{"id":12342,"date":"2019-01-15T16:26:11","date_gmt":"2019-01-15T15:26:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=12342"},"modified":"2019-01-15T16:30:22","modified_gmt":"2019-01-15T15:30:22","slug":"gedaempftes-expansionstempo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/gedaempftes-expansionstempo\/","title":{"rendered":"Ged\u00e4mpftes Expansionstempo"},"content":{"rendered":"<p>Gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen und Stellvertreter Walter Viegener und dem Verbandsgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Stephan Stracke, stellte Arndt G. Kirchhoff als Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes f\u00fcr den Kreis Olpe e.V., die Ergebnisse der regelm\u00e4\u00dfig zum Jahreswechsel stattfindenden Konjunkturumfrage in einem Pressegespr\u00e4ch vor. An der Umfrage beteiligten sich etwa 30 Prozent der Mitgliedsunternehmen des Arbeitgeberverbandes. Diese stellen insgesamt knapp 5.000 Besch\u00e4ftigte, darunter etwa 350 Auszubildende.<\/p>\n<p>Die Gesch\u00e4fts- und Auftragslage bewerten danach jeweils etwa neun von zehn Unternehmen als gut und befriedigend (jeweils etwa 60 Prozent). Von einer zuk\u00fcnftig gleichbleibenden Gesch\u00e4ftslage gehen acht von zehn Unternehmen aus. Eine Verbesserung erwartet jedes sechste Unternehmen. Diese Prognosen spiegeln sich auch bei den Auftragserwartungen wider. Etwa 93 Prozent rechnen hier mit einer gleichbleibenden oder besseren Inlandsentwicklung. F\u00fcr die Auslandsorders erwarten 75 Prozent der Unternehmen eine stabile Entwicklung. Der Rest spaltet sich zu gleichen Teilen in Optimisten und Pessimisten auf.<\/p>\n<p>Bei den k\u00fcnftigen Ertr\u00e4gen ziehen nach Angaben des Verbandes jedoch erste Wolken auf. Hier rechnet schon jedes f\u00fcnfte Unternehmen mit einer Verschlechterung. Bisher wurde die Ertragslage von knapp 94 Prozent der Unternehmen als gut (34 Prozent) oder befriedigend (60 Prozent) angesehen. Auch die Belegschaftsentwicklung wird etwas weniger optimistisch eingesch\u00e4tzt. Hatte bisher jedes dritte Unternehmen Neueinstellungen vorzuweisen, rechnet zuk\u00fcnftig nur noch jedes f\u00fcnfte Unternehmen mit einer Besch\u00e4ftigungsausweitung. &#8222;\u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich mit der Mehrarbeit. Bisher fand sie bei 20 Prozent der Unternehmen statt. F\u00fcr das n\u00e4chste Halbjahr rechnen jedoch nur noch knapp 7 Prozent mit Mehrarbeit. Erstmals wieder hielten gut 13 Prozent der Unternehmen Entlassungen f\u00fcr m\u00f6glich\u201c, erg\u00e4nzte Stephan Stracke.<\/p>\n<p>\u201eBetont werden muss\u201c, so Walter Viegener, \u201edass sich die zugrundeliegende Auswertung der Konjunkturumfrage 2018 \/ 2019 auf Erwartungen der Unternehmen st\u00fctzt und die hier getroffenen Aussagen infolge dessen lediglich als Stimmungslage zu werten sind\u201c. \u00dcbereinstimmend mit den Wirtschaftsforschungsinstituten und den Wirtschaftsweisen rechne auch er f\u00fcr das laufende Jahr 2019 mit einem stabilen gesamtwirtschaftlichen Wachstum von etwa 1,5 Prozent. Dies indiziere auch die Auswertung der Konjunkturumfrage, da jedes vierte Unternehmen steigende Investitionen im Inland und sogar jedes dritte einen entsprechenden Anstieg im Ausland plane. Eine gleichbleibende Investitionst\u00e4tigkeit im Inland s\u00e4hen 60 Prozent der Befragten. Bei den Auslandsinvestitionen beziffere sich der Wert mit knapp 56 Prozent fast gleich hoch. Da nur jedes achte Unternehmen im Inland von abnehmenden Investitionen ausginge, sei per Saldo von einer eindeutigen Steigerung der Investitionen auszugehen, weshalb er auch weiterhin positive Effekte f\u00fcr den M+E-Arbeitsmarkt erwarte. Im \u00dcbrigen sei wieder einmal zu erw\u00e4hnen, dass sich die Ausbildungsplanungen im Kreis weiterhin auf hohem Niveau bef\u00e4nden. Vier von f\u00fcnf Unternehmen gingen von einer gleichbleibenden H\u00f6he des Ausbildungsplatzangebotes und knapp 14 Prozent sogar von einem weiteren Aufbau aus, so Viegener weiter.