{"id":1099,"date":"2012-12-17T12:56:54","date_gmt":"2012-12-17T11:56:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=1099"},"modified":"2012-12-20T16:01:26","modified_gmt":"2012-12-20T15:01:26","slug":"2012-war-ein-solides-jahr-fuer-die-me-industrie-in-siegen-wittgenstein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/2012-war-ein-solides-jahr-fuer-die-me-industrie-in-siegen-wittgenstein\/","title":{"rendered":"2012 war ein solides Jahr f\u00fcr die  M+E-Industrie in Siegen-Wittgenstein"},"content":{"rendered":"<p>2012 war f\u00fcr die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Siegen-Wittgenstein ein solides Jahr. Die Erwartungen f\u00fcr 2013 sind allerdings deutlich zur\u00fcckhaltender. Zu diesem Ergebnis kommt die diesj\u00e4hrige Konjunkturumfrage des VdSM Verband der Siegerl\u00e4nder Metallindustriellen, an der sich 43 Unternehmen mit ann\u00e4hernd 12.000 Besch\u00e4ftigten beteiligten.<\/p>\n<p>\u201eDie Abk\u00fchlung der konjunkturellen Entwicklung wird die Unternehmen in Siegen-Wittgenstein 2013 in zunehmendem Ma\u00dfe treffen. Das hat auch Auswirkungen auf die Besch\u00e4ftigungsentwicklung. Wir m\u00fcssen uns dabei insbesondere auf eine Zunahme der Kurzarbeit einstellen\u201c, erl\u00e4uterte VdSM-Vorsitzender Dipl.-Ing. J\u00f6rg Dienenthal. \u201eDeshalb begr\u00fc\u00dfen wir die von der Bundesregierung beschlossene Verl\u00e4ngerung des Kurzarbeitergeldes von sechs auf zw\u00f6lf Monate.\u201c In den Krisenjahren 2009 und 2010 konnten durch die damaligen Regelungen zur Kurzarbeit viele Arbeitspl\u00e4tze gesichert und erhalten werden. \u201eDieses Instrument hat sich bew\u00e4hrt. Unsere Unternehmen k\u00f6nnen damit schnell reagieren, um eine wirksame Besch\u00e4ftigungssicherung zu gew\u00e4hrleisten\u201c, so J\u00f6rg Dienenthal.<\/p>\n<div id=\"attachment_1108\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/2012-war-ein-solides-jahr-fuer-die-me-industrie-in-siegen-wittgenstein\/geschaeftsentwicklung\/\" rel=\"attachment wp-att-1108\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1108\" class=\"size-medium wp-image-1108\" alt=\"Die Gesch\u00e4ftserwartungen der Unternehmen f\u00fcr 2013 tr\u00fcben sich deutlich ein.\" src=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/geschaeftsentwicklung-300x190.jpg\" width=\"300\" height=\"190\" srcset=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/geschaeftsentwicklung-300x190.jpg 300w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/geschaeftsentwicklung.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1108\" class=\"wp-caption-text\">Die Gesch\u00e4ftserwartungen der Unternehmen f\u00fcr 2013 tr\u00fcben sich deutlich ein.<\/p><\/div>\n<p>\u201eWir befinden uns derzeit zwar noch nicht in einer akuten Krisensituation, aber die Zeichen mehren sich, dass wir im kommenden Jahr mit einem deutlichen R\u00fcckgang der wirtschaftlichen Entwicklung rechnen m\u00fcssen\u201c, unterstrich auch VdSM-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Joachim Schmidt-Classen. \u201eFast 85 Prozent der Unternehmen, die sich an unserer Umfrage beteiligt haben, bezeichneten ihre aktuelle Gesch\u00e4ftslage zwar als gut \u00a0oder befriedigend. Allerdings erwarten nur noch 4,5 Prozent f\u00fcr 2013 eine weitere Verbesserung. 48 Prozent gehen sogar von einer Verschlechterung aus.