{"id":11620,"date":"2018-11-19T11:31:54","date_gmt":"2018-11-19T10:31:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=11620"},"modified":"2018-11-19T11:31:54","modified_gmt":"2018-11-19T10:31:54","slug":"laeufer-des-jahres-2018-in-der-krombacher-brauerei-ausgezeichnet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/laeufer-des-jahres-2018-in-der-krombacher-brauerei-ausgezeichnet\/","title":{"rendered":"\u201eL\u00e4ufer des Jahres\u201c 2018 in der Krombacher Brauerei ausgezeichnet"},"content":{"rendered":"<p>Gesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier) und Tom Gr\u00f6schel (TC Fiko Rostock) sind Deutschlands \u201eL\u00e4ufer des Jahres\u201c 2018 in der Kategorie Profis. Die zweimalige Europameisterin \u00fcber 3000 Meter Hindernis und der Deutsche Marathonmeister gewannen die Wahl, die laufen.de und der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) zum siebten Mal veranstaltet haben. F\u00fcr Gesa Krause war es bereits der vierte Sieg in Folge bei der Publikumswahl, w\u00e4hrend Tom Gr\u00f6schel zum ersten Mal ausgezeichnet wurde. Bei den Hobbyl\u00e4uferinnen und -l\u00e4ufern ging der Preis an Britta Seiler aus Berlin.<\/p>\n<p>Die Preise wurden nach einem gemeinsamen Lauf durch die h\u00fcgeligen Siegerl\u00e4nder W\u00e4lder am Samstagabend im Rahmen einer feierlichen Gala in den R\u00e4umen der <a href=\"http:\/\/www.krombacher.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Krombacher Brauerei<\/a> bei Siegen \u00fcbergeben. F\u00fcr Begeisterung bei den \u00fcber 200 geladenen G\u00e4sten sorgte 5000-Meter-Olympiasieger Dieter Baumann, der mittlerweile als Kabarettist erfolgreich ist und sein neuestes Programm bei der Gala auff\u00fchrte. Er wurde mit minutenlangem Applaus und \u201eStanding Ovations\u201c gefeiert.<\/p>\n<p>Gesa Felicitas Krause \u00fcberzeugte die laufen.de-User vor allem mit ihrem Auftritt bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin. Die Titelverteidigerin zeigte dort ein tolles Rennen und zog am letzten Wassergraben einen Schlussspurt an, dem keine ihrer Konkurrentinnen folgen konnte. In 9:19,80 Minuten gewann sie ihren zweiten EM-Titel. Dabei war ihr Saisonstart etwas holprig verlaufen. Trotz zun\u00e4chst ausbleibender Top-Zeiten hatte die 26-J\u00e4hrige ihr Ziel EM-Titel aber nie aus den Augen verloren.<\/p>\n<p>\u201eEs bedeutet mir eine Menge, dass ich hier zum vierten Mal das Rennen gemacht habe. Ich bin stolz, das Jahre noch gewendet zu haben, nachdem die Saison holprig begonnen hat.\u201c Sie war bereits 2015 und 2016 nach WM-Bronze und ihrem EM-Sieg von Amsterdam sowie im vergangenen Jahr, als sie bei der WM unverschuldet gest\u00fcrzt war, danach aber das Rennen trotzdem k\u00e4mpferisch zu Ende gelaufen hatte, zur \u201eL\u00e4uferin des Jahres\u201c gew\u00e4hlt worden.