{"id":13707,"date":"2019-04-24T09:36:09","date_gmt":"2019-04-24T07:36:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=13707"},"modified":"2019-04-23T14:42:21","modified_gmt":"2019-04-23T12:42:21","slug":"verunsicherung-kostet-wachstum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/verunsicherung-kostet-wachstum\/","title":{"rendered":"Verunsicherung kostet Wachstum"},"content":{"rendered":"<p>Der protektionistische Kurs der USA und das Gezerre um den Brexit verunsichern die exportorientierte deutsche Wirtschaft nachhaltig. Deshalb rechnet das <a href=\"https:\/\/www.iwkoeln.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Institut der deutschen Wirtschaft<\/a> in seiner aktuellen <a href=\"https:\/\/www.iwkoeln.de\/fileadmin\/user_upload\/IW-Trends_2019-IW-Konjunkturprognose.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Konjunkturprognose<\/a> f\u00fcr das Jahr 2019 nur noch mit einem realen Wachstum von knapp 0,7 Prozent. Sofern sich die Rahmenbedingungen nicht erneut verschlechtern, ist 2020 ein Plus von 1,5 Prozent m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Die ged\u00e4mpfte Stimmung schl\u00e4gt sich auch in der IW-Fr\u00fchjahrsumfrage nieder. Zwar gehen nach wie vor 35 Prozent der fast 2.400 befragten deutschen Unternehmen davon aus, dass ihre Produktion beziehungsweise ihr Umsatz im laufenden Jahr steigt. Nur gut 18 Prozent erwarten einen R\u00fcckgang. Allerdings betrug die Relation von Optimisten zu Pessimisten vor einem Jahr noch 52 zu 8 Prozent.<\/p>\n<p>Vor allem das Auslandsgesch\u00e4ft verliert deutlich an Schwung. Dazu tragen neben dem verschlechterten globalen Umfeld auch die weiter steigenden Arbeitskosten in Deutschland bei. Knapp 19 Prozent der Unternehmen rechnen deshalb f\u00fcr 2019 mit r\u00fcckl\u00e4ufigen Ausfuhren. Der Anteil der Betriebe mit positiven Exporterwartungen ist mit rund 20 Prozent kaum h\u00f6her. Vor diesem Hintergrund werden die realen deutschen Ausfuhren in diesem Jahr lediglich um 1,4 Prozent zulegen.<\/p>\n<p>Das schw\u00e4chere Auslandsgesch\u00e4ft beeinflusst auch die Investitionskonjunktur. Zwar sind in vielen Unternehmen die Kapazit\u00e4ten stark ausgelastet, was zus\u00e4tzliche Investitionen erfordert. Zudem sind die Finanzierungsbedingungen nach wie vor gut. Dennoch investieren die Firmen nur zur\u00fcckhaltend in neue Ausr\u00fcstungen: Das IW prognostiziert f\u00fcr 2019 einen realen Zuwachs von nur 1,4 Prozent. Ein Einbruch ist allerdings nicht zu bef\u00fcrchten. Die r\u00fcckl\u00e4ufige konjunkturelle Dynamik wirkt sich zudem nur begrenzt auf den Arbeitsmarkt aus \u2013 die Zahl der Erwerbst\u00e4tigen wird in diesem Jahr um weitere 0,8 Prozent auf mehr als 45 Millionen steigen.<\/p>\n<p>Insgesamt sind die Aussichten f\u00fcr 2019 und 2020 eingetr\u00fcbt, aber nicht alarmierend. &#8222;Es besteht kein Grund, Konjunkturprogramme oder \u00e4hnliche ausgabenseitige Stabilisierungsma\u00dfnahmen aufzulegen&#8220;, sagt IW-Direktor Michael H\u00fcther. Er betont aber auch: &#8222;Der Staat muss Wachstumsvorsorge betreiben \u2013 in Form nachhaltiger und stetiger \u00f6ffentlicher Investitionen sowie durch eine st\u00e4rkere Forschungsf\u00f6rderung.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der protektionistische Kurs der USA und das Gezerre um den Brexit verunsichern die exportorientierte deutsche Wirtschaft nachhaltig. 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