{"id":15917,"date":"2019-10-01T10:14:55","date_gmt":"2019-10-01T08:14:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=15917"},"modified":"2019-10-01T10:14:55","modified_gmt":"2019-10-01T08:14:55","slug":"digital-verwaltete-lkw-stellplaetze-gefordert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/digital-verwaltete-lkw-stellplaetze-gefordert\/","title":{"rendered":"Digital verwaltete Lkw-Stellpl\u00e4tze gefordert"},"content":{"rendered":"<p>\u201eDer Diesel wird uns im Schwerlastverkehr noch lange begleiten. Daf\u00fcr sprechen seine hohe Energiedichte und die fehlende Infrastruktur f\u00fcr alternative Antriebe in anderen Teilen der Welt.\u201c Viel mehr wollte Manfred Kuchlmayr zum weltweit mit Abstand verbreitetsten Lkw-Antrieb gar nicht sagen. Das hatte seinen Grund: Der Kommunikationschef der Iveco Magirus AG war der Einladung des Arbeitskreises Verkehrswirtschaft der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) in den \u201eMAXI-Autohof\u201c nach Wilnsdorf gefolgt, um \u00fcber Erfahrungen mit alternativen Antrieben zu berichten und dabei einen Blick in die Zukunft zu werfen. Der Hintergrund: Bis 2025 m\u00fcssen die CO<sub>2<\/sub>-Werte bei neuen Lkw um 15 %, bis 2030 um 30 % gegen\u00fcber heute gesenkt werden.<\/p>\n<p>Iveco ist erfahren im Einsatz unterschiedlicher Technologien: \u201eBatteriebetriebene Lkw sind schnell 3 Tonnen schwerer. Da bleiben beim Fernverkehr keine Arbeitspl\u00e4tze mehr.\u201c Antriebe mit Brennstoffzelle seien generell teuer und eher f\u00fcr lange Strecken geeignet, allerdings empfindlich f\u00fcr Ersch\u00fctterungen. Oberleitungs-Lkw hingegen seien eher f\u00fcr autonomen Verkehr geeignet, erl\u00e4uterte der Unternehmenssprecher. \u201eWelchen Antrieb w\u00fcrden Sie empfehlen?\u201c, wollte Arbeitskreisvorsitzender Michael Kr\u00f6hl (Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH &amp; Co. KG) wissen. Kuchlmayrs Antwort: \u201eMit LNG (Liquified Natural Gas)-Antrieb sind Sie zumindest bis 2025 auf der sicheren Seite!\u201c Die Vorteile: Die Lkw sind \u00e4hnlich leistungsf\u00e4hig wie Dieselfahrzeuge und lassen sich genauso schnell betanken. Dabei sind die Motoren nur halb so laut. Und: Gas l\u00e4sst sich k\u00fcnftig auch ohne die Nutzung nat\u00fcrlicher Gasvorkommen herstellen.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine kontroverse Diskussion sorgte bei den Sitzungsteilnehmern das Thema Lkw-Stellpl\u00e4tze: Karl-Hermann Metz, Projektleiter A45 beim Landesbetrieb Stra\u00dfenbau NRW, stellte den aktuellen Ausbaustand dar. Das Problem sei schon seit langem bekannt. Bundesweit fehlten nach Sch\u00e4tzungen mehr als 30.000 Stellpl\u00e4tze. Bis heute wurden bereits 14 Rastanlagen entlang der A45 zwischen Dortmund und hessischer Landesgrenze ausgebaut. Laut Planungsauftrag sollten bis 2025 in diesem Abschnitt 244 neue Stellpl\u00e4tze entstehen. Tats\u00e4chlich gebaut wurden mehr, n\u00e4mlich 274 Stellpl\u00e4tze. Eine interne Z\u00e4hlung ergab, dass dennoch eine \u201e\u00dcberbelastung\u201c von 191 Pl\u00e4tzen besteht. \u201eUm Gefahren durch unzul\u00e4ssiges Parken, etwa auf den Verz\u00f6gerungsstreifen der Ausfahrten zu vermeiden, br\u00e4uchten wir demnach deutlich mehr Stellpl\u00e4tze. Wir wollen den Schwerlastverkehr ja auf den Autobahnen halten. Deshalb m\u00fcssen wir diese M\u00f6glichkeiten auch schaffen.