\u201c<\/p>\n<p>Anzeichen f\u00fcr eine Abk\u00fchlung lassen sich auch aus den Angaben zu den Auftragseing\u00e4ngen ableiten. Im Vergleich zu 2011 sind die positiven Bewertungen \u201egut\u201c oder \u201ebefriedigend\u201c hier deutlich zur\u00fcckgegangen. Die Beurteilung\u00a0 \u201eschlecht\u201c hat hingegen erheblich zugenommen. Dies gilt gleicherma\u00dfen f\u00fcr die Auftragseing\u00e4nge aus dem Inland wie aus dem Ausland. In konkreten Zahlen gaben knapp 61 Prozent der Unternehmen an, ihre Auftragseing\u00e4nge aus dem Inland seinen 2012 gut bis befriedigend gewesen. 2011 waren es noch \u00fcber 73 Prozent. 43,6 Prozent meldeten einen schlechten Auftragseingang aus dem Inland. 2011 lag dieser Wert bei 37,5 Prozent.<\/p>\n<p>Auch das traditionell starke Auslandsgesch\u00e4ft der heimischen M+E-Industrie leidet zunehmend unter den Auswirkungen der Euro-Krise. Nur noch knapp 18 Prozent der Unternehmen bewerteten ihre Auftragseing\u00e4nge aus dem Ausland mit der Note \u201egut\u201c. Fast 36 Prozent bezeichneten sie als schlecht. Im Vergleich zu 2011 haben sich diese Werte komplett umgedreht. Kein Wunder also, dass auch die Produktionsauslastung in den Unternehmen r\u00fcckl\u00e4ufig ist. Knapp 49 Prozent bezeichneten sie zwar noch als gut (2011: 52,95 Prozent), aber \u00fcber 16 Prozent bereits als schlecht (2011: 8,33 Prozent).<\/p>\n<p>Die Ertragslage der Unternehmen hat sich 2012 auf einem soliden Niveau stabilisiert. Knapp ein Drittel bezeichneten sie als gut (2011: 20,59 Prozent), 52,27 Prozent als befriedigend (2011: 55,88 Prozent) und 18,18 Prozent (2011: 23,53 Prozent) als schlecht. Die Ertragserwartungen f\u00fcr 2013 sind allerdings r\u00fcckl\u00e4ufig. Nur noch neun Prozent gehen hier von einer Verbesserung aus. 2011 waren es noch \u00fcber 34 Prozent. Demgegen\u00fcber kalkulieren \u00fcber 40 Prozent der M+E-Unternehmen mit einer Verschlechterung.<\/p>\n<p>\u201eDie solide wirtschaftliche Entwicklung in 2012 hat auch im Bereich der Besch\u00e4ftigung ihre Spuren hinterlassen. Nach wie vor besteht in den Unternehmen ein gro\u00dfes Interesse, die qualifizierten Fachkr\u00e4fte der Stammbelegschaft zu halten und deren Arbeitspl\u00e4tze zu sichern.\u201c Nach Angaben von Joachim Schmidt-Classen haben 2012 \u00fcber 63 Prozent der Unternehmen ihre Mitarbeiterzahl konstant gehalten. Gegen\u00fcber 2011 nahm diese Zahl noch einmal um zwei Prozent zu. Kurzarbeit spielte nur in 6,5 Prozent der Betriebe eine Rolle. 2011 waren es noch 8,3 Prozent.<\/p>\n<p>\u201eDiese Situation wird sich 2013 \u00e4ndern. Allein in Sachen Kurzarbeit erwarten knapp 30 Prozent der Unternehmen einen Anstieg. \u00dcber 19 Prozent gehen schon jetzt davon aus, dieses Instrument im kommenden Jahr einsetzen zu m\u00fcssen, um ihre Belegschaft abzusichern\u201c, so der VdSM-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer weiter. Nur noch knapp 56 Prozent rechnen damit, ihre Belegschaftsst\u00e4rke halten zu k\u00f6nnen. Personalabbau d\u00fcrfte voraussichtlich bei 17 Prozent der Unternehmen ein Thema werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_1101\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/2012-war-ein-solides-jahr-fuer-die-me-industrie-in-siegen-wittgenstein\/ausbildungsplaetze\/\" rel=\"attachment wp-att-1101\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1101\" class=\"size-medium wp-image-1101\" alt=\"\u00dcber 23 Prozent haben in unserer Umfrage angegeben, 2013 mehr Auszubildende einstellen zu wollen.