{"id":10738,"date":"2018-09-10T11:52:11","date_gmt":"2018-09-10T09:52:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=10738"},"modified":"2018-09-10T11:52:11","modified_gmt":"2018-09-10T09:52:11","slug":"kampf-gegen-den-verdeckten-hunger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/kampf-gegen-den-verdeckten-hunger\/","title":{"rendered":"Kampf gegen den verdeckten Hunger"},"content":{"rendered":"<p>Mit der Summe von 20.000 Euro unterst\u00fctzt die <a href=\"https:\/\/www.utsch.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Erich Utsch AG<\/a> aus Siegen ein f\u00fcr Afrika zukunftsweisendes, soziales Projekt in Uganda. Die symbolische \u00dcberreichung der Spendensumme in Form einen Schecks fand am 10. August 2018 in Anwesenheit hochrangiger diplomatischer Vertreter in Kampala statt.<\/p>\n<p>Hunger in Kriegs- und Krisenregionen ist und bleibt eines der dr\u00e4ngendsten Probleme der Menschheit. Neben dieser offensichtlichen Not gibt es aber noch ein anderes Ph\u00e4nomen, das jenseits akuter Krisen in eigentlich stabilen Regionen und Staaten Menschen weltweit bedroht: der versteckte, armutsbedingte Hunger.<\/p>\n<p>Das Paradoxe daran: Obwohl die betroffenen Menschen t\u00e4glich essen (und meist auch satt werden), reicht die Nahrungsaufnahme nicht dazu aus, die k\u00f6rperliche Gesundheit und Leistungsf\u00e4higkeit dauerhaft zu erhalten. Eine Ursache daf\u00fcr kann einseitige, auf Reis, Mais oder Weizen basierende Ern\u00e4hrung sein. Oder aber billige, minderwertige Nahrungsmittel, die zwar s\u00e4ttigen, aber nicht wirklich nahrhaft sind. In beiden F\u00e4llen enth\u00e4lt die t\u00e4gliche Nahrung zu wenig Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, essenzielle Fetts\u00e4uren und Eiwei\u00dfe \u2013 Dinge also, die f\u00fcr einen gesunden menschlichen Organismus auf Dauer unverzichtbar sind.<\/p>\n<p>Die Folgen dieser Mangelern\u00e4hrung sind langfristig so lebensbedrohlich wie der akute Hunger. Ein geschw\u00e4chtes Immunsystem etwa macht die Betroffenen anf\u00e4lliger f\u00fcr Krankheiten aller Art, und selbst relativ harmlose Verletzungen oder Infektionen k\u00f6nnen t\u00f6dlich enden, vor allem bei den Schw\u00e4chsten wie Kindern, Alten und chronisch Kranken. Au\u00dferdem kann Mangelern\u00e4hrung bereits die Entwicklung von Kindern im Mutterleib sch\u00e4digen, mit lebenslangen Folgen. Und selbst wenn es nicht zum \u00c4u\u00dfersten kommt, vermindert eine geschw\u00e4chte Gesundheit die k\u00f6rperliche und geistige Leistungsf\u00e4higkeit sowie die individuelle Arbeitskraft, erh\u00f6ht so das Armutsrisiko und verringert damit die Chance auf eine bessere Ern\u00e4hrung. Diesen klassischen Teufelskreis im eigenen Heimatland Uganda aufzubrechen, hat sich die Maama Care Foundation auf ihre Fahnen geschrieben. Die Grundidee: Bed\u00fcrftige Menschen werden zum Selbstkostenpreis mit ausgewogenen, bestm\u00f6glich verarbeiteten Lebensmitteln versorgt.<\/p>\n<p>Initiator von Maamacare ist Harish Bhuptani, ein langj\u00e4hriger Partner von UTSCH, der aus philanthropischer \u00dcberzeugung heraus seinen gesch\u00e4ftlichen Erfolg in den Dienst eines nachhaltigen, sozialen Projektes stellen wollte: \u201eAngemessene Ern\u00e4hrung ist ein Menschenrecht, dem wir mit unseren bescheidenen Mitteln auf lokaler und regionaler Ebene Geltung verschaffen wollen\u201c. Das ist w\u00f6rtlich zu nehmen, denn auch die daf\u00fcr notwendigen Produkte und Zutaten werden (soweit m\u00f6glich) ausschlie\u00dflich bei lokalen Produzenten eingekauft. Auf diese Weise unterst\u00fctzt Maamacare doppelt: Bed\u00fcrftige Bev\u00f6lkerungsteile ebenso wie die heimische Agrarwirtschaft, die oft unter der Konkurrenz billig importierter, weil subventionierter Lebensmittel leidet.<\/p>\n<p>Eine Idee mit gro\u00dfem Potential also, die \u00fcberregional als Vorbild dienen kann, um durch konsequent lokales Handeln die Lebensbedingungen von Menschen zu verbessern. \u201eEs ist uns daher eine gro\u00dfe Freude, die Maama Care Foundation mit einer Spende von 20.000,-\u00a0 Euro in ihrer Arbeit zu unterst\u00fctzen\u201c so der bei UTSCH f\u00fcr Vertrieb und Technik verantwortliche Vorstand, Tilman Schwinn. Denn: \u201eWo Hunger herrscht, ob offen oder verdeckt, herrschen Perspektivlosigkeit und tiefe strukturelle Ungleichheit, klassische Faktoren also, um Menschen in eine wirtschaftlich motivierte Flucht mit oftmals unsicherem Ausgang zu treiben\u201c.<\/p>\n<p>Welche internationalen Verwerfungen solche Fluchtbewegungen ausl\u00f6sen k\u00f6nnen, h\u00e4tten Europa und insbesondere Deutschland in den letzten Jahren nachdr\u00fccklich erfahren. \u201eWir glauben, dass das Modell Maamacare ein wichtiger Baustein sein kann, um Fluchtursachen in ansonsten sicheren Herkunftsl\u00e4ndern zu bek\u00e4mpfen und die dortigen Zivilgesellschaften indirekt und nachhaltig zu st\u00e4rken\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der Summe von 20.000 Euro unterst\u00fctzt die Erich Utsch AG aus Siegen ein f\u00fcr Afrika zukunftsweisendes, soziales Projekt in Uganda. 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