{"id":12000,"date":"2018-12-12T14:55:37","date_gmt":"2018-12-12T13:55:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=12000"},"modified":"2018-12-12T14:55:37","modified_gmt":"2018-12-12T13:55:37","slug":"hauberg-jetzt-auch-nationales-immaterielles-kulturerbe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/hauberg-jetzt-auch-nationales-immaterielles-kulturerbe\/","title":{"rendered":"Hauberg jetzt auch nationales Immaterielles Kulturerbe"},"content":{"rendered":"<p>Die Siegerl\u00e4nder Haubergswirtschaft ist jetzt Teil des nationalen Immateriellen Kulturerbes. Das haben die Kultusministerkonferenz und die Beauftragte der Bundesregierung f\u00fcr Kultur und Medien auf Empfehlung des Expertenkomitees der Deutschen UNESCO-Kommission entschieden. Insgesamt wurden 18 Kulturformen neu aufgenommen. Erst im April dieses Jahres hatte das Land die Siegerl\u00e4nder Haubergswirtschaft auf die Liste des kulturellen Erbes Nordrhein-Westfalens gesetzt.<\/p>\n<div class=\"highslide_gallery_single mt_ac mt_noalign highslide_4\">\n<p>Seit ann\u00e4hernd drei Jahren engagiert sich der Arbeitskreis \u201eSiegerl\u00e4nder Haubergswirtschaft\u201c unter Leitung des Kreisumweltdezernenten Arno Wied daf\u00fcr, die besondere genossenschaftliche Form der heimischen Waldbewirtschaftung als nationales Immaterielles Kulturerbe eintragen zu lassen. Der Kreistag hatte auf Vorschlag von Landrat Andreas M\u00fcller im Dezember 2015 die Einleitung des Bewerbungsverfahrens beschlossen und entsprechende Mittel zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>\u201eIch freue mich sehr, dass wir mit der nach wie vor lebendigen Siegerl\u00e4nder Haubergswirtschaft nun auch ganz offiziell einen besonderen Beitrag zum nationalen Kulturerbe leisten\u201c, freut sich Andreas M\u00fcller. Er dankt allen Mitgliedern des Arbeitskreises, die sich f\u00fcr dieses Projekt eingesetzt haben: Vertretern der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein, des Heimatbundes, des Siegerl\u00e4nder Heimat- und Geschichtsvereins, des Touristikverbandes, des Landesbetriebes Wald und Holz NRW, der Waldgenossenschaften, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, der Grundschule Fellinghausen und des F\u00f6rdervereins Historischer Hauberg Fellinghausen. Aber auch Mitarbeiter der Kreisverwaltung, der Bezirksregierung, des zust\u00e4ndigen Ministeriums des Landes NRW sowie die St\u00e4dte und Gemeinden waren in dem Arbeitskreis vertreten.<\/p>\n<p>Kulturstaatsministerin Monika Gr\u00fctters erkl\u00e4rt aus Anlass der Aufnahme der neuen immateriellen Kulturg\u00fcter: \u201eDer Facettenreichtum Deutschlands als Kulturnation dr\u00fcckt sich gerade im Immateriellen Kulturerbe aus. Nur wer seine eigene Kultur kennt und pflegt, kann sich unbefangen und selbstbewusst auch Neuem stellen\u201c, so die Staatsministerin: \u201eDie Neueintr\u00e4ge machen deutlich, auf welch unterschiedliche Art und Weise das Immaterielle Kulturerbe in Deutschland verankert ist und unsere kulturelle Identit\u00e4t mit pr\u00e4gt.\u201c<\/p>\n<p>Prof. Dr. Maria B\u00f6hmer, Pr\u00e4sidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, betont: \u201eDie Neueintr\u00e4ge in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes zeigen die kulturelle Vielfalt und das besondere b\u00fcrgerschaftliche Engagement in Deutschland. Unser Immaterielles Kulturerbe ist durch vielf\u00e4ltige Einfl\u00fcsse aus anderen L\u00e4ndern gepr\u00e4gt und steht auch f\u00fcr die kulturellen Verflechtungen innerhalb Europas und dar\u00fcber hinaus.\u201c<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt der Bewerbung stand die ressourcenschonende, nachhaltige Bewirtschaftung von Waldfl\u00e4chen durch genossenschaftliche Nutzung, die auch in den benachbarten Regionen in Rheinland-Pfalz und Hessen praktiziert wird. \u201eDie Konzentration der Bewerbung auf die f\u00fcr die Haubergswirtschaft typische nachhaltige Nutzung von W\u00e4ldern, die in genossenschaftlichem Eigentum von Haubergsgenossenschaften stehen, ist der Tatsache geschuldet, dass als Immaterielles Kulturerbe nur solche Dinge gesch\u00fctzt werden k\u00f6nnen, die heute noch lebendig sind und vor Ort im Alltag praktiziert werden\u201c, macht der Vorsitzende des Arbeitskreises, Arno Wied, deutlich.<\/p>\n<p>\u201eNeben der genossenschaftlichen Selbstverwaltung des Gemeinschaftswaldes wirken auch noch heute viele Anteilseigener und ihre Familien bei den Arbeiten im Hauberg aktiv mit. In erster Linie erfolgt dies \u00fcber die traditionelle Brennholznutzung der Niederw\u00e4lder, wobei B\u00e4ume in den einzelnen Schl\u00e4gen alternierend auf den Stock gesetzt werden\u201c, hie\u00df es in der Bewerbungsschrift. Und weiter: \u201eAuch Arbeiten au\u00dferhalb der Holzernte werden teilweise durch die Anteilseigener durchgef\u00fchrt.\u201c Zudem wird auf die Jahreshauptversammlungen verwiesen, in denen ein Wirtschaftsplan beschlossen und wichtige Entscheidungen f\u00fcr die Genossenschaft getroffen werden. Schlie\u00dflich erl\u00e4uterte die Bewerbung, dass die Haubergswirtschaft es erm\u00f6glicht, Wissen an die n\u00e4chste Generation zu vermitteln und damit das gewachsene Brauchtum und den Nachhaltigkeitsgedanken der Haubergsgenossenschaften in die Zukunft zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Siegerl\u00e4nder Haubergswirtschaft ist jetzt Teil des nationalen Immateriellen Kulturerbes. 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