{"id":12299,"date":"2019-01-10T15:42:39","date_gmt":"2019-01-10T14:42:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=12299"},"modified":"2019-01-10T15:42:39","modified_gmt":"2019-01-10T14:42:39","slug":"heimische-wirtschaft-benoetigt-luft-zum-atmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/heimische-wirtschaft-benoetigt-luft-zum-atmen\/","title":{"rendered":"Heimische Wirtschaft ben\u00f6tigt \u201eLuft zum Atmen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Vor einem Jahr begaben sich die B\u00fcrgermeister der Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe sowie die IHK Siegen gemeinsam auf den Weg zu einem regionalen Gewerbefl\u00e4chenkonzept. Jetzt liegen die Ergebnisse im Entwurf vor. In enger Abstimmung mit den St\u00e4dten und Gemeinden ermittelte das beauftragte Planungsb\u00fcro Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen in intensiver Kleinarbeit jedoch nicht nur den jeweiligen Bedarf in den Kommunen, sondern auch weitere Gewerbe- und Industriebereiche, die als zus\u00e4tzliche Fl\u00e4chen im neuen Regionalplan ber\u00fccksichtigt werden k\u00f6nnen. Insgesamt ergibt sich danach f\u00fcr den Kreis Siegen-Wittgenstein ein bestehendes Fl\u00e4chendefizit von rund 314 ha. F\u00fcr den Kreis Olpe betr\u00e4gt es 190 ha. IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Klaus Gr\u00e4bener: \u201e2019 wird beim regionalen Gewerbefl\u00e4chenangebot ein Jahr entscheidender Weichenstellungen. Es geht darum, ob die heimische Wirtschaft in den n\u00e4chsten beiden Jahrzehnten ausreichend \u201aLuft zum Atmen\u2018 haben oder aber in ihren Entwicklungschancen immer weiter eingeengt wird. Gerade angesichts der schwierigen topografischen Gegebenheiten kommt es darauf an, die m\u00f6glichen R\u00e4ume f\u00fcr jede Kommune in jedem Einzelfall mit der Bezirksregierung Arnsberg detailliert zu beraten.\u201c Auch hier stehe die IHK den Kommunen gerne zur Seite, erkl\u00e4rt der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer. Ziel des Gewerbefl\u00e4chenprojektes war von Beginn an, sowohl die Kommunen in der Erreichung ihrer Entwicklungsziele als auch die Bezirksregierung in ihrer Arbeit zu unterst\u00fctzen. Das Fl\u00e4chenkonzept soll als Fachbeitrag der Wirtschaft in die Fortschreibung des Regionalplans einflie\u00dfen. Dieser gibt den verbindlichen Rahmen vor, wo k\u00fcnftig Fl\u00e4chen f\u00fcr Industrie und Gewerbe entwickelt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Untersuchung werden derzeit in den politischen Gremien der St\u00e4dte und Gemeinden vorgestellt und beraten. Der stellvertretende IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Hermann-Josef Droege lobt die Zusammenarbeit mit den B\u00fcrgermeistern in den vergangenen Monaten. \u201eF\u00fcr die ausgezeichnete Kooperation bei diesem Projekt sind wir dankbar. Wichtig ist jetzt, die \u00f6ffentliche Diskussion im politischen Raum rational und vernunftgeleitet zu f\u00fchren. Ma\u00dfgeblich sollte dabei sein, das bestm\u00f6gliche Ergebnis bei der Suche nach k\u00fcnftigen Industrie- und Gewerbefl\u00e4chen zu erzielen und umzusetzen!\u201c Bereits jetzt zeichne sich ab, dass auch interkommunale L\u00f6sungen m\u00f6glich und erforderlich seien, um die Bedarfe zu befriedigen.<\/p>\n<p>Die ermittelten Suchr\u00e4ume stellen alleine noch keine k\u00fcnftigen Industrie- und Gewerbefl\u00e4chen dar, sondern lediglich Auswahlbereiche zur Erschlie\u00dfung geeigneter Fl\u00e4chen. Wenn daher f\u00fcr beide Kreise Suchr\u00e4ume in einem Umfang von rund 1500 ha (Kreis Olpe: rund 710 ha; Kreis Siegen-Wittgenstein: rund 640 ha) ermittelt wurden, sind diese zun\u00e4chst als theoretische Werte zu verstehen. Durch planungsrechtliche Einschr\u00e4nkungen, Erschlie\u00dfungsfragen oder etwa besondere Eigentumsverh\u00e4ltnisse sind diese Fl\u00e4chen nur teilweise als Industrie- und Gewerbefl\u00e4che geeignet. Hinzu kommt, dass erfahrungsgem\u00e4\u00df nur rund 56 % der im Regionalplan dargestellten Fl\u00e4chen am Ende tats\u00e4chlich durch die St\u00e4dte und Gemeinden vermarktet werden k\u00f6nnen. Klaus Gr\u00e4bener: \u201eIn Siegen-Wittgenstein und Olpe werden gerade einmal 1,5 % der Gesamtfl\u00e4che durch Industrie und Gewerbe beansprucht, landesweit sind es 2,2 %. Obwohl wir zu den industriest\u00e4rksten Regionen in Nordrhein-Westfalen geh\u00f6ren, nutzen wir deutlich weniger Fl\u00e4che. Das bedeutet jedoch auch, dass wir flexiblere Vorgaben f\u00fcr die Fl\u00e4chennutzung beanspruchen. Was ungleich ist, sollte man auch ungleich behandeln.\u201c Die Rahmenbedingungen f\u00fcr neue Fl\u00e4chen sind dabei insbesondere aufgrund naturschutzrechtlicher Einschr\u00e4nkungen und der bewegten Topografie besonders schwierig. Hermann-Josef Droege: \u201eBis zu 90 % der Ansiedlungen auf neuen Fl\u00e4chen gehen auf Betriebe zur\u00fcck, die bereits in der Region sind und erweitern m\u00fcssen. Finden sie keine geeigneten Fl\u00e4chen, werden sie dem heimischen Wirtschaftsraum auf Dauer verloren gehen \u2013 und mit ihnen die Arbeitspl\u00e4tze. Gerade die erfolgreichen Unternehmen brauchen verl\u00e4ssliche Perspektiven. Die wollen wir gemeinsam mit den St\u00e4dten und Gemeinden sichern.\u201c Umso wichtiger sei es, in diesem entscheidenden Moment geschlossen f\u00fcr gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Fl\u00e4chenperspektiven einzutreten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einem Jahr begaben sich die B\u00fcrgermeister der Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe sowie die IHK Siegen gemeinsam auf den Weg zu einem regionalen Gewerbefl\u00e4chenkonzept. 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