{"id":11434,"date":"2018-11-05T11:59:24","date_gmt":"2018-11-05T10:59:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=11434"},"modified":"2018-11-05T11:59:24","modified_gmt":"2018-11-05T10:59:24","slug":"vereinen-statt-trennen-umwelt-und-wirtschaftspolitik-in-nrw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/vereinen-statt-trennen-umwelt-und-wirtschaftspolitik-in-nrw\/","title":{"rendered":"Vereinen statt trennen \u2013 Umwelt- und Wirtschaftspolitik in NRW"},"content":{"rendered":"<p>Nordrhein-Westfalen ist ein Land der Vielfalt. Die gro\u00dfen St\u00e4dte entlang von Rhein und Ruhr sind umgeben von gr\u00fcnen Wiesen und W\u00e4ldern und verf\u00fcgen \u00fcber zahlreiche \u201egr\u00fcne Lungen\u201c. Im M\u00fcnsterland, der Eifel oder im Sauerland finden sich zugleich Orte, die einen schnell vergessen lassen, dass man sich im bev\u00f6lkerungsst\u00e4rksten Land der Bundesrepublik befindet. Die Zeit der dauerrauchenden Schlote ist vorbei, jetzt sitzen hier in den Ballungszentren und auch in der Fl\u00e4che zahlreiche gewichtige mittelst\u00e4ndische Firmen, gro\u00dfe Industrieunternehmen und Hidden-Champions.<\/p>\n<p>&#8222;Diese Bandbreite von industrieller Vergangenheit, moderner Dienstleistungsbranche, echten Innovationsgebern und urspr\u00fcnglicher Natur ist die St\u00e4rke unserer Heimat. Gleichzeitig stellt diese Diversit\u00e4t eine enorme Herausforderung f\u00fcr eine Umweltpolitik dar, die eine Auss\u00f6hnung von \u00d6konomie und \u00d6kologie zum Ziel hat.&#8220;, so\u00a0Ursula Heinen-Esser, Ministerin f\u00fcr Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, in ihrem Beitrag im <a href=\"https:\/\/www.wirtschaftsblog.nrw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">NRW-Wirtschaftsblog &#8222;Klartext im Westen&#8220;<\/a>.<\/p>\n<p>Wir wollen der Wirtschaft durch schnelle und rechtssichere Genehmigungsverfahren sowie eine gute Standortpolitik die n\u00f6tigen Rahmenbedingungen zur Entwicklung geben. Dazu geh\u00f6rt auch Raum zum Wachsen. Doch die dazu ben\u00f6tigte Fl\u00e4che ist ein wertvolles Gut.<\/p>\n<p>Deshalb gilt es durch intelligente L\u00f6sungen den Fl\u00e4chenverbrauch zu reduzieren. Dabei ist mir das Thema Fl\u00e4chenrecycling eine Herzensangelegenheit. Durch die industrielle Vergangenheit unseres Landes gibt es zahlreiche gro\u00dfe und auch g\u00fcnstig gelegene Fl\u00e4chen, die durch eine Vornutzung belastet sind.<\/p>\n<p>Diese Areale m\u00fcssen wieder nutzbar gemacht werden \u2013 f\u00fcr die Schaffung des stets knappen Wohnraumes, aber auch f\u00fcr Gewerbe und Unternehmen. Dazu braucht es den politischen Willen vor Ort, das Know-How der Altlastenbeseitigung aber letztlich insbesondere die Wirtschaft selbst, die mit der Politik in diese Richtung geht.<\/p>\n<p>Fl\u00e4che ist ein Wert an sich, der leider nicht vermehrbar ist. Damit gilt es diese wichtige Ressource mit Bedacht zu nutzen. Freifl\u00e4chen sind nicht nur f\u00fcr eine erfolgreiche Klimaanpassung, wie beispielsweise im Zusammenhang mit Starkregenereignissen wichtig, sie halten auch unsere St\u00e4dte attraktiv f\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger und somit f\u00fcr die dringend ben\u00f6tigten Fachkr\u00e4fte.<\/p>\n<p>Gleiches gilt auch f\u00fcr die Natur und unsere Umwelt. Sind sie intakt, garantiert dies nicht nur nachhaltige Ressourcennutzung, sondern zudem auch intakte Lebens- beziehungsweise Arbeitsbedingungen mit hohem Naherholungswert.<\/p>\n<p>Umweltschutz muss damit ein unternehmerisches Urinteresse sein. Deshalb ist es wichtig, Wirtschaft und Umweltschutz zusammen zu denken. Das lohnt sich auch unternehmerisch, wie der Bereich der Umweltwirtschaft eindrucksvoll zeigt.<\/p>\n<p>Unser Land ist der gr\u00f6\u00dfte Anbieter von Produkten und Dienstleistungen der Umweltwirtschaft in ganz Deutschland. 368.000 Erwerbst\u00e4tige sind in dieser Branche t\u00e4tig \u2013 damit ist jeder zwanzigste NRW-Arbeitsplatz in der Umweltwirtschaft angesiedelt.<\/p>\n<p>Mit einer Bruttowertsch\u00f6pfung von rund 30 Milliarden Euro werden \u00fcber sechs Prozent der NRW-Wirtschaftsleistung mit Produkten und Dienstleistungen der Umweltwirtschaft erzielt. Knapp jedes f\u00fcnfte Patent dieses innovationsstarken Wirtschaftszweiges kommt bundesweit aus unserem Heimatland.<\/p>\n<p>Die Geschichte unseres Landes beweist damit, dass wirtschaftlicher Erfolg nicht nur durch z\u00fcgelloses Wachstum erreicht wird. Nach den Zechen, den Stahlwerken und den Kokereien war das Land gezeichnet. Nordrhein-Westfalen war stets das Sinnbild prosperierender Industrie, nun ist es Vorreiter einer neuen, vorw\u00e4rtsgewandten Umweltwirtschaft.<\/p>\n<p>Umweltschutz und Wirtschaft sind somit keine Gegens\u00e4tze. Ma\u00dfnahmen, die dem Schutz und Erhalt des \u00d6kosystems sowie des Erdklimas dienen, schaffen Wachstum und Arbeitspl\u00e4tze. Zudem haben sowohl Wirtschaft als auch Umweltschutz das Ziel, Ressourcen langfristig und nachhaltig zu nutzen. Deshalb bringt es wenig, dauerhaft die M\u00e4r der gegenseitigen Ausschlie\u00dflichkeit aufrecht zu erhalten.<\/p>\n<p>Moderne, zukunftsgerichtete und nachhaltige Umwelt- und Wirtschaftspolitik vereint statt zu trennen. Und insbesondere das vielf\u00e4ltige Land Nordrhein-Westfalen ist darin stark, vermeintliche Gegens\u00e4tze zu vereinen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nordrhein-Westfalen ist ein Land der Vielfalt. 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