{"id":15318,"date":"2019-08-20T08:53:43","date_gmt":"2019-08-20T06:53:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=15318"},"modified":"2019-08-20T08:53:43","modified_gmt":"2019-08-20T06:53:43","slug":"nur-fuenf-prozent-des-photovoltaik-potenzials-in-siegen-wittgenstein-wird-derzeit-genutzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/nur-fuenf-prozent-des-photovoltaik-potenzials-in-siegen-wittgenstein-wird-derzeit-genutzt\/","title":{"rendered":"\u201eNur f\u00fcnf Prozent des Photovoltaik-Potenzials in Siegen-Wittgenstein wird derzeit genutzt\u201c"},"content":{"rendered":"<p>In dieser Woche sind Solaranlagen auf zwei Geb\u00e4uden des Berufskollegs AHS am Fischbacherberg in Siegen installiert worden. Kurz vor Abschluss der Arbeiten hat Landrat Andreas M\u00fcller sich vor Ort \u00fcber das Projekt informiert. Die Anlage wird von der Firma Solaris GbR mit Standort in der Siegener Oberstadt installiert. Tobias Schmidt und Axel Schmidt erl\u00e4uterten dem Landrat die Anlage. Sie hat eine Nennleistung von rund 100 kWp und wird zwischen 80.000 und 85.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren. Der Strom ist \u00fcberwiegend f\u00fcr den Eigenverbrauch des Berufskollegs gedacht. Strom, der dar\u00fcber hinaus produziert wird, wird ins allgemeine Netz abgegeben. Daf\u00fcr erh\u00e4lt der Kreis eine Einspeiseverg\u00fctung.<\/p>\n<p>Aktuell laufen auch bereits Arbeiten f\u00fcr die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage auf dem Berufskolleg Wittgenstein in Bad Berleburg. Nach Sanierungsarbeiten am Dach der Schule werden die Solarpaneele installiert, so dass auch diese Anlage mit einer Nennleistung von 77 KWp in einigen Wochen in Betrieb gehen kann.<\/p>\n<p>F\u00fcr Landrat Andreas M\u00fcller ist das aber erst der Anfang: \u201eDer Kreistag hat beschlossen, dass wir auf kreiseigenen Geb\u00e4uden Photovoltaikanlagen errichten, wenn sich diese innerhalb von 15 Jahren amortisieren. Deshalb sind neben den Berufskollegs AHS und Wittgenstein auch Solaranlagen auf dem Berufskolleg Technik geplant\u201c, so M\u00fcller. Zugleich k\u00fcndigt er an, dass er einen Schritt weiter gehen m\u00f6chte: \u201eIch pl\u00e4diere daf\u00fcr, auch solche Anlagen zu realisieren, die sich in einem Zeitraum zwischen 15 und 20 Jahren amortisieren. Dadurch k\u00e4men dann auch Anlagen auf der Lindenschule am Bismarckplatz in Weidenau und auf dem Kulturhaus L\u00ffz in der St.-Johann-Stra\u00dfe in Siegen hinzu.\u201c Entsprechende Vorschl\u00e4ge wird der Landrat dem Kreistag unterbreiten.<\/p>\n<p>Der Grund f\u00fcr diesen Vorschlag: \u201eBei der F\u00f6rderungen regenerativer Energien k\u00f6nnen wir es uns mit Blick auf den Klimawandel nicht erlauben, ausschlie\u00dflich nur wirtschaftliche Betrachtungen anzustellen. Wir m\u00fcssen auch bewerten, welchen Beitrag eine Ma\u00dfnahme zum Klimaschutz leisten kann und wie nachhaltig dieser ist. Da Photovoltaik hier sehr gut abschneidet, sind f\u00fcr mich Amortisationszeitr\u00e4ume von bis zu 20 Jahren durchaus akzeptabel\u201c, so der Landrat.<\/p>\n<p>Die Vorteile der Photovoltaik liegen f\u00fcr M\u00fcller auf der Hand: Solarstrom wird dezentral produziert, neue Stromtrassen sind nicht erforderlich. Konflikte, wie sie beim Bau neuer Windr\u00e4der \u00fcberall an der Tagesordnung sind, gibt es ebenfalls nicht. Zudem sind die Investitionssummen \u00fcberschaubar und auch f\u00fcr Privatpersonen tragbar. Aktuelle Berechnungen zeigen: Die Potenziale der Photovoltaik werden in Siegen-Wittgenstein nicht einmal zu f\u00fcnf Prozent genutzt. \u201eDas entspricht nur 1,8 Prozent unseres Stromverbrauchs\u201c, sagt Dr. Dominik D\u00fcber, Klimaschutzbeauftragter des Kreises. Deshalb fordert M\u00fcller dazu auf, intensiv dar\u00fcber nachzudenken, wie man die Potenziale der kostenlosen, umweltfreundlichen und klimaneutralen Energiequelle \u201eSonne\u201c noch besser nutzen kann.<\/p>\n<p>Konkrete Impulse erhofft sich der Landrat auch von einem fraktions\u00fcbergreifenden Strategiekreis, den der Kreistag eingerichtet hat. Er soll Nutzungsoptionen f\u00fcr erneuerbare Energien in Siegen-Wittgenstein ausloten. Die Kreisverwaltung selbst arbeitet bereits daran, kreiseigene Fl\u00e4chen zu identifizieren, auf denen man Photovoltaikanlagen errichten k\u00f6nnte, und lotet aus, welche F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten es in diesem Bereich gibt. Zudem wird der Kreis mit seinem Klimaschutzmanagement Kommunen und kommunalen Einrichtungen, Gesellschaften und Verb\u00e4nde anbieten, sie bei entsprechenden Untersuchungen ihrer eigenen Fl\u00e4chen zu unterst\u00fctzen. Schlie\u00dflich wird die Kreisverwaltung auch ermitteln, ob und in welchem Umfang ungenutzte Wasserkraftpotenziale in Siegen-Wittgenstein bestehen und unter welchen Rahmenbedingungen diese genutzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Doch der Landrat kann sich durchaus noch mehr vorstellen: \u201eVielleicht macht es f\u00fcr den Kreis sogar Sinn, auch Fl\u00e4chen in Privatbesitz anzumieten, um dort Solaranlagen zu errichten. Oder wir k\u00f6nnten Privatpersonen dabei unterst\u00fctzen, alleine oder gemeinsam Photovoltaik-Projekte umzusetzen. So wie es schon B\u00fcrgerwindparks gibt, k\u00f6nnte man auch \u00fcber B\u00fcrger-Solarparks nachdenken. Ich denke, hier gibt es noch sehr viele Optionen und wir werden zeitnah ausloten, was f\u00fcr uns als Kreis umsetzbar ist oder wo wir Impulse oder Unterst\u00fctzung geben k\u00f6nnten.\u201c<\/p>\n<p>Bild und Text: Kreis Siegen-Wittgenstein<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dieser Woche sind Solaranlagen auf zwei Geb\u00e4uden des Berufskollegs AHS am Fischbacherberg in Siegen installiert worden. 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