{"id":13116,"date":"2019-03-12T09:51:33","date_gmt":"2019-03-12T08:51:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=13116"},"modified":"2019-03-12T09:51:33","modified_gmt":"2019-03-12T08:51:33","slug":"mintoringsi-teilnehmer-extrahieren-rapsoel-bei-bayer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/mintoringsi-teilnehmer-extrahieren-rapsoel-bei-bayer\/","title":{"rendered":"MintoringSi-Teilnehmer extrahieren Raps\u00f6l bei Bayer"},"content":{"rendered":"<p>Wie wird Raps\u00f6l gewonnen? Wie wird die Jodzahl von Raps\u00f6l bestimmt? Welche Jodzahl hat Raps\u00f6l im Vergleich zu anderen Pflanzen\u00f6len? Antworten auf diese und weitere Fragen haben k\u00fcrzlich 25 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler des Coaching-Programms \u201eMINToringSi\u201c bei der Bayer AG, Division CropScience am Standort Monheim erhalten. Begleitet wurden die Nachwuchsforscherinnen und\u00a0-forscher von drei MINToren sowie den Programmkoordinatoren Dr. Bernd Klose (Universit\u00e4t Siegen) und Julia F\u00f6rster (Verband der Siegerl\u00e4nder Metallindustriellen e.V.).<\/p>\n<p>Vor Ort erhielten die Exkursionsteilnehmerinnen und -teilnehmer zun\u00e4chst einmal einen Eindruck vom weitl\u00e4ufigen Gel\u00e4nde der Bayer Crop Science AG \u2013 einem Teilkonzern der Bayer AG. Die Pflanzenforschung des Bayer-Konzerns ist seit 2009 an einem eigenen Standort vertreten. Neben der Konzernzentrale Bayer CropScience, der Chemischen Forschung, dem Tropicarium und der Substanzbibliothek gibt es am Standort Monheim beispielweise noch das Institut f\u00fcr Fungizide und das Institut f\u00fcr Insektizide. Drei technisch hochwertig ausgestattete Sch\u00fclerlabore, die sogenannten \u201eBaylabs\u201c bieten bis zu drei\u00dfig Sch\u00fclern Platz und erg\u00e4nzen das umfangreiche Angebot der Wissensmehrung und Wissensvermittlung. Bevor es f\u00fcr die Nachwuchsforscherinnen und -forscher in die Baylabs ging, versammelten sie sich in einem Seminarraum. Dort erfuhren sie von Baylab-Referentin Dr. Corinna Es-Sayed unter anderem welche globalen Trends es in der Landwirtschaft gibt. Zu diesen Trends z\u00e4hlen neben einer schrumpfenden Anbaufl\u00e4che und ver\u00e4nderten Essgewohnheiten einer stark wachsenden Weltbev\u00f6lkerung auch die Globalisierung und der Klimawandel. Die Baylab-Referentin verdeutlichte ihren Zuh\u00f6rern au\u00dferdem, dass Pflanzenschutzforschung viel Zeit und Geld kostet. Vom ersten Labortest bis zur Marktzulassung eines Pflanzenschutzmittels vergingen durchschnittlich zehn bis vierzehn Jahre und die Investitionen w\u00fcrden im Durchschnitt rund 250 Millionen Euro betragen.<\/p>\n<p>Nachdem die MINToringSi-Programmgruppe mit Gefahrstoff- und Sicherheitshinweisen vertraut gemacht wurde, war es an der Zeit, die Jacken gegen Laborkittel und Schutzbrillen auszutauschen. Die 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden in gleich gro\u00dfe Gruppen auf die drei Labore aufgeteilt. Dort lernten die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler wie Raps\u00f6l aus Rapssamen gewonnen wird. Zun\u00e4chst zerkleinerten sie den Rapssamen mit einem M\u00f6rser. Anschlie\u00dfend wurde mithilfe von Heptan in einer Soxhlet-Extraktion das Raps\u00f6l aus den Rapssamen extrahiert. Dar\u00fcber hinaus gab es von der Baylab-Referentin die Aufgabe, die Jodzahl des Raps\u00f6ls und weiterer Speise\u00f6le zu bestimmen und zu vergleichen. Bei den durchgef\u00fchrten Versuchen lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer au\u00dferdem, dass das gewonnene Raps\u00f6l nicht nur in der K\u00fcche f\u00fcr die Zubereitung von Salaten verwendet werden kann, sondern sich auch chemisch umwandeln l\u00e4sst, um zum Beispiel als Biodiesel Autos anzutreiben.<\/p>\n<p>\u201eUns ist es wichtig, dass die MINT-interessierten Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler fr\u00fchzeitig Perspektiven und Ziele entwickeln, die ihnen auch \u00fcber eventuelle \u201aDurststrecken\u2018 w\u00e4hrend des Studiums hinweghelfen\u201c, betont Dr. Bernd Klose, der das Projekt seitens der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Siegen betreut. \u201eMINToren und MINTees profitieren bei MINToringSi gleicherma\u00dfen\u201c, erg\u00e4nzt Julia F\u00f6rster, die die Betreuung des Projektes seitens des Arbeitgeberverbandes Siegen-Wittgensteins \u00fcbernommen hat. Die MINTees k\u00f6nnen bereits vor dem offiziellen Studienbeginn Eindr\u00fccke sammeln, wie ein MINT-Studium abl\u00e4uft und schon erste Kontakte kn\u00fcpfen. \u201eDie MINToren lernen durch das Programm eine Gruppe zu f\u00fchren, zu koordinieren und auch zu motivieren. Auf diese Weise werden klassische Tugenden wie Teamf\u00e4higkeit, und Zuverl\u00e4ssigkeit gefordert und gef\u00f6rdert\u201c, so Julia F\u00f6rster weiter.<\/p>\n<p>Seit 2008 f\u00f6rdert das Programm in jeweils drei Jahre dauernden Mentoren-Beziehungen den \u00dcbergang von der Schule an die Universit\u00e4t. Durch das genau auf die Bedarfe der Teilnehmerinnen und Teilnehmer abgestimmte Konzept konnten gerade die in MINT-F\u00e4chern besonders hohen Studien-Abbrecherzahlen nahezu auf Null reduziert werden. Der Verband der Siegerl\u00e4nder Metallindustriellen tr\u00e4gt in der Kooperation mit der Universit\u00e4t Siegen mit dem Programm dazu bei, den dringend ben\u00f6tigten Fachkr\u00e4ftenachwuchs zu sichern. Unterst\u00fctzt wird MINToringSi zudem von der Bezirksregierung Arnsberg.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie wird Raps\u00f6l gewonnen? Wie wird die Jodzahl von Raps\u00f6l bestimmt? Welche Jodzahl hat Raps\u00f6l im Vergleich zu anderen Pflanzen\u00f6len? 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