{"id":15434,"date":"2019-08-27T10:07:56","date_gmt":"2019-08-27T08:07:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=15434"},"modified":"2019-08-27T10:07:56","modified_gmt":"2019-08-27T08:07:56","slug":"aquavip-solutions-definiert-erstmals-ganzheitlichen-ansatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/aquavip-solutions-definiert-erstmals-ganzheitlichen-ansatz\/","title":{"rendered":"\u201eAquaVip Solutions\u201c definiert erstmals ganzheitlichen Ansatz"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr Systemanbieter Viega ist der Erhalt der Trinkwasserg\u00fcte in Geb\u00e4uden eines der zentralen Kompetenzthemen. Mit dem Trinkwasser-Management-System \u201eAquaVip Solutions\u201c hebt Viega das Thema jetzt auf ein v\u00f6llig neues Leistungsniveau: Zum ersten Mal werden Trinkwasseranlagen in aller Konsequenz ganzheitlich betrachtet und elektronisch vernetzt. Dadurch ist es m\u00f6glich, die entscheidenden Einflussfaktoren auf den Erhalt der Trinkwasserg\u00fcte permanent zu \u00fcberwachen und so zu steuern, dass eine negative Beeinflussung der Trinkwasserhygiene selbst bei schwankender Nutzungsintensit\u00e4t ausgeschlossen ist.<\/p>\n<p>Nach dem sogenannten Wirkkreis der Trinkwasserg\u00fcte h\u00e4ngt der Erhalt der Trinkwasserhygiene von vier entscheidenden Einflussgr\u00f6\u00dfen ab: der vollst\u00e4ndigen Durchstr\u00f6mung der gesamten Trinkwasseranlage, einer hygienegerechten Temperaturhaltung von Trinkwasser warm und Trinkwasser kalt, dem regelm\u00e4\u00dfigen Wasseraustausch auf Basis des bestimmungsgem\u00e4\u00dfen Betriebs sowie dem in den Rohrleitungen anliegenden N\u00e4hrstoff-angebot f\u00fcr Bakterien.<\/p>\n<p>Mit dem Trinkwasser-Management-System \u201eAquaVip Solutions\u201c betrachtet Viega sowohl diese vier Einflussfaktoren als auch die zwischen ihnen bestehenden Wechselbeziehungen ganzheitlich, vom Hausanschluss bis zur letzten Zapfstelle. \u00dcber einen neu konstruierten Durchfluss-Trinkwasser-erw\u00e4rmer (DTE) wird beispielsweise die Menge des vorzuhaltenden Trinkwassers warm reduziert. Elektronisch gesteuerte \u201eEasytop\u201c-Regulierventile sorgen wiederum f\u00fcr eine hygienegerechte Temperaturhaltung in der Trinkwasserverteilung. Automatisch ausl\u00f6sende Sp\u00fclstationen, Sp\u00fclk\u00e4sten und Auslaufarmaturen sichern den bestimmungsgem\u00e4\u00dfen Betrieb der Trinkwasseranlage ab. Kommt es in den Trinkwasser kalt f\u00fchrenden Rohrleitungen zu einem hygienekritischen Temperaturanstieg, wird zudem auch dieser Volumenstrom entsprechend behandelt, und zwar indem er \u00fcber einen ebenfalls neu entwickelten Durchfluss-Trinkwasserk\u00fchler (DTK) gef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>Zur Absicherung der Trinkwasserg\u00fcte bei gleichzeitig signifikant reduziertem Energieeinsatz r\u00fcckt nun ein weiterer technischer Ansatz in den Fokus: die Ultrafiltration, zum Beispiel im Bypass der Warmwasserzirkulation (UFC-Technologie). Durch die Ultrafiltration wird die Gesamtzahl an Bakterien im Rohrleitungsnetz sowie das ihnen zur Verf\u00fcgung stehende N\u00e4hrstoffangebot reduziert. Ziel ist es, auf diesem Wege die Systemtemperaturen in einer Trinkwasseranlage zu reduzieren und so beispielsweise den Einsatz regenerativer W\u00e4rmeerzeuger, wie W\u00e4rmepumpen, f\u00fcr die monovalente Warmwasserbereitung zu forcieren. Ansonsten muss in gro\u00dfen Trinkwasseranlagen mit entsprechender Bevorratung in der Regel noch elektrisch nachgeheizt werden, um die geforderten Systemtemperaturen einhalten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In Modell- und Pilotstudien sowie dem Anfang 2019 gestarteten Forschungsprojekt \u201eUltra-F \u2013 Ultrafiltration als Element der Energieeffizienz in der Trinkwasserhygiene\u201c der Technischen Universit\u00e4t Dresden werden aktuell die Auswirkungen einer Absenkung der Systemtemperaturen von Trinkwasser warm auf beispielsweise 48\/45 \u00b0C auf die hygienische Stabilit\u00e4t in Trinkwasser-Installationen untersucht. