{"id":11729,"date":"2018-11-26T15:20:12","date_gmt":"2018-11-26T14:20:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=11729"},"modified":"2018-11-26T15:20:12","modified_gmt":"2018-11-26T14:20:12","slug":"sms-group-mit-german-design-award-2019-ausgezeichnet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/sms-group-mit-german-design-award-2019-ausgezeichnet\/","title":{"rendered":"SMS group mit German Design Award 2019 ausgezeichnet"},"content":{"rendered":"<p>Es ist schon ein Novum und eine Besonderheit, dass ein kleines Maschinenbauteil zu den Gewinnern des German Design Awards z\u00e4hlt. Genauer gesagt: ein Spr\u00fchkopf zur K\u00fchlung der Gesenke in Schmiedepressen. Der Anlagen- und Maschinenbauer <a href=\"http:\/\/www.sms-group.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SMS group\u00a0<\/a>ist f\u00fcr dieses Bauteil als \u201eWinner\u201c 2019 in der Kategorie Industry ausgezeichnet worden. Entsprechend gro\u00df war die Freude bei allen, die im Teamwork an diesem v\u00f6llig neuartig konstruierten und produzierten Bauteil mitgewirkt haben. Nicht nur das Bauteil alleine war f\u00fcr die Jury wichtig. Hinter dem Bauteil steht das gesamte Thema der additiven Fertigung, welches vollkommen neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Design und Funktion bietet. Die Stiftung \u201eRat f\u00fcr Formgebung\u201c (German Design Council) vergibt j\u00e4hrlich den German Design Award, der zu den renommiertesten Design-Wettbewerben weltweit z\u00e4hlt. Der German Design Award zeichnet innovative Produkte und Projekte, ihre Hersteller und Gestalter aus.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/01_Logo_GDA_26.11.2018.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-11731\" src=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/01_Logo_GDA_26.11.2018-115x300.jpg\" alt=\"\" width=\"115\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/01_Logo_GDA_26.11.2018-115x300.jpg 115w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/01_Logo_GDA_26.11.2018.jpg 286w\" sizes=\"auto, (max-width: 115px) 100vw, 115px\" \/><\/a>Axel Ro\u00dfbach, Research and Development Extrusion + Forging Presses der SMS group GmbH: \u201eWir freuen uns sehr \u00fcber den Gewinn des Design Awards. Er ist eine Auszeichnung f\u00fcr viele\u00a0Teams der SMS group, die interdisziplin\u00e4r zusammenarbeiten. Der Spr\u00fchkopf ist eine Innovation und stellt einen Wendepunkt in der Gestaltung von Anlagen- und Maschinenteilen durch die zukunftsweisenden M\u00f6glichkeiten des 3D-Drucks und der funktionsoptimierten Konstruktion dar. Die Form wird hierbei nicht mehr l\u00e4nger durch herk\u00f6mmliche \u2212 also fertigungsoptimierte \u2013 Bearbeitungsmethoden der Rohteile eingeschr\u00e4nkt, sondern ist mit modernster Computerunterst\u00fctzung optimal auf die Funktion ausgelegt. Hinzu kommt, dass neue Materialien eingesetzt werden. Mit dem Preis wird also nicht nur ein neues Design ausgezeichnet, sondern vor allem das neue Denken der SMS group, welches sich mit dem Gesamtthema Additive Manufacturing (AM) befasst.\u201c Der neue Spr\u00fchkopf ist nach Aussage von Axel Ro\u00dfbach, exemplarisch daf\u00fcr, wie die unterschiedlichen Disziplinen in der digitalen \u00c4ra zusammenwirken und welche neuen M\u00f6glichkeiten das Additive Manufacturing bietet. Der Fachbereich Schmiedeanlagen, das Projektteam Additive Manufacturing und die Experten f\u00fcr Simulationstechnologien der SMS group haben gemeinsam die neue Spr\u00fchkopf-L\u00f6sung entwickelt, die im 3D-Druck hergestellt wird.