{"id":10493,"date":"2018-08-28T11:52:31","date_gmt":"2018-08-28T09:52:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=10493"},"modified":"2018-08-28T11:52:41","modified_gmt":"2018-08-28T09:52:41","slug":"mehr-oekonomische-bildung-fuer-unsere-schuelerinnen-und-schueler-in-nrw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/mehr-oekonomische-bildung-fuer-unsere-schuelerinnen-und-schueler-in-nrw\/","title":{"rendered":"&#8222;Mehr \u00f6konomische Bildung f\u00fcr unsere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in NRW&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Zur vergangenen Landtagswahl hatte Unternehmer NRW sein wirtschaftspolitisches Positionspapier mit \u201eStarke Wirtschaft. Starkes Land.\u201c \u00fcberschrieben. Aus meiner Sicht l\u00e4sst sich das sogar noch erg\u00e4nzen: \u201eStarke Schulen\u201c. Denn ohne gute und erfolgreiche Schulen gibt es keinen qualifizierten Nachwuchs f\u00fcr eine florierende Volkswirtschaft, ohne die wiederum auf Dauer kein stabiler Sozialstaat m\u00f6glich ist. Auch f\u00fcr Nordrhein-Westfalen ist die Arbeit der zahlreichen Unternehmen entscheidend f\u00fcr die Zukunft des Landes. Um im nationalen und globalen Wettbewerb bestehen zu k\u00f6nnen, brauchen Unternehmen Innovationen und hervorragende Mitarbeiter. Beides f\u00e4llt nicht vom Himmel und bedarf neben einer vorausschauenden Wirtschaftspolitik vor allem auch eines: bester Bildung.<\/p>\n<p>Im Windschatten der aktuell medial pr\u00e4senten G9-R\u00fcckkehr, der Bek\u00e4mpfung des Lehrermangels oder der Neuausrichtung der Inklusion arbeiten wir intensiv an weiteren wichtigen schulpolitischen Themen. Dazu z\u00e4hlt auch eine Agenda zur St\u00e4rkung der beruflichen Bildung, die wir in den kommenden Monaten konkretisieren wollen. In vielerlei Hinsicht sind wir in der beruflichen Bildung bereits auf einem guten Weg. Ich denke da zum Beispiel an die duale Berufsausbildung, f\u00fcr die in den letzten Jahren im Zuge der wachsenden Jugendarbeitslosigkeit in einigen Teilen Europas auch in der Au\u00dfenansicht das Lob gewachsen ist. Die duale Berufsausbildung in Deutschland magnetisiert wie kein zweiter Bildungsgang die beiden Pole schulische Bildung und berufliche Ausbildung. Sie ist eine Erfolgsgeschichte. Allein in NRW haben im vergangenen Jahr rund 90.000 Auszubildende im dualen System ihre Berufsabschl\u00fcsse gemacht.<\/p>\n<p>Soweit so gut. Dennoch besteht bei allem legitimen Selbstbewusstsein die Gefahr, dass gerade durch den Siegeszug der dualen Berufsausbildung die Relevanz einer viel dr\u00e4ngenderen Frage au\u00dfer Acht gelassen wird: Wie wollen wir die berufliche Bildung so st\u00e4rken, dass sie auch in Zukunft ein Erfolgsgarant f\u00fcr Nordrhein-Westfalen bleibt? Ein starker Wirtschaftsstandort braucht eine starke berufliche Bildung! Und wenn gro\u00dfe gesellschaftliche Umw\u00e4lzungen wie die Digitalisierung unsere Art zu arbeiten und zu leben transformieren, dann kann auch f\u00fcr die berufliche Bildung nur eine Maxime gelten: Wir d\u00fcrfen uns nicht auf einem System ausruhen. Stattdessen m\u00fcssen wir das System mit Blick auf aktuelle Herausforderungen permanent neu justieren und auf Zukunft programmieren. Daran arbeiten wir.<\/p>\n<p>Wie an den allgemein bildenden Schulen f\u00fchren wir auch die berufliche Bildung schrittweise ins digitale Zeitalter. Ein gutes Beispiel ist die \u201eZusatzqualifizierung Digitalisierung\u201c f\u00fcr den Maschinenbau, f\u00fcr die das Land mit der Nachwuchsstiftung Maschinenbau in den n\u00e4chsten zwei Jahren \u00fcber sieben Millionen Euro investiert. Mit solchen Initiativen st\u00e4rken wir den Digitalisierungsprozess, der jedoch nur erfolgreich sein kann, wenn wir die Unternehmen und allen voran nat\u00fcrlich die Schulen mitnehmen.<\/p>\n<p>Als nordrhein-westf\u00e4lische Schulministerin richte ich jede Wegmarke schulpolitischer Ver\u00e4nderung konsequent an einem Leitsatz aus: Beste Bildung gibt es nur mit besserer Bildungsqualit\u00e4t. Genau in dieser Hinsicht ist in der Vergangenheit leider zu viel Potential ungenutzt geblieben. Die Vielfalt des Schulsystems in NRW allein macht noch keine vielf\u00e4ltigen Karriereverl\u00e4ufe aus. Was wir brauchen, sind Abschlussjahrg\u00e4nge, die mit besten Grundlagen in ein Arbeitsleben in den verschiedensten Bereichen starten \u2013 ob Automechaniker, Anlagenmechatroniker oder Anglistikstudent. Unverzichtbar dabei ist, dass junge Menschen ein besseres Verst\u00e4ndnis \u00f6konomischer Zusammenh\u00e4nge bekommen, als dies bislang der Fall war.<\/p>\n<p>Schon unmittelbar zu Beginn meines Amtsantritts habe ich betont, dass wir die \u00f6konomische Bildung an allen weiterf\u00fchren Schulformen st\u00e4rken und ein Schulfach Wirtschaft einf\u00fchren werden. Wir wollen junge Menschen schon in der Schule noch besser auf eine selbstbestimmte Lebensgestaltung vorbereiten. Dazu z\u00e4hlen ganz eindeutig bessere Wirtschaftskompetenzen! F\u00fcr die Gymnasien l\u00e4uft bereits der \u00dcberarbeitungsprozess der Lehrpl\u00e4ne aufgrund der landesweiten Umstellung auf G9. Im n\u00e4chsten Schritt werden wir die Lehrpl\u00e4ne f\u00fcr die anderen Schulformen anpassen.<\/p>\n<p>Die Entwicklungsprozesse in unseren Schulen leisten einen Beitrag, eine festere Grundsubstanz des Wirtschaftsstandorts Nordrhein-Westfalen zu formen. Zu einer verantwortungsvollen Bildungspolitik z\u00e4hlt auch das Ablegen von Scheuklappen zur Betrachtung der Welt au\u00dferhalb des Kosmos Schule \u2013 eine Welt, in die Schule seine Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler entl\u00e4sst. Danach handeln wir. F\u00fcr beste Bildung und eine starke Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen.<\/p>\n<p><em>Eine Beitrag von\u00a0Yvonne Gebauer, MdL und Ministerin f\u00fcr Schule und Bildung in Nordrhein-Westfalen im NRW-Wirtschaftsblog &#8222;Klartext im Westen&#8220;.<\/em><\/p>\n<p>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur vergangenen Landtagswahl hatte Unternehmer NRW sein wirtschaftspolitisches Positionspapier mit \u201eStarke Wirtschaft. Starkes Land.\u201c \u00fcberschrieben. 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