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem auch die damit verbundenen Rahmenbedingungen von der Nutzung der Entnahmestellen bis zur Hydraulik.<\/p>\n<p>Eine Temperaturabsenkung ist f\u00fcr die weitere Verringerung des Prim\u00e4renergieeinsatzes in Geb\u00e4uden von entscheidender Bedeutung, da durch immer dichtere Geb\u00e4udeh\u00fcllen der prozentuale Anteil des Energiebedarfs f\u00fcr die Warmwasserbereitung stark zugenommen hat. In Passivh\u00e4usern macht er mittlerweile schon bis zu 50 Prozent aus. Bei einer Absenkung der Systemtemperaturen von Trinkwasser warm um 10 K und mehr reduziert sich der Prim\u00e4renergieeinsatz sofort entsprechend.<\/p>\n<p>M\u00f6glich ist der ganzheitliche Viega-Ansatz unter Einbeziehung von Ultrafiltration f\u00fcr nachhaltige Energieeffizienz durch eine vernetzte Elektronik als Herzst\u00fcck des neuen Trinkwasser-Management-Systems \u201eAquaVip Solutions\u201c. Diese Elektronik kann skalierbar an die individuellen Anforderungen jeder Trinkwasseranlage angepasst werden. \u00dcber eine Vielzahl von Sensoren erfassen die Controller die Betriebszust\u00e4nde der Trinkwasseranlage sowie die f\u00fcr den Erhalt der Trinkwasserg\u00fcte entscheidenden Parameter. Dazu z\u00e4hlen vor allem das Temperaturniveau in Trinkwasser warm und Trinkwasser kalt sowie eventuelle Nutzungsunterbrechungen. Bei \u00dcber- oder Unterschreiten definierter Soll-Werte wird dann automatisch eine bedarfsgerechte Hygienesp\u00fclung ausgel\u00f6st.<\/p>\n<p>S\u00e4mtliche Messwerte und Aktionen werden manipulationssicher zentral gespeichert. So kann der Betreiber bei eventuellen Auff\u00e4lligkeiten den bestimmungsgem\u00e4\u00dfen Betrieb der Trinkwasseranlage problemlos nachweisen. Wird ein zentrales Monitoring f\u00fcr mehrere Liegenschaften gew\u00fcnscht, l\u00e4sst sich die Elektronik auch in ein bestehendes Geb\u00e4udeautomationssystem integrieren.<\/p>\n<p>Das Trinkwasser-Management-System \u201eAquaVip Solutions\u201c wurde gezielt f\u00fcr den Einsatz in Geb\u00e4uden mit gro\u00dfen Trinkwasseranlagen konzipiert, wie sie f\u00fcr Krankenh\u00e4user, Alten- und Pflegeheime oder Wohnkomplexe typisch sind. Die produkttechnischen L\u00f6sungen mit innovativer Trinkwassererw\u00e4rmung, Ultrafiltration, thermisch und hydraulisch permanent \u00fcberwachten Parametern im Trinkwasser und automatischer Unterst\u00fctzung des bestimmungsgem\u00e4\u00dfen Betriebs stellen dabei die folgerichtige Erg\u00e4nzung zur hygienischen Auslegung von Trinkwasseranlagen in solchen Geb\u00e4uden dar. Gekennzeichnet sind solche Anlagenplanungen vor allem durch die bedarfsgerechte Dimensionierung des Rohrleitungsnetzes, durch eine m\u00f6glichst auch baulich thermische Trennung der Rohrleitungsinstallationen f\u00fcr Trinkwasser warm und Trinkwasser kalt sowie eine klare, nachvollziehbare Struktur der Rohrleitungsnetze unter Minimierung des Trinkwasservolumens.<\/p>\n<p>Bild und Infos: <a href=\"https:\/\/www.viega.de\/de\/homepage.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Viega Holding GmbH &amp; Co. KG<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr Systemanbieter Viega ist der Erhalt der Trinkwasserg\u00fcte in Geb\u00e4uden eines der zentralen Kompetenzthemen. 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