radfahrer gelten. Eine weitere Neuerung besteht in der Einf\u00fchrung von Fahrradzonen, welche dort entstehen sollen, wo das Fahrrad das vorherrschende Verkehrsmittel ist. Diese Zonen sollen sich an die Bed\u00fcrfnisse der Radfahrer anpassen.<\/p>\n<p><strong>\u00c4nderungen beim F\u00fchrerschein mit Automatik-Autos<\/strong><\/p>\n<p>Eine weitere \u00c4nderung besteht in der Anpassung der Pr\u00fcfung f\u00fcr den Automatikf\u00fchrerschein. Ein zus\u00e4tzliches Fahrtraining mit einem Fahrzeug mit manueller Schaltung soll demnach bald ausreichen, um nach Bestehen der Pr\u00fcfung einen Schaltwagen fahren zu d\u00fcrfen. F\u00fcr diese neue Regelung ist jedoch die \u00c4nderung einer EU-Richtlinie notwendig. Jedoch best\u00fcnde auch die Option, eine \u00c4nderung lediglich in Deutschland einzuf\u00fchren, welche dann von der EU \u201etoleriert\u201c werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p><strong>Weitere Dieselfahrverbote<\/strong><\/p>\n<p>2020 k\u00f6nnten noch weitere Dieselfahrverbote in deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten hinzukommen, da die deutsche Umwelthilfe auch weiterhin Klagen auf Luftreinhaltung plant. Seit dem 1. April 2019 gilt in Stuttgart bereits das deutschlandweit erste gro\u00dffl\u00e4chige Fahrverbot f\u00fcr Dieselfahrzeuge. Dieses gilt auch f\u00fcr die Bewohner der Stadt.<\/p>\n<p><strong>\u00c4nderungen bei Typklassen der KFZ-Versicherung<\/strong><\/p>\n<p>Rund elf Millionen Autofahrer sind 2020 von einer Ver\u00e4nderung der Typklasse ihrer Kfz-Versicherung betroffen. Die Typklassen dienen dazu, den Versicherern eine Einsch\u00e4tzung \u00fcber das jeweilige Schadensrisiko eines Autos zu geben. Eine h\u00f6here Typklasse entspricht einer h\u00f6heren Versicherungspr\u00e4mie. Von der \u00c4nderung profitieren jedoch lediglich 4,6 Millionen Autofahrer. F\u00fcr 6,5 Millionen Fahrzeughalter bedeutet dies eine Erh\u00f6hung ihrer Beitr\u00e4ge. Die Mehrheit der Modelle wird lediglich um eine Klasse herauf- oder herabgesetzt. Die Zahl derjenigen, welche um mehrere Klassen herauf- oder herabgesetzt werden, ist jedoch gering. Verbesserungen aufgrund der Typklassen\u00e4nderung ergeben sich beispielsweise beim VW T-Roc (1.5 TSI) und beim Kia Stonic (1.2). Sie werden um vier Klassen in der Haftpflichtversicherung herabgesetzt. Um drei Klassen erh\u00f6ht wird z.B. der Honda Jazz Hybrid (1.4, 2011-2015). Der Skoda Octavia (1.2 TSI, Typ 5E) wird um zwei Klassen in der Haftpflicht hochgestuft.<\/p>\n<p><strong>Grenzwerte <\/strong><\/p>\n<p>Ab 2020 darf der CO2-Grenzwert auf der Stra\u00dfe den Laborgrenzwert bei den Stickoxiden (NOx) nicht mehr \u00fcberschreiten. Es soll ein Grenzwert von 95g CO2\/km pro Herstellerflotte f\u00fcr alle neu zugelassenen Pkws gelten. Dieser Wert wird als Durchschnittsziel f\u00fcr Hersteller berechnet. Demnach muss jeder Hersteller mit dem Durchschnitt seiner in Europa neu zugelassenen Pkw bei 95 g CO2\/km oder darunter liegen.<\/p>\n<p><strong>Verl\u00e4ngerung des Umweltbonus zur F\u00f6rderung der Elektromobilit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Der Umweltbonus zur F\u00f6rderung der Elektromobilit\u00e4t wird bis 2025 verl\u00e4ngert und zus\u00e4tzlich erh\u00f6ht. Die Kosten werden wie bisher jeweils zur H\u00e4lfte von der Autoindustrie und dem Bund \u00fcbernommen. Es sind 2,09 Milliarden Euro an Bundesmitteln eingeplant. Demnach soll der Zuschuss bei E-Fahrzeugen bis zu einem Nettolistenpreis von 40.000 Euro von 4.000 auf 6.000 Euro steigen und bei Fahrzeugen bis zu einer Grenze von 65.000 Euro auf 5.000 Euro. Der Zuschuss bei Plug-in-Hybriden soll bei einem Neupreis bis 40.000 Euro auf 4.500 Euro steigen. Bei Fahrzeugen mit einem Neupreis \u00fcber 40.000 bis 65.000 Euro soll der Zuschuss auf 3.750 Euro steigen. Nach eigenen Angaben arbeite die Bundesregierung an einer raschen Umsetzung.