{"id":15678,"date":"2019-09-12T14:08:20","date_gmt":"2019-09-12T12:08:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=15678"},"modified":"2019-09-12T14:08:35","modified_gmt":"2019-09-12T12:08:35","slug":"bundeswirtschaftsminister-altmaier-stellte-sich-kritik-aus-dem-mittelstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/bundeswirtschaftsminister-altmaier-stellte-sich-kritik-aus-dem-mittelstand\/","title":{"rendered":"Bundeswirtschaftsminister Altmaier stellte sich Kritik aus dem Mittelstand"},"content":{"rendered":"<div class=\"teaser-text\">\n<p>Noch w\u00e4hrend seiner Sommer-Mittelstandsreise ver\u00f6ffentlichte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier seine Mittelstandsstrategie nachdem er f\u00fcr seine Nationale Industriestrategie 2030 viel Kritik geerntet hatte. Gr\u00f6\u00dfter Kritikpunkt war die Vernachl\u00e4ssigung des Mittelstandes. Im Rahmen seiner Reise kam er auch bei der Albrecht B\u00e4umer GmbH &amp; Co. KG in Freudenberg vorbei, um sich die Probleme eines Mittelst\u00e4ndlers direkt anzuh\u00f6ren. Am Morgen stieg Altmaier in bester Laune aus seiner Limousine und war zu Gast bei Nina Patisson und Jan Henrik Leisse, CEOs der Albrecht B\u00e4umer GmbH &amp; Co.KG. Er zeigte sich offen, nahbar und h\u00f6rte interessiert zu, was die beiden Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer zu sagen hatten. Es ging um die Themen Digitalisierung, Fachkr\u00e4ftemangel und Abbau von B\u00fcrokratie. Er begr\u00fcndete seinen Besuch bei B\u00e4umer damit, dass er mit jungen und vorw\u00e4rtsstrebenden Unternehmern der neueren Generation ins Gespr\u00e4ch kommen m\u00f6chte. \u201eIhre Generation sieht die Dinge mit anderen Augen und aus einer anderen Perspektive. Hier zeigt sich auch, dass die Digitalisierung ein gro\u00dfes Thema f\u00fcr die Zukunftssicherung f\u00fcr alle Unternehmen, egal welcher Gr\u00f6\u00dfe, ist.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"news-text-wrap\">\n<p><strong>Herausforderungen der Digitalisierung<\/strong><\/p>\n<p>Weltweit werden durch bahnbrechende Technologien neue Wertsch\u00f6pfungsstr\u00f6me generiert. \u201eDas ist ohne Digitalisierung nicht mehr m\u00f6glich. Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung ist die Finanzierung. Innovationen verschlingen betr\u00e4chtliche Summen in der Forschung und Entwicklung. Wir wollen zu den 20% der Maschinenbau-Unternehmen geh\u00f6ren, die den digitalen Wandel schaffen\u201c, so Jan Henrik Leisse. Bei B\u00e4umer stehen zwei neue digitale Produkte im Fokus: B\u00e4umer bietet mit\u00a0<a href=\"https:\/\/www.baeumer.com\/de\/software\/sophie-mes-fuer-die-schaumstoff-industrie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">SOPHIE\u00a0<\/a>erstmals ein Produktionsleitsystem, das speziell f\u00fcr die schaumstoffverarbeitende Industrie entwickelt wurde. Speziell f\u00fcr den B\u00e4umer-Service wurde<a href=\"https:\/\/www.baeumer.com\/de\/software\/b-connect-plattform-zur-digitalen-vernetzung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00a0B+ Connect<\/a>\u00a0entwickelt \u2013 eine Plattform zur digitalen Vernetzung.<\/p>\n<p>Jan Henrik Leisse forderte ganz konkret von Altmaier: \u201eWir brauchen die Unterst\u00fctzung der Regierung seit gestern und nicht erst \u00fcbermorgen \u2013 Ihre Mittelstandsstrategie muss jetzt schnell umgesetzt werden.\u201c Ein weiteres Problem zeigte Nina Patisson auf: \u201eWir haben immense Probleme unseren Mitarbeitern das Thema Digitalisierung n\u00e4her zu bringen. Viele verstehen nicht, warum das jetzt so wichtig f\u00fcr uns ist und in vielen Bereichen Prio hat.\u201c Sie hat Altmaier eine deutschlandweite Kommunikationskampagne vorgeschlagen, was ist Digitalisierung und was das f\u00fcr Unternehmen, Menschen und Arbeitspl\u00e4tze bedeutet. So wie Arbeitspl\u00e4tze verschwinden, werden auch neue entstehen. Eine solche Kampagne soll den Menschen die Angst um ihre berufliche Zukunft nehmen. Die Menschen m\u00fcssen vielseitiger denken und handeln \u2013 nicht nur in den Unternehmen, denn es geht hier um die Gesamtentwicklung des Industriestandortes Deutschland oder haben wir diesen Zug in Deutschland bereits verpasst? Die Schnelllebigkeit der Technologien und deren Implementierung in Innovationen erfordert ein H\u00f6chstma\u00df an Flexibilit\u00e4t von den Mitarbeitern.<\/p>\n<p><strong>Fachkr\u00e4fte m\u00fcssen zeitgem\u00e4\u00df ausgebildet werden<\/strong><\/p>\n<p>In anderen L\u00e4ndern wie beispielsweise China, Amerika und Japan, mit denen deutsche internationale Unternehmen im Wettbewerb stehen, werden bereits Kinder spielerisch auf den digitalen Wandel vorbereitet. Milliarden gehen dort in Forschungsprojekte an denen sich Universit\u00e4ten beteiligen. Dort entwickelt sich eine Generation, die bereits ein anderes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Digitalisierung, Automatisierung und K\u00fcnstliche Intelligenz hat.