<em><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>\u201eDie Produktion bei der M+E-Industrie in Deutschland hat in den ersten drei Quartalen um etwa 2,5 Prozent zulegen k\u00f6nnen. Dieser gegen\u00fcber dem Vorjahr niedrigere Wert h\u00e4ngt mit den Produktionsschwankungen der Autoindustrie im dritten Quartal 2018 zusammen. Wir glauben allerdings noch an ein starkes viertes Quartal &#8211; insbesondere im Automobilsektor- und damit an eine st\u00e4rkere Jahresproduktionssteigerung, als es die ersten drei Quartale darzustellen verm\u00f6chten\u201c, so Arndt G. Kirchhoff. Als Pr\u00e4sident von Metall NRW leitete er die letztj\u00e4hrige M+E-Tarifrunde in NRW.<\/p>\n<p>\u201eAuch die nordrhein-westf\u00e4lischen Unternehmen der M+E-Industrie sind nach wie vor solide aufgestellt. Mit zuletzt 725.115 Besch\u00e4ftigten schlie\u00dft die M+E-Industrie in Nordrhein-Westfalen wieder an alte H\u00f6chstst\u00e4nde an. Sie \u00fcberschreitet sogar den Vorkrisenstand des Jahres 2009. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 2,8 Prozent. Besonders stark waren die Zuw\u00e4chse im Maschinenbau mit 3,9 Prozent und in der Elektroindustrie mit 4,6 Prozent.\u00a0 Diese Zahlen verwundern nicht, da beispielsweise im dritten Quartal 2018 die Ums\u00e4tze der M+E-Industrie um 4,7 Prozent \u00fcber dem Vorjahreszeitraum lagen. Auch der Auftragsbestand konnte noch einmal zulegen und betr\u00e4gt nun 4,6 Monate\u201c, so Kirchhoff weiter.<\/p>\n<p>Trotzdem sei Vorsicht vor Fehlentwicklungen geboten. Die deutsche M+E-Industrie sei schlie\u00dflich nicht grenzenlos belastbar. Damit meine er insbesondere den beschleunigten Anstieg der Lohnst\u00fcckkosten. Die Arbeitskosten je geleisteter Besch\u00e4ftigtenstunde seien in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres um durchschnittlich 3,3 Prozent angestiegen. Demgegen\u00fcber habe die Nettoproduktion je Besch\u00e4ftigtenstunde nur um 0,5 Prozent gesteigert werden k\u00f6nnen. Saldiere man die Werte, erhalte man zwangsl\u00e4ufig den Wert f\u00fcr die gestiegenen Lohnst\u00fcckkosten. Dieser betrage demnach 2,8 Prozent. Dies sei eine Steigerung, die auf den hart umk\u00e4mpften Weltm\u00e4rkten bei Weitem nicht durch Preissteigerungen aufgefangen werden k\u00f6nne und letztlich die Konkurrenzf\u00e4higkeit der deutschen M+E-Industrie schw\u00e4che. Solle Deutschland auch in Zukunft eine starke Exportnation sein und damit seine Arbeitspl\u00e4tze im Inland sichern, m\u00fcssten zuk\u00fcnftige Tarifsteigerungen deutlich bescheidener ausfallen, als bei der letzten Runde\u201c, so Kirchhoff abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend appellierte er an die W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler, bei der im Mai anstehenden Europawahl auch ihre Stimme abzugeben. &#8222;Europa ist das Beste, was uns passieren konnte. Als Exportnation profitieren wir in Nordrhein-Westfalen ganz erheblich von den Vorteilen des gemeinsamen Binnenmarktes&#8220;, unterstrich Kirchhoff. &#8222;Wir d\u00fcrfen Europa deshalb nicht den Extremen \u00fcberlassen.&#8220;<\/p>\n<p>Einen Standpunkt dazu hat Arndt G. Kirchhoff erst k\u00fcrzlich im NRW-Wirtschaftsblog &#8222;Klartext im Westen&#8220; ver\u00f6ffentlicht. Wir haben dar\u00fcber berichtet:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/es-geht-um-die-zukunft-unseres-kontinents\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/es-geht-um-die-zukunft-unseres-kontinents\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen und Stellvertreter Walter Viegener und dem Verbandsgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Stephan Stracke, stellte Arndt G. 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