{"id":13688,"date":"2019-04-23T12:02:11","date_gmt":"2019-04-23T10:02:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=13688"},"modified":"2019-04-18T12:05:27","modified_gmt":"2019-04-18T10:05:27","slug":"sommerzeit-oder-winterblues","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/sommerzeit-oder-winterblues\/","title":{"rendered":"Sommerzeit oder Winterblues"},"content":{"rendered":"<p>In der Nacht vom 30. auf den 31. M\u00e4rz 2019 wurden die Uhren wieder eine Stunde auf die Sommerzeit vorgestellt. Gleichzeitig hat das EU-Parlament Ende M\u00e4rz 2019 mit einer gro\u00dfen Mehrheit f\u00fcr eine Abschaffung der Zeitumstellung ab dem Jahr 2021 gestimmt. Die einzelnen EU-Staaten sollen der EU-Kommission bis April 2020 mitteilen, welche Zeit sie dauerhaft beibehalten wollen: Winter- oder Sommerzeit. Im M\u00e4rz 2021 soll dann zum letzten Mal die Zeitumstellung auf Sommerzeit erfolgen. F\u00fcr die EU-L\u00e4nder, die sich f\u00fcr die dauerhafte Winterzeit entscheiden, steht die letzte Zeitumstellung im Oktober 2021 an.<\/p>\n<p>\u201eDie deutsche Industrie spricht sich daf\u00fcr aus, den Plan zur Zeitumstellung in Europa gr\u00fcndlich zu durchdenken. Das Vorhaben birgt erhebliche Risiken f\u00fcr die vernetzten wirtschaftlichen Abl\u00e4ufe auf unserem Kontinent\u201c, unterstreicht BDI-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Joachim Lang. \u201eEuropa muss einen Flickenteppich der Zeitzonen vermeiden. F\u00fcr die Wirtschaft sind reibungslose Logistikabl\u00e4ufe von zentraler Bedeutung. Besonders betroffen w\u00e4ren durch unterschiedliche Zeitzonen Teile der Logistikbranche sowie die Luftfahrtwirtschaft. Unterschiedliche und m\u00f6glicherweise auch wechselnde Zeitzonen innerhalb Europas w\u00fcrden die Komplexit\u00e4t operativer Planungen erh\u00f6hen, beispielsweise bei Flugpl\u00e4nen, und den Flugbetrieb erschweren. Unsere Unternehmen ben\u00f6tigen Planungssicherheit und EU-weit einheitliche Regelungen. Gerade darin besteht eine St\u00e4rke des europ\u00e4ischen Binnenmarktes.\u201c<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich muss der Verzicht auf die j\u00e4hrliche Zeitumstellung m\u00f6glichst einheitlich innerhalb der Europ\u00e4ischen Union geregelt werden. Aber unabh\u00e4ngig davon stellt sich auch die Frage: Welche Zeit h\u00e4tten Sie denn gerne? Wir haben deshalb im Rahmen unserer aktuellen Monatsfrage Vertreterinnen und Vertreter der heimischen Wirtschaft gefragt, was Sie denn bevorzugen w\u00fcrden: dauerhaft Sommerzeit, also das ganze Jahr \u00fcber eine Stunde fr\u00fcher aufstehen, oder Winterzeit bzw. korrekter gesagt die klassische mitteleurop\u00e4ische Zeit (MEZ).<\/p>\n<p>Und das Ergebnis ist relativ eindeutig: 60 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an unserer Umfrage w\u00fcrden die dauerhafte Sommerzeit bevorzugen, 40 Prozent die mitteleurop\u00e4ische Zeit.<\/p>\n<p>Neben wirtschaftlichen Erw\u00e4gungen ist dieses Ergebnis sicherlich auch Ausdruck des ver\u00e4nderten Freizeitverhaltens in unserer Gesellschaft. Im Fr\u00fchjahr und Sommer ist es bei der Umstellung auf Sommerzeit abends deutlich l\u00e4nger hell. Eine Beibehaltung der Sommerzeit w\u00fcrde allerdings im Winter dazu f\u00fchren, dass es morgens l\u00e4nger dunkel bleibt. Was entf\u00e4llt, sind die Probleme der Zeitumstellung an sich. Es bleibt also letztlich eine Abw\u00e4gungsentscheidung. Man darf deshalb auch gespannt sein, wie sich die Bundesregierung in dieser Frage entscheiden wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Nacht vom 30. auf den 31. M\u00e4rz 2019 wurden die Uhren wieder eine Stunde auf die Sommerzeit vorgestellt. 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