\u00a0 Diese Themen haben bislang keinen Einzug in unsere Schulen und Universit\u00e4ten gehalten. Ausbildungsinhalte sind nicht an der Praxis orientiert. Dabei geht es nicht nur um die fachliche Kompetenz. Der Mensch muss sich darauf vorbereiten, dass er lebenslang dazulernen muss und die Bereitschaft daf\u00fcr mitbringt. Die Vielseitigkeit des Lernens sollte mehr gef\u00f6rdert werden. Dazu geh\u00f6rt, dass Menschen nicht nur das traditionelle Bildungswissen mitbringen, sondern vielf\u00e4ltige Erfahrungen sammeln aus handwerklichen, k\u00fcnstlerischen, sozialen oder naturnahen Erlebnissen. So wird das Gehirn darauf trainiert, st\u00e4ndig umzudenken und bekannte Wege zu verlassen. So gelingt eine ideale Vorbereitung auf den digitalen Wandel, der deutlich mehr flexibles Denken erfordert. Digitale Produkte werden nie fertig sein, sondern sich stetig weiterentwickeln. Die Denkmechanismen der Menschen m\u00fcssen sich daher ebenfalls \u00e4ndern.<\/p>\n<p>\u201eHier haben wir viel aufzuholen. Wir stecken viel Energie in die Ausbildung unseres Nachwuchses, denn Fachkr\u00e4fte sind so gut wie keine zu bekommen\u201c, so Nina Patisson. Bei diesen Themen verweist Altmaier auf seine Kollegin Anja Karliczek, Bundesministerin f\u00fcr Bildung. Er verweist auf das Fachkr\u00e4fteeinwanderungsgesetz, dass Deutschland f\u00fcr internationale Fachkr\u00e4fte attraktiver macht und die Modernisierung der Aus- und Fortbildungsm\u00f6glichkeiten im Hinblick auf die Digitalisierung.<\/p>\n<p><strong>B\u00fcrokratie-Abbau als Teil der Mittelstandsstrategie<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr international t\u00e4tige Unternehmen wie B\u00e4umer, das 85 % seines Umsatzes au\u00dferhalb des eigenen Landes macht, ist die B\u00fcrokratie in Deutschland ein Thema. \u201eWas m\u00fcssen die Leistungstr\u00e4ger in Deutschland alles leisten und dokumentieren, was andere L\u00e4nder nicht m\u00fcssen? Das ist f\u00fcr uns ein echter Wettbewerbsnachteil, denn unsere Kunden m\u00fcssen letztendlich diese Leistungen mitbezahlen und haben kein Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr.\u201c so Nina Patisson. Bundesminister Altmaier hat diesen wichtigen Punkt in seine Mittelstandsstrategie aufgenommen und macht sich unter anderem daf\u00fcr stark, dass eine z\u00fcgige Digitalisierung von Verwaltungsleistungen umgesetzt wird und Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden. \u201eIch gebe Ihnen hier Recht, da der Wettbewerb auch immer globaler wird. Eine der Schwierigkeiten ist aber sicher auch, das mit einem Koalitionspartner umzusetzen, mit dem wir uns abstimmen m\u00fcssen.\u201c. Die Antr\u00e4ge f\u00fcr Forschungsprojekte auf Europaebene sind extrem aufw\u00e4ndig und kosten viel Zeit. Die ZIM-Projekte des Wirtschaftsministeriums, an denen sich auch B\u00e4umer beteiligt, sind deutlich unkomplizierter und an der Praxis orientiert. Die Zulassungskriterien sind aber dennoch zu eng gesteckt, denn umsatzst\u00e4rkere Mittelst\u00e4nder werden hier ausgeschlossen und m\u00fcssen sich dann um Forschungsprojekte der EU bewerben, deren b\u00fcrokratischer Aufwand f\u00fcr einen Mittelst\u00e4nder nicht zu leisten ist.<\/p>\n<p><strong>Altmaiers Mittelstandsstrategie geht in die richtige Richtung<\/strong><\/p>\n<p>Die Mittelstandsstrategie geht in die richtige Richtung, doch es bleibt abzuwarten was und vor allem wann sie umgesetzt wird. Einige dieser Forderungen wie die Steuersenkung werden schon lange ohne Ergebnis diskutiert. Die Abschaffung des Solidarit\u00e4tsbeitrags f\u00fcr den Mittelstand kann Altmaier alleine nicht durchsetzen und wurde vom Finanzministerium bislang nicht unterst\u00fctzt. F\u00fcr den l\u00e4ndlichen Raum fehlt die Zusage, dass Breitband- und Mobilfunktechnologien neuester Generation schnell umgesetzt werden. F\u00fcr den Mittelstand ist Bildung und Ausbildung von Fachkr\u00e4ften ein zentrales Thema. Hier m\u00fcsste die Mittelstandsstrategie um eine Strategie des Bundesministeriums f\u00fcr Bildung und Forschung erg\u00e4nzt werden.<\/p>\n<p>Im Fazit l\u00e4sst sich sagen, dass die Mittelstandsstrategie in vielen Punkten genau den Nerv des deutschen Mittelstandes trifft gerade bei Themen wie Steuersenkung, Mittelstandsfinanzierung, Fachkr\u00e4fte-Gewinnung und F\u00f6rderung der Digitalisierung. Bleibt zu hoffen, dass die Umsetzung nun recht z\u00fcgig voranschreitet.<\/p>\n<p>Bild und Infos: <a href=\"https:\/\/www.baeumer.com\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Albrecht B\u00e4umer GmbH &amp; Co. 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