\" src=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/ausbildungsplaetze-300x189.jpg\" width=\"300\" height=\"189\" srcset=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/ausbildungsplaetze-300x189.jpg 300w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/ausbildungsplaetze.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1101\" class=\"wp-caption-text\">\u00dcber 23 Prozent der Unternehmen wollen 2013 mehr Auszubildende einstellen.<\/p><\/div>\n<p>\u201eAngesichts dieser Prognosen ist es f\u00fcr uns umso bemerkenswerter, dass der Anteil der Unternehmen, die ihr Engagement in Sachen Ausbildung ausbauen wollen, trotzdem zunimmt. \u00dcber 23 Prozent haben in unserer Umfrage angegeben, 2013 mehr Auszubildende einstellen zu wollen. Vor einem Jahr waren es nur 17 Prozent\u201c, stellte Joachim Schmidt-Classen fest. \u201eOffensichtlich stellen sich immer mehr Unternehmen auf die zu erwartenden Ver\u00e4nderung des zuk\u00fcnftigen Auszubildenden- und Fachkr\u00e4fteangebotes ein und betreiben eine vorausschauende Personalpolitik. Wir begr\u00fc\u00dfen dies sehr und unterst\u00fctzen unsere Mitglieder dabei mit unserer Sozialpartnerinitiative.\u201c<\/p>\n<p>Insgesamt rechnen die Unternehmen f\u00fcr 2013 mit einer deutlich sinkenden Produktionsentwicklung (45,24 Prozent im Vergleich zu 29,14 Prozent 2011). Nur noch sieben Prozent gehen von einer Steigerung aus. Fast 48 Prozent erwarten eine gleichbleibende Entwicklung.<\/p>\n<p>Bei den Investitionen sind 2013 noch keine gr\u00f6\u00dferen Einbr\u00fcche zu erwarten. Zwar planen etwas \u00fcber 36 Prozent der Betrieb weniger Investitionen, die \u00fcbrigen Unternehmen gehen aber von einem weitgehend stabilen Investitionsvolumen aus.<\/p>\n<p>\u201eWir sind insgesamt zuversichtlich, dass die solide wirtschaftliche Basis, die sich unsere Unternehmen in den letzten Jahren erarbeitet haben, auch 2013 h\u00e4lt. Die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der meisten mittelst\u00e4ndischen M+E-Betriebe in Siegen-Wittgenstein ist jedenfalls nach wie vor hoch. Mit diesem Pfund m\u00fcssen wir wuchern. Wir d\u00fcrfen es auf keinen Fall mutwillig aufs Spiel setzten, in dem wir beispielsweise unsere Verkehrsinfrastruktur vernachl\u00e4ssigen\u201c, so J\u00f6rg Dienenthal.<\/p>\n<p>\u201eIch appelliere daher an die politisch Verantwortlichen im Bund und in Nordrhein-Westfalen, alles daf\u00fcr zu tun, dass der Industriestandort Siegen-Wittgenstein, der mit zu den f\u00fchrenden Wirtschaftsr\u00e4umen in unserem Land geh\u00f6rt, zu erhalten und weiter zu f\u00f6rdern. Dazu geh\u00f6rt eine sichere und preisstabile Energieversorgung, ebenso wie eine moderne Verkehrsanbindung, beispielsweise \u00fcber die Route57 nach Wittgenstein, oder die Ausweisung und der Erhalt von sicheren Strecken f\u00fcr Schwertransporte.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2012 war f\u00fcr die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Siegen-Wittgenstein ein solides Jahr. Die Erwartungen f\u00fcr 2013 sind allerdings deutlich zur\u00fcckhaltender. 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