{"id":11337,"date":"2018-10-25T11:33:51","date_gmt":"2018-10-25T09:33:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=11337"},"modified":"2018-10-25T11:33:51","modified_gmt":"2018-10-25T09:33:51","slug":"bauinnung-fordert-beibehaltung-der-zeitumstellung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/bauinnung-fordert-beibehaltung-der-zeitumstellung\/","title":{"rendered":"Bauinnung fordert Beibehaltung der Zeitumstellung"},"content":{"rendered":"<p>Seit der Umfrage der EU-Kommission wird heftig diskutiert. Die Abschaffung der Zeitumstellung, f\u00fcr die sich die Mehrheit der Befragten ausgesprochen hat, und die m\u00f6gliche Einf\u00fchrung der dauerhaften Sommerzeit hat besonders f\u00fcr das Baugewerbe gravierende negative Auswirkungen. Deshalb fordert die Bauinnung Westfalen-S\u00fcd die Beibehaltung der Zeitumstellung oder aber den R\u00fcckgang zur dauerhaften Winterzeit.<\/p>\n<p>Jedes Jahr sorgt die Zeitumstellung f\u00fcr Diskussionen. Deshalb stellte die EU-Kommission im August die Frage, ob diese \u00fcberhaupt notwendig sei oder ob man die Zeitumstellung nicht abschaffen k\u00f6nne. Das Ergebnis der Online-Abstimmung, an der von insgesamt rund 500 Millionen EU-B\u00fcrgern 4,6 Millionen Menschen teilgenommen hatten, war eindeutig: 84 Prozent der Befragten haben sich f\u00fcr die Abschaffung der Zeitumstellung ausgesprochen. Die meisten Befragungsteilnehmer stimmten zudem f\u00fcr eine ganzj\u00e4hrige Sommerzeit. Basierend auf diesem Ergebnis hat die EU-Kommission deshalb vorgeschlagen, 2019 die Zeitumstellung zu beenden und den Mitgliedsstaaten selbst zu \u00fcberlassen, ob sie eine dauerhafte Winter- oder Sommerzeit haben m\u00f6chten. Eine k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichte Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit ergab, dass sich auch in Deutschland 78 Prozent der Befragten f\u00fcr die Abschaffung eines Wechsels zwischen Winter- und Sommerzeit aussprachen.<\/p>\n<p>Doch w\u00e4hrend sich manch einer \u00fcber lange Sommerabende freuen mag, bedeutet diese Entwicklung f\u00fcr das Baugewerbe mit allen Gewerken, deren Arbeit von der Helligkeit abh\u00e4ngig ist, tiefgreifende Einschnitte. Und das im negativen Sinne. Wenn es monatelang in der Winterzeit erst gegen 9.30 Uhr hell wird und die Arbeit auf den Baustellen erst dann richtig beginnen kann, w\u00fcrde sich die Arbeitszeit der Handwerker bis in die Abendstunden verschieben. Dies ist in den Augen von Kreishandwerksmeister Frank Clemens, der selber Dachdeckermeister ist, f\u00fcr das Baugewerbe und die Mitarbeiter unzumutbar. Ohnehin habe man mit Fachkr\u00e4ftemangel und Nachwuchssorgen in diesen Gewerken zu k\u00e4mpfen. Eine Verschiebung der Arbeitszeiten bis in den Abend hinein werde die Attraktivit\u00e4t der Berufe zus\u00e4tzlich negativ beeinflussen. Auch die Akzeptanz von Baustellen w\u00fcrde weiter sinken, weil der Baul\u00e4rm viel st\u00e4rker den Feierabend der Anwohner treffen w\u00fcrde. Die Alternative w\u00e4re, die Baustellen in den fr\u00fchen dunklen Morgenstunden auszuleuchten. Dies wiederum kostet Energie, Arbeitszeit und Geld. Insgesamt ein Mehraufwand, der sich kaum umsetzen lie\u00dfe.<\/p>\n<p>Wenn es im Moment gegen acht Uhr hell wird, haben die Arbeiten auf den Baustellen bereits begonnen. Mehr oder weniger in der D\u00e4mmerung. Doch die Bauleute wissen, dass es nach dem Beginn der\u00a0 Winterzeit, in diesem Jahr am 28. Oktober, wieder besser wird. Ohne diese Umstellung auf die Winterzeit, w\u00fcrde die morgendliche Dunkelheit unver\u00e4ndert bleiben und sich mit zunehmendem Winter weiter versch\u00e4rfen. Diese Verschlechterung gegen\u00fcber dem jetzigen Zustand w\u00fcrde mindestens sechs Wochen gegeben sein. Zu beachten ist dabei, dass das Arbeiten im D\u00e4mmerlicht m\u00f6gliche Arbeitsunf\u00e4lle beg\u00fcnstigen kann und die Arbeitsbedingungen dadurch auch deutlich verschlechtert werden, merkt der der Obermeister der heimischen Bauinnung Westfalen-S\u00fcd Stephan Hundhausen erg\u00e4nzend an. Auch der Weg zur Arbeit und in die Schulen muss \u00fcber mehrere Monate im Dunkeln bestritten werden, was wiederum ein erh\u00f6htes Unfallrisiko darstellt.<\/p>\n<p>Deshalb werden die Forderungen der Beteiligten im Baugewerbe lauter, die Zeitumstellung nicht abzuschaffen oder aber die dauerhafte Winterzeit einzuf\u00fchren. Dies w\u00e4re auch der Zustand, wie vor der Einf\u00fchrung der Sommerzeit im Jahr 1980. Obwohl die Abstimmungsergebnisse der EU-Kommission eindeutig waren, muss angemerkt werden, dass die Befragung mitten im Sommer stattgefunden hat. Es ist fraglich, wie das Ergebnis ausgefallen w\u00e4re, wenn man die Menschen im dunklen Winter gefragt h\u00e4tte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit der Umfrage der EU-Kommission wird heftig diskutiert. 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