{"id":12310,"date":"2019-01-14T08:56:22","date_gmt":"2019-01-14T07:56:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=12310"},"modified":"2019-01-14T08:56:22","modified_gmt":"2019-01-14T07:56:22","slug":"mit-dem-mitraclip-auf-erfolgskurs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/mit-dem-mitraclip-auf-erfolgskurs\/","title":{"rendered":"Mit dem \u201eMitraClip\u201c auf Erfolgskurs"},"content":{"rendered":"<p>Als einzige Einrichtung im Kreis Siegen-Wittgenstein wurde die Sektion Kardiologie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen als \u201eZentrum f\u00fcr perkutane Mitralklappenrekonstruktion\u201c ausgezeichnet. Vom \u201eMitraClip\u201c-Verfahren profitieren Patienten, deren Mitralklappe undicht ist.<\/p>\n<p>Unregelm\u00e4\u00dfiger Herzschlag, Luftnot oder \u00fcberm\u00e4\u00dfige Wassereinlagerungen: Diese Symptome treten auf, wenn die die so genannte Mitralklappe \u2013 sie befindet sich zwischen linkem Vorhof und linker Herzkammer \u2013 nicht mehr richtig arbeitet.\u00a0 Ist sie undicht, hilft oft nur eine aufw\u00e4ndige Operation. \u201eF\u00fcr diesen Eingriff sind viele Patienten allerdings oftmals schon zu schwach\u201c, erkl\u00e4rt Prof. Dr. Dursun G\u00fcnd\u00fcz, Sektionsleiter der Kardiologie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling. Eine Alternative bietet der \u201eMitraClip\u201c. Minimalinvasiv kann mit seiner Hilfe die Schlussf\u00e4higkeit der Klappe wieder hergestellt werden. 140 Zentren, die das Verfahren anbieten, gibt es in Deutschland. Seit knapp einem Jahr geh\u00f6rt auch das Diakonie Klinikum Jung-Stilling als einzige Einrichtung im Kreis Siegen-Wittgenstein dazu.<\/p>\n<p>\u201eDas MitraClip-Zulassungsverfahren ist eines der kompliziertesten in der Kardiologie\u201c, erl\u00e4utert Prof. Dr. G\u00fcnd\u00fcz. Die H\u00fcrden, die genommen werden m\u00fcssen, um vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen sowie vom Hersteller des Clips, der Firma Abbott Vascular, als Therapiezentrum\u00a0 zugelassen zu werden, sind sehr hoch. Anw\u00e4rter m\u00fcssen normalerweise eine zweij\u00e4hrige \u201eProbezeit\u201c absolvieren, in der sie \u2013 als \u201eZuweiser\u201c \u2013 Patienten, f\u00fcr die sich das \u201eMitraClip\u201c-Verfahren eignet, an bereits zertifizierte Einrichtungen \u00fcberweisen. \u00a0Nicht so die Siegener Kardiologen. Seit Februar 2018 wird das \u00a0Verfahren hier bereits praktiziert. Nun ist nach ungew\u00f6hnlich kurzer Zeit auch die offizielle Zertifizierung durch Abbott Vascular erfolgt. M\u00f6glich macht dies eine ganz spezielle Experten-Unterst\u00fctzung. \u201eZu unserem Team geh\u00f6rt Oberarzt Dr. Johannes Rixe. Als ehemaliger \u00a0Programmleiter des MitraClip-Verfahrens in der Kardiologie der Universit\u00e4tsklinik in\u00a0 Gie\u00dfen bringt er gro\u00dfe Erfahrung mit\u201c, erl\u00e4utert Prof. Dr. G\u00fcnd\u00fcz. Und das Knowhow macht sich bemerkbar: \u201eKliniken, die mit der Implantation des MitraClips starten, f\u00fchren im ersten Jahr durchschnittlich 15 bis 20 Prozeduren durch. Bei uns waren es im Dezember 2018 schon 40 Patienten\u201c, schl\u00fcsselt der Sektionsleiter auf.<\/p>\n<p>Beim MitraClip-Verfahren, das neben Prof. Dr. G\u00fcnd\u00fcz und Dr. Rixe auch Privatdozent Dr. Damir Erkapic am Jung-Stilling-Klinikum durchf\u00fchrt, wird ein Katheter durch die Leiste in die zum Herzen f\u00fchrende Vene eingef\u00fchrt. \u201eEine \u00d6ffnung des Brustkorbes ist nicht mehr n\u00f6tig\u201c, erkl\u00e4rt Prof. Dr. G\u00fcnd\u00fcz. Seit 2008 wird das Verfahren in Deutschland angewandt \u201eund gro\u00dfe Studien konnten zeigen, dass der MitraClip eine echte Alternative f\u00fcr schwerkranke Patienten ist, denen Medikamente nicht mehr helfen\u201c, so G\u00fcnd\u00fcz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als einzige Einrichtung im Kreis Siegen-Wittgenstein wurde die Sektion Kardiologie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen als \u201eZentrum f\u00fcr perkutane Mitralklappenrekonstruktion\u201c ausgezeichnet. 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