<\/p>\n<p><strong>Verbrauchsmessung<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die Typzulassung neuer Fahrzeuge gilt ab dem 1. Januar 2020 die Pflicht zum Fuel Consumption Monitoring, auch FCM genannt. Es m\u00fcssen k\u00fcnftig bestimmte Verbrauchsdaten, wie beispielsweise der Durchschnittsverbrauch gemessen werden. Bei Plug-in-Hybridautos muss die H\u00e4ufigkeit der elektrisch gefahrenen Strecke gemessen werden. Zus\u00e4tzlich m\u00fcssen diese Daten lebenslang gespeichert werden. Ziel ist die bessere Kontrolle der Abweichung zwischen dem Typzulassungswert und dem realen Verbrauch.<\/p>\n<p><strong>Das Digitalradio DAB+ (DAB = Digital Audio Broadcast)<\/strong><\/p>\n<p>Das Digitalradio DAB+ muss ab dem 21. Dezember 2020 in jedem Neuwagen in Deutschland standardm\u00e4\u00dfig empfangbar sein. Das Programmangebot ist gr\u00f6\u00dfer als bei UKW und der Klang ist deutlich besser. \u00dcber 260 lokale und \u00fcberregionale Programme sind \u00fcber DAB+ empfangbar. Zus\u00e4tzlich wird eine Abdeckung von 98% Prozent erreicht, welche die Autobahnen nahezu komplett einschlie\u00dft. Diese neue \u00dcbertragungsart ist jedoch trotz der Vorteile umstritten. Kritiker merken an, man solle bei der Digitalisierung des Rundfunks das Internetstreaming nutzen.<\/p>\n<p><strong>HU-Plakette<\/strong><\/p>\n<p>Fahrzeugbesitzer, welche eine blaue Plakette auf ihrem Nummernschild haben, m\u00fcssen im Jahr 2020 zur Hauptuntersuchung. Dort erhalten sie im Regelfall einen braunen Aufkleber, welcher auf die n\u00e4chste Pr\u00fcfung im Jahr 2022 hinweist.<\/p>\n<p><strong>ABGESAGT:<\/strong><\/p>\n<p>Pkw-Maut Die Pkw-Maut auf deutschen Bundesstra\u00dfen und Autobahnen wurde f\u00fcr 2020 abgesagt. Nach einer Klage \u00d6sterreichs gegen die Regelung hat der europ\u00e4ische Gerichtshof diese am 18. Juni 2019 gestoppt. Die Regelung hatte vorgesehen, dass die Mautabgaben fast ausschlie\u00dflich von Autofahrern aus anderen EU-Mitgliedsstaaten h\u00e4tten gezahlt werden m\u00fcssen. Laut dem Europ\u00e4ischen Gerichtshof sei dies diskriminierend und versto\u00dfe daher gegen das EU-Recht.<\/p>\n<p><strong>Fazit Neuerungen f\u00fcr Autofahrer 2020<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Michael Haberland, Pr\u00e4sident des Automobilclubs Mobil in Deutschland e.V. betrachtet einige der Neuerungen mit Sorge: \u201eNeuerungen sind insbesondere f\u00fcr Autofahrer jedes Jahr von gro\u00dfem Interesse. Zeigt sich doch, was neu zu beachten ist, welche neuen Strafen drohen, welche neuen F\u00f6rderungen unter Umst\u00e4nden anstehen, oder welche allgemeinen politischen Entwicklungen wieder Auswirkungen auf uns Autofahrer haben. So oder so lohnt sich ein Blick darauf.\u201c<\/p>\n<p>Bild und Infos: Mobil in Deutschland e.V.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie jedes Jahr m\u00fcssen sich Autofahrer auch 2020 wieder auf neue Regelungen und Gesetze einstellen. 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