\u201c Aktuell warte der Landesbetrieb auf neue Prognosezahlen des Bundesverkehrsministeriums (BMVI), um den Ausbau weiter vorantreiben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auf heftige Kritik stie\u00df im Arbeitskreis, dass technische Systeme zur digitalen Ermittlung und Kommunikation freier Stellpl\u00e4tze an die LKW-Fahrer im Ausbau kaum ber\u00fccksichtigt w\u00fcrden. Arno Rudolph, Versandleiter der Walzen Irle GmbH: \u201eWir leben im digitalen Zeitalter. Die technologische Entwicklung ist mittlerweile derart vorangeschritten, dass der Aufwand hierf\u00fcr, gemessen am volkswirtschaftlichen Ertrag, \u00fcberschaubar sein d\u00fcrfte!\u201c IHK-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Hans-Peter Langer sagte zu, in beiden Fragen auf das hierf\u00fcr zust\u00e4ndige BMVI zuzugehen.<\/p>\n<p>Auf gro\u00dfen Zuspruch stie\u00df eine schon heute verf\u00fcgbare technische Abhilfe, die Tim Baumeister, Projektleiter f\u00fcr das KRAVAG Truck Parking im R+V Innovation Lab MO14, vorstellte. Die einfache Idee: Speditionen, h\u00e4ufig in Autobahnn\u00e4he gelegen, bieten freie Parkpl\u00e4tze auf ihrem Betriebsgel\u00e4nde einfach und komfortabel an. Die eigenen Fahrer k\u00f6nnen die Parkpl\u00e4tze anderer Speditionen finden und g\u00fcnstig buchen. \u201eReserviert und bezahlt wird \u00fcber eine App. Mit einem umgehend zugesandten QR-Code lassen sich die Schranke zum Betriebshof und der Zugang zum Sanit\u00e4rgeb\u00e4ude mit dem Handy \u00f6ffnen\u201c, erl\u00e4uterte Baumeister. Die kostenlose KRAVAG Truck Parking App zeigt dem Fahrer zudem stets die n\u00e4chstgelegenen Parkpl\u00e4tze und hier verf\u00fcgbaren Stellpl\u00e4tze an.<\/p>\n<p>Darunter auch die auf dem \u201eMAXI-Autohof\u201c in Wilnsdorf. Die insgesamt 165 mit einer automatischen Schranke gesicherten Stellpl\u00e4tze werden montags bis donnerstags in der Regel zwischen 17 und 21 Uhr gut belegt. \u201e110 Servicekr\u00e4fte k\u00fcmmern sich auf dem Autohof darum, dass es den Kunden an nichts fehlt\u201c, berichtete Torsten Sanders von der KMS Autohof Betriebsgesellschaft mbH. Bundesweit zehn Autoh\u00f6fe dieser Art betreibt die Gesellschaft aus Nordhorn. Zur Anlage geh\u00f6ren neben der Lkw-Rastanlage auch eine Tankstelle samt Shop, der Gastronomiebereich, ein Spielcasino und das Qualitelhotel. Bemerkenswert: Der Autohof wird auch von vielen Kunden aus der Region regelm\u00e4\u00dfig besucht, sei es zum Essen, zum Tanken oder f\u00fcr Tagungen im Hotel.<\/p>\n<p>Bild und Infos: <a href=\"https:\/\/www.ihk-siegen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">IHK Siegen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDer Diesel wird uns im Schwerlastverkehr noch lange begleiten. 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