<\/p>\n<p>Die bisherigen Spr\u00fchk\u00f6pfe waren schwere Bauteile, aufwendig in der Herstellung und durch ihr hohes Eigengewicht limitierten sie die Produktivit\u00e4t einer Schmiedepresse. Das neue Bauteil ist optimal auf seine Funktion hin konstruiert. Es ist signifikant leichter, besitzt str\u00f6mungsoptimierte Kan\u00e4le und k\u00fchlt die Gesenke ganz gezielt und individuell angepasst ab. Bereiche mit hoher Erw\u00e4rmung erhalten pr\u00e4zise eine entsprechend h\u00f6here K\u00fchlleistung als weniger temperaturbelastete Stellen. Zudem k\u00f6nnen diese Bauteile zeitnah hergestellt werden. Axel Ro\u00dfbach von der SMS group: \u201eObwohl der Spr\u00fchkopf ein kleines Bauteil ist, zeigt er auf, welche M\u00f6glichkeiten in dem Thema Additive Manufacturing stecken. Die innovativen\u00a0Fertigungsmethoden des 3D-Drucks bilden die Basis f\u00fcr Industrie 4.0. Das wird an dem Spr\u00fchkopf aus Kunststoff sichtbar und belegbar. Er wiegt gerade einmal ein Zehntel eines konventionellen Spr\u00fchkopfes. Bei Metall ist der 3D-Spr\u00fchkopf bis zu 70 Prozent leichter. Er ist kosteng\u00fcnstiger, wirksamer und individuell nach Bedarf herstellbar.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr die Gesenkschmiedepressen hat das viele Vorteile. Die Anlagen sind auf hohe Taktraten im Sekundenbereich optimiert, aber gleichzeitig auch auf lange Standzeiten der Gesenke. Damit die Gesenke diesen permanent hohen Belastungen standhalten k\u00f6nnen, besitzt der Spr\u00fchkopf mit seiner K\u00fchl- und Schmieraufgabe eine Schl\u00fcsselfunktion. Er wird zwischen den Schmiedeoperationen direkt in die ge\u00f6ffneten Gesenke eingefahren. Die innovative L\u00f6sung von der SMS group reduziert nicht nur das Gewicht und ist deutlich kosteng\u00fcnstiger f\u00fcr die Anlagenbetreiber, sie senkt auch signifikant den Verschlei\u00df der Tragarme, welche die Spr\u00fchk\u00f6pfe zwischen die Gesenke einf\u00fchren. Da die beschleunigte Masse des neuen Spr\u00fchkopfes<br \/>\ndeutlich geringer ist, erm\u00f6glicht sie im Endeffekt k\u00fcrzere Taktzeiten der meist automatisierten Prozesse. Dar\u00fcber hinaus erm\u00f6glicht die neue Technologie die Herstellung individueller Spr\u00fchk\u00f6pfe \u201eon demand\u201c, das hei\u00dft f\u00fcr die Kunden: h\u00f6chste Verf\u00fcgbarkeit der Teile auch ohne kostenintensives Ersatzteillager. Dar\u00fcber hinaus profitiert die Umwelt, da zur Herstellung der Spr\u00fchk\u00f6pfe nur so viel Material eingesetzt wird wie n\u00f6tig. Zuk\u00fcnftig sollen auch stromleitende Elemente und Sensoren eingedruckt werden, die das elektrische Schalten der Ventile und Zustandsmeldungen der Systeme erm\u00f6glichen. Mit dieser F\u00fclle an neuartigen Mehrwerten und Prozessoptimierungen wird das 3D-Spr\u00fchsystem f\u00fcr Gesenkschmieden fit f\u00fcr Industrie 4.0. Robert Banse aus dem Forschung &amp; Entwicklungs-Projektteam der SMS group: \u201eWir sind frei von\u00a0fertigungsbedingten Restriktionen und gehen in einem technologischkreativen Prozess von der Funktion aus, die das Bauteil erf\u00fcllen soll. Danach richtet sich die Konstruktion. Kurz gesagt: Wir entwickeln die beste Form f\u00fcr die Funktion und k\u00f6nnen sie dann im 3D-Druck herstellen.