{"id":11853,"date":"2018-12-05T12:03:24","date_gmt":"2018-12-05T11:03:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=11853"},"modified":"2018-12-05T12:04:59","modified_gmt":"2018-12-05T11:04:59","slug":"gute-konjunktur-im-baugewerbe-aber-keine-marktueberhitzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/gute-konjunktur-im-baugewerbe-aber-keine-marktueberhitzung\/","title":{"rendered":"Gute Konjunktur im Baugewerbe, aber keine Markt\u00fcberhitzung"},"content":{"rendered":"<p>Die gute konjunkturelle Lage im Baugewerbe hat zu einer guten Auslastung der Betriebe gef\u00fchrt, der Markt ist nach Angaben der <a href=\"https:\/\/bauinnung-westfalen-sued.de\/cms\/index.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bauinnung Westfalen-S\u00fcd<\/a> aber nicht \u00fcberhitzt. Tats\u00e4chlich haben die Unternehmen durchschnittlich eine Auslastung von einigen Monaten. Nach diesem Zeitraum ben\u00f6tigen die meisten Betriebe aber neue Auftr\u00e4ge. Die Angebotspreise sind so kalkuliert, dass die Kostensteigerungen durch den sehr hohen Lohnabschluss in diesem Jahr und die gestiegenen Preise der Zuliefererindustrie Ber\u00fccksichtigung finden. Lange Wartezeiten f\u00fcr Kunden und h\u00f6here Preise werden derzeit geh\u00e4uft in den Medien diskutiert. Die Bauinnung Westfalen-S\u00fcd nimmt dies zum Anlass, um \u00fcber die Hintergr\u00fcnde zu informieren.<\/p>\n<p>Die pauschale Kritik von Bauherren, dass bei Ausschreibungen kaum Betriebe ein Angebot abgeben und wenn, dann zu einem \u00fcberteuerten Preis, weist Obermeister der Bauinnung Westfalen-S\u00fcd Stephan Hundhausen entschieden zur\u00fcck. \u201eIm Normalfall ist mit einer ausreichenden Anzahl von Angeboten zu einem angemessenen Preis zu rechnen\u201c, so der Bauunternehmer aus Siegen.\u00a0Tats\u00e4chlich werde viel gebaut und die Auslastung bei den Betrieben sei besser als in den vergangenen Jahren. Auftragsvorlaufzeiten von einigen Monaten seien normal. Wenn es bei einer Ausschreibung nur geringen R\u00fccklauf gebe, m\u00fcsse auch gefragt werden, ob die Bearbeitungsfrist f\u00fcr das Angebot lang genug war, ob die Leistungen ausreichend beschrieben wurden und ob die Ausf\u00fchrungsfrist angemessen sei. Allein f\u00fcr eine vern\u00fcnftige Arbeitsvorbereitung sei Zeit erforderlich, was h\u00e4ufig untersch\u00e4tzt w\u00fcrde. &#8222;Nicht selten sollen wir beginnen, aber die Ausf\u00fchrungspl\u00e4ne liegen noch nicht vor, obwohl das vor Auftragsvergabe anders kommuniziert wurde. &#8222;Bei der Festlegung der Ausf\u00fchrungsfristen durch Planer und Bauherren m\u00fcssten auch die gestiegenen Materiallieferzeiten, besondere technische Schwierigkeiten sowie die Verf\u00fcgbarkeit von Spezialger\u00e4ten ber\u00fccksichtigt werden. Sei dies bei einer Ausschreibung nicht gegeben, w\u00fcrden die Unternehmen kein Angebot erarbeiten.<br \/>\n<b><br \/>\n<\/b>Die Unternehmen in der Innung akquirieren weiter Auftr\u00e4ge. &#8222;Die\u00a0Auftragsb\u00fccher f\u00fcr n\u00e4chstes Jahr sind nicht voll&#8220;, stellt Hundhausen fest. Kreishandwerksmeister Frank Clemens pflichtet dem Obermeister der Bauinnung bei: \u201eDie Auslastung im Baugewerbe ist derzeit zwar insgesamt hoch. Allerdings gilt dies nicht f\u00fcr alle Gewerke gleicherma\u00dfen. Die langanhaltende gute Konjunktur hei\u00dft nicht, dass wir im Handwerk keine Auftr\u00e4ge mehr brauchen und deshalb keine Angebote abgeben. Im Gegenteil \u2013 wir bem\u00fchen uns sehr wohl um neue Auftr\u00e4ge und das m\u00fcssen wir auch.\u201c<br \/>\n<b><br \/>\n<\/b>Ein ebenso \u00f6ffentlich viel diskutierter Punkt ist die aktuelle Preissteigerung f\u00fcr Bauleistungen. Diese ist aus Sicht der Bauinnung Westfalen-S\u00fcd begr\u00fcndet: Besonders die au\u00dfergew\u00f6hnlichen Lohnsteigerungen in diesem Jahr, Materialpreissteigerungen, Mauterh\u00f6hungen und gestiegene Treibstoffkosten m\u00fcssen bei der Kalkulation der Angebote ber\u00fccksichtigt werden. Es gebe immer wieder Differenzen zwischen den Kostensch\u00e4tzungen von Planern und den tats\u00e4chlichen Marktpreisen. H\u00e4ufig sei der Weg bis die Bauentscheidung getroffen sei, verst\u00e4ndlicherweise sehr lang. Kostensch\u00e4tzungen w\u00fcrden meist in einer fr\u00fchen Phase als Entscheidungskriterium erstellt. Leider w\u00fcrden diese Sch\u00e4tzungen dann aber nicht entsprechend der Preisentwicklung fortgeschrieben, sodass es dann beim Eingehen der Angebote zu \u00dcberraschungen komme.<br \/>\n<b><br \/>\n<\/b>Dem Aufbau der Kapazit\u00e4ten in Baubetrieben und bei Planern sind enge Grenzen gesetzt. Die allgemeine Arbeitsmarktsituation findet ihren Niederschlag auch bei den Baufachleuten. &#8222;Fachkr\u00e4fte sind nur begrenzt vorhanden und deshalb f\u00e4llt teilweise schon der Ersatz von bew\u00e4hrten Mitarbeitern, die in den Ruhestand gehen, schwer&#8220;, gibt Stephan Hundhausen zu bedenken. Die Betriebe steuern dagegen und bilden aus. &#8222;Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen&#8220;, meint Hundhausen. Ausbildung ben\u00f6tige eben Zeit. Die Zahlen der Auszubildenden im ersten Lehrjahr sprechen aber eine erfreuliche Sprache. In diesem Jahr haben im Aus- und Weiterbildungszentrum Bau in Kreuztal-Fellinghausen \u00fcber 30 % mehr Auszubildende des ersten Lehrjahres begonnen. So viele junge Menschen im ersten Ausbildungsjahr gab es dort zuletzt im Jahr 1999.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die gute konjunkturelle Lage im Baugewerbe hat zu einer guten Auslastung der Betriebe gef\u00fchrt, der Markt ist nach Angaben der Bauinnung Westfalen-S\u00fcd aber nicht \u00fcberhitzt&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":11854,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-11853","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-regionale-wirtschaft"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/site-95211_1920.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11853","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11853"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11853\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11857,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11853\/revisions\/11857"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11854"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11853"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11853"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11853"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}