<\/p>\n<p>Hinter der Triererin, die 33 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte, landeten die beiden Nachwuchshoffnungen Alina Reh (SSV Ulm 1846; 24 Prozent) und Konstanze Klosterhalfen (TSV Bayer 04 Leverkusen; 14 Prozent) auf den Pl\u00e4tzen zwei und drei. Alina Reh blieben nach einem B\u00e4nderriss im Dezember 2017 und einem Erm\u00fcdungsbruch im April 2018 nur wenige Wochen Vorbereitungszeit f\u00fcr die EM \u2013 doch die gen\u00fcgten. Bei knapp unter 40 Grad im Berliner Olympiastadion lief die erst 21-J\u00e4hrige in 32:28,48 Minuten auf einen starken vierten Platz. Und zum Ende der Saison trumpfte sie mit zwei deutschen U23-Rekorden noch einmal richtig auf: In K\u00f6ln verbesserte sie den Rekord im Halbmarathon um fast zwei Minuten auf 69:31 Minuten. Eine Woche sp\u00e4ter lief sie in Berlin die 10 Kilometer in 31:23 Minuten.<\/p>\n<p>Konstanze Klosterhalfen sorgte gleich zu Beginn des Jahres f\u00fcr einen Paukenschlag: Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften verbesserte die 21-J\u00e4hrige den 30 Jahre alten deutschen 3000-Meter-Rekord im Alleingang um 5,78 Sekunden auf 8:36,01 Minuten. Nach Verletzungssorgen kam sie im Sommer erst sp\u00e4t in Form, zeigte dann bei der EM mit einem vierten Platz \u00fcber 5000 Meter (15:03,73 min) aber ein Klasse-Ergebnis.<\/p>\n<p>Bei den M\u00e4nnern setzte sich der Deutsche Marathonmeister Tom Gr\u00f6schel mit 36 Prozent der Stimmen deutlich gegen den 10.000-Meter-Europacup-Sieger Richard Ringer (VfB LC Friedrichshafen; 18,3 Prozent) und Vorjahressieger Arne Gabius (TherapieReha Bottwartal; 17,8 Prozent) durch.<\/p>\n<p>Tom Gr\u00f6schel gab beim D\u00fcsseldorf-Marathon sein Deb\u00fct auf den 42,195 Kilometern und sicherte sich in 2:15:20 Stunden gleich den Titel des Deutschen Meisters. Bei den Europameisterschaften in Berlin lief der 27-J\u00e4hrige trotz hoher Temperaturen in 2:15:48 Stunden nah an diese Zeit heran und wurde als bester Deutscher Elfter.<\/p>\n<p>Richard Ringer lief beim 10.000-Meter-Europacup in 27:36,52 Minuten nicht nur eine neue Bestleistung und auf Platz vier der ewigen deutschen Bestenliste. Der 29-J\u00e4hrige gewann den Wettbewerb damit auch als erst dritter Deutscher und z\u00e4hlte zu den Favoriten bei den Europameisterschaften. Dort erwischte er allerdings keinen guten Tag und stieg mit Muskelproblemen vorzeitig aus.<\/p>\n<p>Arne Gabius ist 2018 zum vierten Mal seit 2014 der schnellste deutsche Marathonl\u00e4ufer. Und dabei hatte der 37-J\u00e4hrige im Fr\u00fchjahr noch Pech. Bei Dauerregen, Wind und Temperaturen um sechs Grad musste er \u2013 wie viele andere Topl\u00e4ufer \u2013 beim Boston-Marathon mit Wadenproblemen aufgeben. Im Herbst zeigte er in Frankfurt aber wieder einmal sein K\u00f6nnen und sammelte bei starkem Wind L\u00e4ufer um L\u00e4ufer ein, um in 2:11:45 Stunden als bester Europ\u00e4er auf Rang neun zu laufen.<\/p>\n<p>Zur \u201eHobbyl\u00e4uferin des Jahres\u201c wurde Britta Seiler aus Berlin gew\u00e4hlt. Sie erhielt 42 Prozent der auf laufen.de abgegebenen Stimmen. Die Wahl stand in diesem Jahr unter dem Motto: So hat Laufen mein Leben verbessert. Seiler ist an der seltenen Autoimmunkrankheit systemische Sklerose erkrankt, eine Krankheit, bei der sich das Bindegewebe im K\u00f6rper so stark verh\u00e4rtet, dass es die Funktionsf\u00e4higkeit der Organe immer mehr einschr\u00e4nkt. Die Laudation hielt Ex-Zehnk\u00e4mpfer Frank Busemann. Dank regelm\u00e4\u00dfigen Laufens kommt die 41-J\u00e4hrige mittlerweile ohne Medikamente aus, musste im vergangenen Jahr nur einmal im Krankenhaus behandelt werden und hat ihr Lungenvolumen vergr\u00f6\u00dfert. \u201eIch laufe, weil ich mich dabei gesund f\u00fchle. Und so ist es auch heute. Ich f\u00fchle mich toll.