\u201c<\/p>\n<p>Zu den ersten Kunden, die die neuen Spr\u00fchk\u00f6pfe im harten Produktionsalltag einsetzen, z\u00e4hlt Bharat Forge in Ennepetal. Speziell f\u00fcr Bharat Forge wurde der Spr\u00fchkopf so ausgelegt, dass eine Schaltung von Wasser und einem grafitbasierten Spr\u00fchmittel wechselnd m\u00f6glich war. Betreiber und die SMS group sind hochzufrieden mit den Resultaten des Spr\u00fchkopfes. Bharat Forge: \u201eDas Spr\u00fchbild ist wesentlich homogener. Die Gesenke sind sauberer und der Spr\u00fchmittelverbrauch ist dementsprechend geringer. Das Handling ist den konventionell gefertigten Teilen \u00fcberlegen. Ablagerungen im Inneren, die bei konventionellen Spr\u00fchk\u00f6pfen oft anfallen, konnten wir aufgrund der str\u00f6mungsoptimierten Leitungsf\u00fchrung zu den D\u00fcsen nicht feststellen.\u201c<\/p>\n<p>Der mit dem German Design Award ausgezeichnete Spr\u00fchkopf zieht aufgrund seines besonderen Designs alle Blicke und alle Aufmerksamkeit auf sich, er stellt aber nur die Spitze der umfassenden Aktivit\u00e4ten des Anlagen- und Maschinenbauers im Bereich Additive Manufacturing dar. Als \u201eLeading Partner in the World of Metals\u201c gehen die Zukunftspl\u00e4ne und Strategien der SMS group weit dar\u00fcber hinaus. Das Unternehmen konstruiert und fertigt nicht nur neuartige Maschinenbauteile im Additive-Manufacturing-Verfahren, sondern wird selbst als Anbieter ganzheitlicher L\u00f6sungen dieser hochmodernen Fertigungsmethode in den Markt eintreten.<\/p>\n<p>Additive Manufacturing ist im Wesentlichen der 3D-Druck in Metall. Mit einem Laser wird dabei feines Metallpulver an exakt definierten Stellen geschmolzen. Dies geschieht schichtweise: Eine hauchd\u00fcnne Schicht Pulver wird aufgetragen, dann folgt das Einschmelzen mit dem Laser, ehe erneut eine Pulverschicht aufgetragen wird. Am Ende entstehen so hochkomplexe Bauteile, die mit herk\u00f6mmlichen Techniken in dieser Weise nicht herstellbar w\u00e4ren. SMS group besch\u00e4ftigt sich seit Jahren intensiv mit dem Thema der additiven Fertigung und hat j\u00fcngst eine Pilotanlage zur Herstellung des besonderen Metallpulvers im industriellen Ma\u00dfstab erfolgreich in Betrieb genommen. Das Metallpulver besitzt Eigenschaften, auf denen eine komplett neue Wachstumsbranche aufbaut. Das metallene, extrem homogene Pulver ist die Basis f\u00fcr das Additive Manufacturing. Es besteht aus winzigen, pr\u00e4zise runden Kugeln mit einer Gr\u00f6\u00dfe von nur 15 bis 45 Mikrometern (tausendstel Millimeter). Kaum vorstellbar, dass diese mikroskopisch feinen Partikel in einer 13 Meter hohen, komplexen Anlage unter h\u00f6chstem technischen Aufwand hergestellt werden. Markus H\u00fcllen, Vice President 3D-Competence Center der SMS group: \u201eF\u00fcr die SMS group ist die erfolgreiche Inbetriebnahme der Pulververd\u00fcsungsanlage ein Meilen-stein. Denn die Qualit\u00e4t des Pulvers ist ausschlaggebend f\u00fcr die Qualit\u00e4t des 3D-Drucks beim Additive Manufacturing von Metall. Wir wollen gemeinsam mit unseren Kunden die gesamte Prozesskette dieser innovativen Technologie beherrschen. Wir haben uns daher ganz bewusst nicht f\u00fcr eine kleine Pilotanlage, sondern f\u00fcr eine gro\u00dfe industrielle Anlage entschieden, weil wir nur so die echten Bedingungen mit hohen Temperaturen, Dr\u00fccken und langen Produktionslaufzeiten testen k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus kooperieren wir mit Additive Industries, die Selective Laser Melting-Systeme f\u00fcr den 3D-Druck mit Metallpulver entwickeln und bereitstellen. Unser Ziel ist ein komplettes Demo-Center mit allen Verfahrensschritten im Additive Manufacturing bei SMS group in M\u00f6nchengladbach.\u201c<\/p>\n<p>Zu den Enabler-Industrien, in denen bereits heute Bauteile aus dem AM-Verfahren zum Einsatz kommen, z\u00e4hlen die Luft- und Raumfahrt, die Automobilindustrie, die Medizintechnik, der Prototypen- und Werkzeugbau und der Anlagen- und Maschinenbau. Das Demo-Center im Werk M\u00f6nchengladbach bietet den Kunden dann erstmalig einen \u00dcberblick und Einblicke in die gesamte Prozesskette des Additive Manufacturings. Das hei\u00dft, von der Pulver-Produktion mit der Pulververd\u00fcsungsanlage \u00fcber das Pulver-Handling und den 3D-Druck bis hin zu L\u00f6sungen zur W\u00e4rmebehandlung, mechanischen Bearbeitung, Inspektion, Qualit\u00e4tspr\u00fcfungen und Logistik sowie der Automation. In Kooperation mit Additive Industries entwickelt SMS group-Verfahren, bei denen das Pulver \u00fcber s\u00e4mtliche Prozess-schritte im Vakuum gehalten wird, um minimalste Verunreinigungen zu vermeiden und so hochqualitative Bauteile herzustellen.<\/p>\n<p>Markus H\u00fcllen von SMS group: \u201eAls Systemanbieter und \u201cLeading Partner in the World of Metals\u201d wollen wir unseren Kunden die schl\u00fcsselfertige Lieferung kompletter Anlagen f\u00fcr Additive Manufacturing bieten. Mit reproduzierbar hoher Qualit\u00e4t f\u00fcr die Serienproduktion durch eine integrierte Prozesskette von der Pulver-herstellung bis zum fertigen Produkt. Mit der Pilotanlage werden wir die Prozesse f\u00fcr maximale Produktivit\u00e4t und minimierte Gesamt-kosten optimieren. Die Kunden erhalten modulare, skalierbare L\u00f6sungen nach ihren individuellen Anforderungen. Hinzu kommt, dass wir mit unserem weltweiten Service- und Support-Netzwerk unsere Kunden als fester Ansprechpartner sicher auf dem Weg ins Additive Manufacturing begleiten.\u201c<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund ist das neue Spr\u00fchsystem f\u00fcr Gesenk-schmieden ein zwar kleines Teil, aber ein im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichnetes Beispiel daf\u00fcr, welche gro\u00dfen Entwick-lungen dem Anlagen- und Maschinenbau bevorstehen. Im unter-nehmensweiten Strategieprogramm \u201eNew Horizon\u201c hat SMS group s\u00e4mtliche Zukunftsaktivit\u00e4ten im Rahmen von Additive Manu-facturing, Digitalisierung, Industrie 4.0 und neuen Hightech-Materi-alien geb\u00fcndelt. Der Grund: S\u00e4mtliche Bereiche greifen ineinander und k\u00f6nnen nur gemeinsam auf breiter Basis weiterentwickelt werden. Die Strategie geht auf: Zahlreiche Projekte wie lernende Stahlwerke, Anlagen f\u00fcr neue Hochleistungswerkstoffe oder \u00f6ko-logisch und \u00f6konomisch gewinnbringende Umwelttechnologien wurden bereits erfolgreich realisiert. Und selbstverst\u00e4ndlich geh\u00f6ren auch die neuen 3D-gedruckten Spr\u00fchk\u00f6pfe dazu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist schon ein Novum und eine Besonderheit, dass ein kleines Maschinenbauteil zu den Gewinnern des German Design Awards z\u00e4hlt. 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