&#8220;<\/p>\n<p>Auf die Pl\u00e4tze zwei und drei kamen bei den Hobbyl\u00e4ufern Ricarda Drobig (L\u00fcbeck; 30 Prozent) und Markus Bock (Hildesheim; 28 Prozent). Drobig hat nach zwei H\u00fcft-Operationen das Laufen neu und lieben gelernt. Der Sport hat au\u00dferdem einen positiven Einfluss auf ihre Herzerkrankung. Bock leidet seit \u00fcber 20 Jahren an wiederkehrenden schweren Depressionen. Laufen hilft ihm bei der Bew\u00e4ltigung seiner Depressionen. Frank Busemann betonte, dass alle drei echte Vorbilder sind: \u201eEs geht darum, dass wir uns bewegen. Wer das macht, ist ganz weit vorn. Und daf\u00fcr stehen alle drei Kandidaten exemplarisch.\u201c<\/p>\n<p>Neben den \u201eL\u00e4ufern des Jahres\u201c wurden in Krombach auch die Sieger im Deutschen Nachwuchsl\u00e4ufer-Cup 2018 geehrt. Die Serienwertung von Zehn-Kilometer-Stra\u00dfenl\u00e4ufen steht unter der Schirmherrschaft des DLV und wird mit freundlicher Unterst\u00fctzung von German Road Races (GRR) ausgetragen. F\u00fcr die Wertung wurden die zwei besten im Rahmen von ausgew\u00e4hlten Stra\u00dfenl\u00e4ufen erzielten Zeiten \u00fcber 10 Kilometer addiert. Zum Cup z\u00e4hlten dieses Jahr der Dresdner Citylauf, der Paderborner Osterlauf, der W\u00fcrzburger Residenzlauf, der Stadtwerke K\u00f6-Lauf in D\u00fcsseldorf, die Deutschen Meisterschaften \u00fcber zehn Kilometer in Bremen und die Great 10K in Berlin.<\/p>\n<p>Bei der m\u00e4nnlichen U23 setzte sich Jens Mergenthaler (SV Winnenden; 1:00:02 h) durch. Er trat die Nachfolge vom Vorjahressieger und diesj\u00e4hrigen EM-Teilnehmer Amanal Petros (SV Brackwede) an. Den Weg zum Sieg hatte er schon im M\u00e4rz in Paderborn mit seiner ersten Zeit unter 30 Minuten (29:53 min) eingeschlagen. Eine Klasse f\u00fcr sich war in der U23 Alina Reh mit 1:03:46 Stunden. Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach; 1:10:10 h) stellte in der weiblichen U20 ihre Vielseitigkeit auch auf der Stra\u00dfe unter Beweis: Die 19-J\u00e4hrige ist U20-Europameisterin \u00fcber 3000 Meter Hindernis, U20-Vize-Weltmeisterin im Berglauf \u2013 und nun auch U20-Siegerin im Deutschen Nachwuchsl\u00e4ufer-Cup. Bei der m\u00e4nnlichen U20 sorgte Julius Hild (1:05:02 h) f\u00fcr den zweiten Erfolg der L\u00e4ufer vom SSC Hanau-Rodenbach um Coach Sascha Arndt.<\/p>\n<p>In der weiblichen U18 konnte sich zum zweiten Mal in Folge Sophie Kretschmer (LAC Aschersleben) durchsetzen. 2017 war sie in der Summe von zwei Rennen bei einer Zeit von 1:17:41 Stunden angelangt, 2018 steigerte sie sich auf 1:14:18 Stunden. Das i-T\u00fcpfelchen: die pers\u00f6nliche Bestzeit von 36:46 Minuten bei den \u201eGreat 10k\u201c in Berlin. In der m\u00e4nnlichen U18 nutzte Tom F\u00f6rster (LG Vogtland; 1:07:17 h) seine Chance. Er brachte gleich drei Rennen ein und war in allen dreien schneller als die Konkurrenten in der Cup-Wertung \u2013 besonders in Berlin (33:17 min).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier) und Tom Gr\u00f6schel (TC Fiko Rostock) sind Deutschlands \u201eL\u00e4ufer des Jahres\u201c 2018 in der Kategorie Profis. 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